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Test
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07.10.2019

J. Rockett Audio Designs The Dude V2 Test

Overdrive-Pedal für E-Gitarre

Cremig für Kenner

Der J. Rockett Audio Designs The Dude V2 Overdrive der amerikanischen Pedal-schmiede, die 2006 von Chris van Tassel und Jay Rockett gegründet wurde, ist die zweite Auflage des von uns bereits getesteten The Dude Overdrive, der in seinem Test durchaus überzeugen konnte.

Klanglich lehnt sich auch das aktuelle Pedal an einen der begehrtesten Amps überhaupt an, den Dumble Overdrive. Der Sound dieses Verstärkers gehört für viele zum Heiligen Gral der Röhrenverstärkergeschichte, und entsprechend viele Pedalbauer versuchen, den legendären Klang in kleinem Gehäuse anzubieten. Ich bin sehr gespannt, an welchen Punkten der US-Hersteller bei der Neuauflage nachjustiert hat.

Details

Optik/Verarbeitung:

Geliefert wird das The Dude V2 sicher verpackt in einem Karton, in dem sich keine Gummifüßchen befinden. Sucht man nach weiteren Informationen bezüglich der Bedienung, wird man auf der Herstellerwebsite fündig. Im Karton liegt auch eine kleine Bedienungsanleitung bei, wobei die Betonung auf klein liegt.

Wie alle von mir bereits getesteten Pedale aus dem Hause J. Rockett Audio Designs macht auch das The Dude V2 Pedal einen ausgesprochen hochwertigen Eindruck.
Der in den USA gefertigte Overdrive bringt bei Abmessungen von 60 x 49 x 100 mm (BxHxT) satte 408 Gramm auf die Waage und sollte aufgrund der robusten Bauweise den rauen Musikeralltag locker wegstecken. Wie das Vorgängerpedal wurde auch die zweite Auflage mattschwarz lackiert und die Schrift auf der Oberseite in Weiß gehalten. Die fällt wie zuvor auch ausgesprochen klein aus, was das Ablesen fast unmöglich macht, es sein denn, man hält sich das Pedal direkt vor die Augen.

Ein- und Ausgangsbuchsen befinden sich wie der Netzteilanschluss an der Stirnseite. Das The Dude V2 verlangt nach den standardisierten 9-Volt-Gleichstrom, die die meisten Pedalnetzteile oder auch zentrale Spannungsversorgungen üblicherweise liefern. Man ahnt es schon, ein Netzteil ist nicht Teil des Lieferumfangs und Batteriebetrieb nicht möglich, wovon ich mich mit einem Blick in das sauber verarbeitete Innere des Pedals überzeugen konnte.

Optisch unterscheidet sich die Version zwei anhand der veränderten Potiknöpfe von der vorherigen. Ansonsten erscheinen die beiden Pedale identisch. J. Rockett begründet die Änderung der Reglerknöpfe laut Bedienungsanleitung mit einer besseren Ablesbarkeit. Das kann ich leider nicht bestätigen, denn die glänzenden Knöpfe erschweren das Ablesen der weißen Skalenstriche erheblich.

Mit den vier Potis auf der Oberseite lässt sich der Klang weiter verfeinern:

Level: sorgt für die gewünschte Ausgangslautstärke. Dieser Regler soll sich im Vergleich zum Vorgängermodell etwas moderater verhalten. Weiter aufgedreht kann die Eingangsstufe eines Verstärkers geboostet werden.

Treble: bearbeitet das Höhenbild. Nach links gedreht werden sie abgedämpft, nach rechts gepusht.

Deep: bearbeitet die tiefen Frequenzen. Verhält sich wie der Treble-Regler, nach links gedreht werden die Frequenzen abgedämpft, nach rechts gepusht.

Ratio: weitestgehend vergleichbar mit einem Gain-Regler.

Ein satt einrastender Fußschalter aktiviert das Pedal, was von einer grünen LED angezeigt wird. Auch hier hat J. Rockett eine weitere Optimierung vorgenommen. Bei dem Schalter, der das Pedal aus dem True-Bypass weckt, soll es sich laut Hersteller um eine Noisless-Variante handeln.

Insgesamt hinterlässt das Pedal, wie nicht anders von den amerikanischen Boutique-Pedalspezialisten erwartet, einen sehr guten Eindruck und ich bin schon sehr gespannt, wie es sich im folgenden Praxisteil schlagen wird.

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • tadellose, solide Verarbeitung
  • Sound
  • Boost Sound
  • Effektive Klangregelung

  • Ablesbarkeit der Einstellungen

Gehört zu dieser Serie

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