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31.08.2016

Jam-Tracks Vol. 5 - Dorisch

Gitarren-Workshops: Jam- und Backing-Tracks zum Solo-Üben und Jammen

In dieser Folge steht eine weitere Skala aus dem Dur-Tonleiter-Kosmos im Mittelpunkt. Die Dorische Skala wird von der zweiten Stufe einer Dur-Tonleiter gebildet und kann über Moll-Pattern gespielt werden, charakteristisch ist hierbei die große Sexte. Weitere Infos zur Tonleiter findet ihr in unserem Harmonielehre-Workshop von Haiko Heinz.

Die Band spielt einen Mid-Tempo-Groove mit leichtem Sechzehntel-Swing-Feel. Ein kompletter Durchgang besteht aus 16 Takten und die Harmonien wechseln recht entspannt von m7 nach m6. Knackpunkt an der Sache ist aber ein radikaler Tonartwechsel um drei Halbtöne nach oben, der nach acht Takten kommt. Die komplette Akkordfolge wird insgesamt viermal gespielt. So sehen die Harmonien des ersten Jamtracks, der in F#m startet, aus.

Jamtracks & Skalen

Hier sind die vier Jamtracks, jeweils in unterschiedlichen Tonarten.

Selbstverständlich könnt Ihr mit unterschiedlichen Tonleitern arbeiten. Wie so oft eignet sich die Pentatonik sehr gut zum Improvisieren. Wenn das Solo einen bluesigeren Touch bekommen soll, ist die Blues Scale eine Option. Die Dorische Skala ist für diesen Jamtrack am besten geeignet. Hier sind noch einmal die unterschiedlichen Tonleitern mit Intervallstruktur in der Gitarristentonart A:

1 b2 2 b3 3 4 b5 5 b6 6 b7 7
Pentatonik A C D E G
Blues Scale A C D Eb E G
Dorisch A B C D E F# G

Fingersätze für die drei Skalen findet ihr hier:

Workshop: Von Pentatonik bis Blues Scale - die 5 besten Rock Scales

Jetzt müsst ihr euch nur noch den Harmonien anpassen und die Skalen den Akkorden entsprechend wechseln. Hier sind die Möglichkeiten für den ersten Jamtrack mit Start in F#m. Bei den anderen muss entsprechend transponiert werden.

F#m7, F#m6 Am7, Am6
F#m Pentatonik Am Pentatonik
F#m Blues Scale Am Blues Scale
F# Dorisch A Dorisch

Tipps zum Üben

Position/Lage beibehalten

Die zwei Tonarten sind immer eine kleine Terz auseinander, dadurch können zwei Pattern sehr gut miteinander kombiniert werden. Nehmen wir wieder F#m als Beispiel. Ihr startet mit der Dorischen Tonleiter in F# im zweiten Bund, wenn Am an der Reihe ist, bleibt ihr in der zweiten Lage und spielt die Dorische Tonleiter in A in dieser Lage.

Spielt alle vier Durchgänge in dieser Lage. Bei Neustart des Jamtracks geht ihr in die nächste Position und spielt erneut alles in dieser Lage. Wenn ihr mit allen Positionen vertraut seid, dann versucht einmal, bereits bei jedem neuen Durchgang die Position zu verändern.

Konstante Notenwerte

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber zum Lernen der Skalen sind konstante Notenwerte sehr hilfreich. Dabei müsst ihr die Skala nicht der Reihe nach hoch und runter spielen. Freie Tonwahl ist angesagt, aber alles mit konstanten Notenwerten.

Licks

Auch Licks lassen sich hiermit wieder gut trainieren. Wenn ihr ein zweitaktiges Lick habt, könnt ihr das während der acht Takte in der ersten Tonart in vier Variationen spielen:

  • A - Lick in normaler Position
  • B - Lick komplett eine Oktave (12 Bünde) höher oder tiefer - je nach Ursprungsposition
  • C - Lick in anderer Lage, bzw. auf anderen Saiten
  • D - Lick wieder in der normalen Position

Beim Tonartwechsel spielt ihr das Lick nur zweimal in der anderen Tonart, dann geht es wieder zurück in die Ursprungstonart. Sucht euch dafür entsprechende Varianten aus. Mit diesem System lassen sich Licks sehr gut festigen.

Gehört zu dieser Serie

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