Gitarre Hersteller_Ibanez
Test
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15.12.2015

Ibanez LGB 30 NT Test

Hollowbody Jazzgitarre

Bensons Budget Baby

Mit der Ibanez LGB 30 widmet der japanische Traditionshersteller niemand geringerem als der Jazzlegende George Benson erneut ein Signature-Modell. Bei Jazzgitarristen sind die Modelle des Meisters seit jeher beliebt, aber wer ein Original sein eigen nennen möchte, der muss einigermaßen tief in die Tasche greifen.

Mit den in China produzierten Archtops möchte Ibanez auch die Freunde gepflegter Skalenbearbeitung glücklich machen, deren Geldbeutel sich eher in einem schmaleren Rahmen bewegt. Ob die Ibanez LGB 30 trotz ihres günstigeren Preises eine Empfehlung für gestandene oder zukünftige Jazzgitarristen ist, soll der folgende Test zutage fördern.

Details

Die LGB 30 - LGB steht übrigens für Little George Benson - wird in einem stabilen und wertigen Koffer geliefert, der gleich noch einen Holzsteg als Austausch-Option für den montierten Metallsteg im Gepäck hat. Sehr schön!

Unsere in blond gehaltene Jazzmama besitzt dieselben Maße wie die teurere und in Japan produzierte LGB 300 und ist ganz klar an die legendären Vorbilder aus dem Hause Gibson angelehnt. Auch wenn die Testkandidatin für eine Archtop noch relativ kompakt erscheint, ist sie dennoch etwas größer als die ebenfalls in Jazzgitarren-Kreisen sehr beliebte Ibanez GB 10.

Werfen wir als erstes einen Blick auf den Body, dessen Decke aus Fichte gefertigt wurde. Bei Zargen und Rückseite hat sich der Hersteller für Riegelahorn entschieden - optisch auf jeden Fall eine gelungene Wahl. Abgerundet wird das Korpusdesign durch ein cremefarbenes Binding, das nicht nur die Ober- und Unterseite, sondern auch das Schlagbrett, die F-Löcher sowie Hals und Kopfplatte verziert.

Bei den Pickups handelt es sich um die hauseigenen Super 58 Humbucker, die auch in einigen anderen Hollowbody-Modellen des Herstellers Verwendung finden und sich über einen Dreiwegschalter aktivieren und in der Mittelstellung zusammenschalten lassen. Weiterhin hat man auch diesem Modell ganz klassisch jeweils einen Volume- und Tone-Regler pro Humbucker spendiert.

Die ab Werk aufgezogenen Flatwound-Saiten starten ihre Reise Richting Kopfplatte, von einem für dieses Modell designten Tailpiece. Anschließend laufen sie über die hauseigene ART-1 Bridge, deren Metallsteg, wie schon erwähnt, auch gegen einen mitgelieferten Holzsteg getauscht werden kann. Bei genauerer Betrachtung des Tailpiece fällt eine kleine Unsauberkeit im Finish an der Innenseite auf. Abgesehen davon ist das Instrument aber tadellos verarbeitet.

Beim eingeleimten Hals der 628-mm-Mensur hat man sich für eine dreiteilige Konstruktion entschieden, die aus Mahagoni und Ahorn besteht. Das Ebenholzgriffbrett ist mit 20 Medium-Bünden bestückt und rundet mit seinen Pearl & Abalone Block-Griffbretteinlagen das Halsdesign stimmig ab. Ein Knochensattel markiert den Halsübergang zur Kopfplatte, und wie der Rest der Hardware sind auch die Tuner vergoldet, zu denen der Hersteller keine weiteren Angaben macht.

Wie bei den anderen George Benson Signature-Modellen des Herstellers sorgt auch hier im Korpusinneren ein Sustainblock dafür, dass das Instrument auf Feedback deutlich weniger empfindlich reagiert.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Verarbeitung
  • Design
  • Sound
  • Bespielbarkeit
  • Koffer
  • Austauschoption am Steg

  • keins

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