Test
5
26.02.2019

iMect DJ Player EM für iOS Test

DJ-App

Get App and mix!

„DJ Player Pro“ gilt aufgrund seiner MIDI-, Ableton-Link-, DVS- und Mixer-Kompatibilität als professionelle Auflege-App. Wem dies technisch zu anspruchsvoll ist und wem der Abo-Preis zu kostspielig sein sollte, der könnte jetzt mit der EM-Version gut beraten sein. 10,99 Euro kostet diese, jedoch fehlen etliche Features und damit auch einige Alleinstellungsmerkmale, mit denen sich die App bisher erfolgreich von DJAY, edjing Mix und Cross DJ abheben konnte. Inwiefern sich „DJ Player EM“ dennoch von seinen Kontrahenten unterscheidet und warum es sich dennoch wirklich auszahlt, erfahrt ihr in diesem Testbericht. 

Details

Laut Bedienungsanleitung richtet sich DJ Player EM ausschließlich an Hobby-DJs, die gern zu Hause ein paar Tracks ineinander „daddeln“ möchten. Schließlich beschränkt sich die App funktionell auf zwei Decks mit einem virtuellen Mixer. Die Aufnahmezeit ist auf 60 Minuten limitiert. Der Test erfolgt auf einem iPad Pro, 12,9“, 2018er Generation. Das Programm versteht sich nur mit Apple-Geräten – iPhone, iPad oder iPod Touch. Android Nutzer gucken dagegen in die Röhre.

An Formaten akzeptiert der DJ Player EM alles, was momentan die Datenautobahn als Audio-File kreuzt:

  • MP3 (MPEG-Layer III)
  • AAC (.AAC oder .M4A)
  • STEMS
  • WAV
  • AIFF
  • ALAC

Design

Die Oberfläche des DJ Player EM präsentiert sich puristisch und pragmatisch, ohne viel Schnickschnack. Platzsparende Knobs, wo das Auge hinsieht. Nur der Crossfader kommt klassisch als Schieberegler daher.

Vier Ansichten der Wellenform- und Pad-Anordnung stehen unter dem Layout-Button zur Auswahl. Die Wellenformen sind wahlweise entweder horizontal oder vertikal dargestellt. Die jeweilig dazugehörige Two-Hands-Ansicht bietet größere Pads auf Kosten verkleinerter Wellenformausschnitte.

Jedes Deck bietet neben den Transport-Standards noch Sync in zwei Modi, Tempo- und/ohne Beatsync, Auto-Loops mit bis zu 128 Beats Länge. Jeder Kanal lässt sich per Knob hinsichtlich des Levels, LP- und HP-Filters, 3-Band-EQs (Bass, Mitten, Höhen) und Gains modulieren. Unter dem „More“-Button verstecken sich weitere Optionen pro Deck, wie Slip Mode, Pitch-Umfang, Tonartanpassung, Darstellung und Zoom der Wellenform. Die acht Hot-Cues, das BPM- beziehungsweise Beatgrid-Editing, die STEMS-Kanäle und die Effekte (jeweils drei Slots pro Deck mit bis zu acht Effekten) erweitern nur auf Knopfdruck das GUI.

Per Shift tauchen weitere Features auf, darunter ein Metronom als Hilfe zum manuellen Beatgrid-Editieren, ein Turntable-Brake-Effekt, Pre-Listening für den Kopfhörer und der Record-Button. Zudem erscheinen links und rechts in der Wellenform kleine Pitch-Buttons, mit denen das Tempo um 0,005 Prozent korrigiert werden kann.

Library und Setup

In die Library gelange ich über das „DJ“-Symbol mit Zugriff auf iTunes und den Documents/Recordings-Ordner.

Hinter dem Zahnrad-Icon verbirgt sich das Setup. Der Reiter „Mixer“ kümmert sich um die Master-Lautstärke, Balance und das automatische Drosseln des Bass-EQs beim Blenden mit dem Crossfader. Auch das Cueing per Kopfhörer (Mix, Split, Auto-Pre-Listening), ob die Effekte vor oder nach dem Fader aufliegen sollen und das Crossfader-Adjustment (weiche, steile oder harte Kurve) samt Kanalzuweisung lässt sich einstellen. „Player“ bietet unter anderem Optionen zum Quantisieren, Auto-Gain, Pitchbending und Tonartschreibweise. Unter „Output“ sollte man die getrennte Master/Cue-Signal über ein DJ-Split-Kabel wählen, wie auch die Preview-Option, dazu die Puffer-Größe (Auto,12, 6 und 3 Millisekunden) bei Bedarf anpassen.

Pro & Contra

  • aufgeräumtes Design
  • ergonomisches Handling
  • sauberes Sync-Mixing
  • automatisches Bassreduzieren beim Blenden
  • üppige Effektsektion
  • STEMS-kompatibel

  • nicht intuitiv verständlich

Gehört zu dieser Serie

Verwandte Artikel

User Kommentare

Zum Seitenanfang
ZUR STANDARD WEB-ANSICHT X