Gitarre Hersteller_J_Rockett_Audio_Designs
Test
1
27.11.2019

Praxis

Die folgenden Audiofiles habe ich mit Fender Telecaster und Gibson Les Paul eingespielt, als Amp kommt ein Marshall JVM 410 zum Einsatz, der eine 2x12" Box mit V30 Lautsprechern antreibt, die wiederum von einem SM57 abgenommen wird.

Alle Beispiele habe ich im Klang natürlich nicht weiter bearbeitet, lediglich eine Prise Hall hinzugefügt.
Los geht es mit der Tele und dem Amp allein, anschließend mit dem aktiven Pedal, bei dem alle Regler auf die 12-Uhr-Position zeigen.

Das Pedal liefert einen muskulösen, in den Mitten toll auflösenden Klang, der schon in der Mittelstellung des Gain-Reglers einen kehligen, sustainreichen Sound hervorbringt. Die typischen Klangeigenschaften der Telecaster bleiben erhalten, sie erscheint aber wesentlich fetter als gewohnt.

Im folgenden Beispiel möchte ich herausfinden, wie sich der Level-Regler bemerkbar macht, wenn er weiter aufgedreht wird. Ich starte mit der 9-Uhr-Position und drehe ihn dann auf 12 Uhr, 15 Uhr und abschließend in die Maximalstellung.

Der Level-Regler ist in der Lage, den Input des Amps so weit anzufahren, dass ein fetter Crunch/Lead-Sound zustandekommt. Für meinen Geschmack macht er damit fast schon den Gain-Regler überflüssig.

Aber natürlich interessiert es mich auch, wie der Gain-Regler in das Klanggeschehen eingreift, daher kommt er jetzt an die Reihe. Ich drehe ihn ebenfalls pro Durchgang von 9 Uhr auf 12 Uhr, 15 Uhr und abschließend ganz nach rechts.

Wie erwartet, erhöht sich die Zerrdichte bei höheren Reglerstellungen, allerdings unterscheiden sich die Klänge von aufgedrehtem Level- und Gain-Regler stark, was natürlich für ein breiteres Einsatzgebiet sorgt. Sehr gut! Der Gain-Regler komprimiert für meinen Geschmack vollkommen anders, was für einen weicheren, dickeren Klang sorgt.

Wie sich der Treble-Regler macht, zeigt das nächste Beispiel. Hier drehe ich ihn von ganz links über die Mitte bis ganz nach rechts.

Ganz links werden die Höhen abgesenkt und in die andere Richtung entsprechend verstärkt. Letzteres geschieht zwar recht drastisch, der Klang bleibt dabei aber immer noch in einem sehr gut einzusetzenden Rahmen. Klirrende Sounds sind trotz der von Haus aus eh schon in den Höhen prominenten Telecaster nicht zu hören.

Den Vorgang aus dem Beispiel zuvor wiederhole ich jetzt mit dem Fat-Regler.

Der Fat-Regler addiert mehr "Bauch" zum Sound und fettet diesen ordentlich an. Interessanterweise erfährt man beim Spielen diesen Zuwachs drastischer als der Zuhörer.

Für die folgenden Audiobeispiele drehe ich den Gain-Regler auf 14 Uhr, Treble und Fat positioniere ich auf 15 Uhr. Zuerst ist die Telecaster, dann die Les Paul bei identischen Pedal-Settings zu hören.

Das Hot Rubber Monkey bearbeitet die gänzlich unterschiedlichen Gitarren souverän, lässt die typischen Merkmale bestehen, drückt ihnen aber deutlich den eigenen Stempel auf. Heraus kommt ein fetter, kehliger Rock-Crunchsound, mit dem sich auch sehr gut solieren lässt und der sich im Bandgefüge wunderbar durchsetzt.

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • tadellose Verarbeitung
  • dynamischer, kehliger Overdrive-Sound
  • klanglich sehr variabel
  • belässt Gitarren ihre typischen Eigenschaften
  • ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis

  • Beschriftung schlecht ablesbar

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