Test
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24.02.2017

IK Multimedia iRig Acoustic Stage Test

Pick-Up-System mit eingebautem EQ und USB-Interface

Darf es etwas mehr sein? Ein abnehmbares Mikrofon für alle Arten von Akustikgitarren.

Mit dem iRig Acoustic Stage kommt IK Multimedia mit einem System, das viel Gutes verspricht: Ein Mikrofon zum Anstecken für jegliche Akustikgitarren – egal ob Western-, Konzertgitarre oder Ukulele. Mit Feedbackkiller, eingebautem EQ und Recording Interface will das kleine Gerät überzeugen und einen warmen, natürlichen Sound aus jeder Akustikgitarre zaubern. Dabei ist das iRig Acoustic Stage nur so groß wie ein Belt Pack und wird mit zwei handeslüblichen Batterien betrieben. Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Wir haben uns dem iRig Acoustic Stage angenommen und verraten euch in diesem Test, ob das Mikro wirklich hält, was es verspricht.

Details

Alles drin, alles dran: Sogar die Batterien sind dabei.

Geliefert wird das iRig Acoustic Stage gut verpackt in einem Etui aus hartem Kunststoff. Öffnet man die Schutzhülle, liegen die Einzelteile, das Mikro mit Kabel, das DSP-Modul, ein abnehmbarer Clip für Gurte und die benötigen Batterien aufgeräumt in Netzen. Da macht nicht nur die Verpackung einen hochwertigen ersten Eindruck. Jedes Einzelteil findet seinen Platz und ist in Sekunden zusammen- und wieder auseinander gebaut.

Das iRig Acoustic Stage mutet von Größe, Form und Gewicht wie ein Belt Pack eines Drahtlossystems an. Mit 136 g Gewicht hat man auch nicht schwer zu tragen und kann das iRig Acoustic Stage problemlos an den Gitarrengurt klippen. Das Mikrofon selbst wiegt übrigens nur 20 g.

Das Mikrofon des iRig Acoustic Stage ist ein MEMS-Mikrofon (MEMS steht für MikroElektroMechanisches System) mit Kugelcharakteristik. Diese Kondensatormikrofone zeichnen sich beispielsweise durch gute Abschirmung von Störsignalen aus und haben einen nicht so hohen Klirrfaktor wie Piezo-Mikrofone. Kurz: Der Klang kann natürlicher sei.

Das Interface wandelt die Signale des iRig Acoustic Stage laut IK Multimedia mit 32 Bit und einer Sample Rate von 48 kHz. Schliesst man das iRig Acoustic Stage über den Klinkenausgang an eine Anlage, so kann man das auch ohne klangliche Verluste mit langen Kabeln machen, da hier mit einer niedrigen Impedanz von 50 Ohm gerabeitet wird. Auch bei den Frequenzen braucht man sich keine Sorgen zu machen: Laut Angaben des Herstellers IK Multimedia überträgt das iRig Acoustic Stage Frequenzen von 30 Hz bis 20 kHz.

Aufbau und Anordnung der Bedienelemente

Die Kabeleingänge (Aux, In, USB und Out) liegen an der Oberseite des iRig Acoustic Stage. Auf der gegenüberliegenden Seite sind zwei Potis zu finden: Mix und Volume. Diese sind unterschiedlich groß, was in der Praxis sehr hilfreich ist, wenn man mal ohne zu schauen den schnellen Zugriff braucht. Was hier nur leider auffällt: Der Volume-Regler fasst sich nicht gut an. Im Gegensatz zum Mix-Regler hat der Volume-Regler ein bisschen Spiel und wirkt nicht stabil – obwohl man diesen wahrscheinlich deutlich häufiger benutzt als den Mix-Regler. Dafür lässt sich der Volume-Regler jedoch im Gehäuse versenken, sodass man nicht versehentlich die Einstellung verändert.

Auf der Vorderseite des iRig Acoustic Stage befinden sich nur zwei Knöpfe: „Cancel Feedback“ und „Tone“. Beide sind, wenn aktiviert, in unterschiedlichen Farben beleuchtet, sodass das Handling sehr einfach ist. Drückt man den Tone-Knopf mehrmals, wechselt das Preset der Reihe nach. So kann man zwischen den vier Presets schnell hin- und herwechseln.

Neben dem On/Off-Schalter an der einen Außenseite befindet sich an der anderen Seite ein Schalter für die Einstellung Phase 0/180. Dieser Schalter ist dann von Bedeutung, wenn man einen bereits vorhandenen Pickup der Akustik Gitarre dem Mikrofon Signal des iRig Acoustic Stage beimischt. Damit es nicht zu Phasenauslöschungen kommt, kann man mit diesem Schalter die Polarität des Signals invertieren.

Auf eine Sache soll hier aber noch hingewiesen werden: Auch, wenn das Handling des Geräts von IK Multimedia durch die einfache Anordnung aller Elemente schon relativ eindeutig ist, gibt es bei Fragen die Bedienungsanleitung. Dieses Handbuch kommt fast gänzlich ohne Worte aus und zeigt mit Bildern alles so verständlich, dass man eigentlich nichts falsch machen kann.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • schnell angebaut
  • einfache Bedienbarkeit
  • guter Sound
  • guter Preis

  • maximal 4 mm Holzdicke am Schallloch möglich
  • Kabel sehr dünn
  • Aufnahme über USB klanglich schwach

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