Test
2
18.07.2019

Fazit
(4.5 / 5)

Brutal, was die kleinen Boxen an Basswiedergabe und auch an Gesamtlautstärke abliefern. Und brutal präzise sind sie dabei auch noch. Die beworbene Linearität von Frequenzgang und Phasenverhalten, die mit Hilfe von DSP-Power und D'Appolito-Anordnung seitens des Herstellers versprochen wird, bestätigt sich im Test. Die IK Multimedia iLoud MTM klingen für mich bereits in ihrer Grundeinstellung unerwartet präzise und schönen kein bisschen. Bei dem sauberen Stereobild, den gestochen scharfen Transienten und den unverwaschenen, kraftvollen Bässen habe ich den Eindruck mit einem Präzisionswerkzeug abzuhören. Zum schwelgerischen, genussvollen Musikkonsum lädt mich die iLoud MTM nicht ein. Wenn es aber darum geht, genau hinzuhören, analytisch an Mischungen oder Klänge heranzugehen oder beispielsweise technische Fehler zu hören und dadurch ausmerzen zu können, bietet IK Multimedia mit ihren iLoud MTM die passende Abhöre. Eine Auto-Power-Funktion oder einen Digitaleingang – wie beispielsweise die Bluetooth-Anbindung bei der Vorgängerbox iLoud Micro – würde ich mir wünschen, was aber bei einem Stückpreis von etwa 400 Euro (Stand 17.7.2019) wahrscheinlich nicht realisierbar ist und vielleicht etwas für eine MTM Mk II wäre. Und ansonsten stelle ich mir die Frage, die auch Neo von Morpheus gestellt bekam: Bleibe ich im Wunderland der Schönfärberei oder möchte ich die Wirklichkeit hören?

  • Pro
  • präziser, linearer, neutraler Klang
  • sehr viel Bassvolumen trotz kleiner Bauform
  • mitgeliefertes Einmesssystem
  • flexible Aufstellung horizontal, vertikal oder auf Stativ
  • Contra
  • keine Auto-Power-Funktion
  • Features und Spezifikationen
  • aktiver Nahfeldmonitor mit DSP
  • automatische Einmessfunktion per mitgeliefertem Mikro und Zubehör
  • Class-D-Verstärker, bi-amped, 70/30 Watt RMS
  • Midwoofer: 2 x 3,5 Zoll (Polypropylen)
  • Hochtöner: 1 Zoll (Seidenkuppel)
  • Bassreflexöffnung rückseitig
  • Frequenzgang: 50 Hz–24 kHz (±2 dB)/40 Hz -6 dB ohne Kalibrierung, -3 dB mit Kalibrierung
  • Übergangsfrequenz: 3,1 kHz
  • Phasengang: kohärent innerhalb ±15° von 200 Hz bis 20 kHz
  • Max. SPL @ 1 m: 103 dB (bei Sinus >/= 200Hz), 93 dB bei rosa RauschenEingänge: Klinke-XLR-Kombibuchse (symmetrisch)
  • Messmikrofoneingang: Miniklinke
  • Service-Port: USB
  • HF Trim: -2 dB, ±0 dB, +2 dB @ 8 kHz
  • LF Trim: -3 dB, ±0 dB, +2 dB @ 100 Hz
  • LF-Extension: High-Pass wahlweise 40, 50 oder 60 Hz
  • Schreibtisch-EQ: -4 dB @ 160 Hz und +1 dB bei 1,8 kHz
  • Stromversorgung: 90 bis 240 Volt AC, 50/60 Hz, 120 Watt Stromverbrauch
  • Maße: 26,4 x 16,0 x 13,0 cm (H x T x B)
  • Gewicht: 2,5 kg (inklusive Standfuß)
  • Preis (Stück): € 399,– (Straßenpreis am 17.7.2019)
Veröffentlicht am 18.07.2019

Pro & Contra

  • präziser, linearer, neutraler Klang
  • sehr viel Bassvolumen trotz kleiner Bauform
  • mitgeliefertes Einmesssystem
  • flexible Aufstellung horizontal, vertikal oder auf Stativ

  • keine Auto-Power-Funktion

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