Gitarre Hersteller_Dunlop
Test
1
15.01.2020

Praxis

Für die Soundfiles parke ich die Pedale ganz standesgemäß vor einen leicht angecrunchten Plexi, um ihren Einsatzbereich optimal abbilden und ein authentisches Setting generieren zu können. Bei der Gitarre fällt die Wahl auf eine Fender Stratocaster.

Fuzz Face

Beginnen wir mit dem Fuzz Face. Hier erhalten wir klassische Fuzzsounds, wobei das Hinzuschalten des Buffers das Signal um einige erfrischende Höhen bereichert.

Volume Fuzz Transistor Buffer
12:00 12:00 Germanium Off/On

Der Sound ist schön knurrig, löst aber trotzdem gut auf. Hier ein Beispiel mit den typischen Hendrixfills

Volume Fuzz Transistor Buffer
10:00 13:00 Germanium On

Im Folgebeispiel setze ich die Verzerrung auf das Maximum und schalte zwischen den beiden Fuzz-Typen um. Die Veränderung ist marginal, dennoch klingt die Germaniumvariante leicht bedeckter und wärmer als der Silizium-Modus.

Volume Fuzz Transistor Buffer
10:00 Max Silizium-Germanium On

Zum Abschluss noch ein Beispiel im Silizium-Setting:

Volume Fuzz Transistor Buffer
13:00 13:00 Silicon On

Octavio

Kommen wir nun zum Octavio Fuzz. Prinzipiell haben wir es hier mit einem klassischen Fuzzpedal zu tun, bei dem wir, falls erwünscht, den Octaver-Effekt hinzuschalten können. Bereits ohne obere Oktave bekommt man hier einen attraktiven Fuzzton, und die Möglichkeit, beide Effekte zu trennen, unterscheidet das Pedal auch von der 2017er Edition. Aktiviert man die obere Oktave, erhält man die typische Obertonakzentuierung dieses Effektes. Bei mehrstimmigen Akkorden muss man etwas aufpassen, da dieser Effekt eher in homophonen Gefilden seine Stärke ausspielt.

Volume Fuzz Octave
13:00 14:00 Off/On

Solosounds gehen mit dem Octaver sehr gut von der Hand und der Zerrgrad reicht allemal aus, um singende Bendings umzusetzen.

Volume Fuzz Octave
15:00 16:00 On

Auch mit dynamisch etwas feiner gespielten Fills kann das Pedal umgehen. Im Folgebeispiel hört ihn den Effekt ohne Oktave:

Volume Fuzz Octave
13:00 13:00 Off

Nicht nur im Vintagebereich, sonder auch im Indie- oder Alternative-Genre kann der Octavio punkten. Insgesamt muss man dem Pedal trotz seiner gerade mal zwei Regler und des einen Knopfes wirklich eine gute Flexibilität bescheinigen.

Volume Fuzz Octave
11:00 14:00 On

Uni-Vibe

Als Nächstes begebe ich mich in die angenehm wabernde Sphäre des Uni-Vibe Modells. Hier kann man von subtilem Schweben bis zu extremen Sounds alles hervorbringen. Zu Beginn hört ihr ein Picking bei eher moderatem Effektsetting

Speed Depth Level Chorus/Vibe
11:00 12:00 13:00 Chorus/Vibe

In Anlehnung an einen Raging Honkies-Song, gespielt von Michael Landau, hört ihr hier das Univibe über einen stärker verzerrten Marshall. Der tiefe "Woosh"-Sound des Phase-Shifters kommt hier sehr mächtig zum Vorschein.

Speed Depth Level Chorus/Vibe
10:00 15:00 13:00 Chorus

Auch bei Solofills kann der Univibe überzeugen und dickt den Sound ordentlich an.

Spee Depth Level Chorus/Vibe
10:00 13:00 13:00 Chorus

Extreme, Rotary-artige Effekte kann man durch Aufreißen des Speed-Reglers sehr gut realisieren.

Speed Depth Level Chorus/Vibe
Max 15:00 15:00 Vibe

Band of Gypsys

Zum Abschluss fehlt noch das Band of Gypsys-Fuzz. Die Beschreibung von Dunlop trifft den Kern ganz gut: Der Fuzzton dieses Pedals ist deutlich aggressiver und "giftelt" etwas mehr als das Fuzz Face. Übrigens handelt es sich bei der Schaltung um ein Octavio Fuzz, nur ohne die Oktaverfunktion.

Output Fuzz Tone
13:00 13:00 14:00

Der Tonregler arbeitet sehr effektiv und gestaltet den Klang auch etwas dunkler und wärmer, falls man diesen Fuzztypus als zu aggressiv empfindet.

Output Fuzz Tone
13:00 11:00 10:00

Erhöht man den Gain, erhält man die "kaputten", komprimierten und wegbrechenden Fuzzsounds, wie man sie z.B. auch von der ZVex Fuzz Factory kennt. Auch diese Sounds werden vom Band of Gypsys Pedal sehr attraktiv wiedergegeben.

Output Fuzz Tone
14:00 16:00 14:00

Auch offene Akkorde über sechs Saiten und Powerchord-Riffs kommen mit dem Fuzz relativ druckvoll rüber und besitzen Charme:

Output Fuzz Tone
12:00 15:00 13:00

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • variantenreiche, authentische Hendrix-Sounds
  • sinnvolle neu Features (Buffer, Oktave)
  • ansprechende Grafik
  • tadellose Verarbeitung

  • keins

Gehört zu dieser Serie

Verwandte Artikel

User Kommentare

Zum Seitenanfang
ZUR STANDARD WEB-ANSICHT X