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Test
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10.01.2020

Kaufberatung und Vergleichstest Modulationseffekte für Synthesizer

Die optimalen Modulationseffekte für Synthesizer finden

Welche Modulationseffekte eignen sich am besten für Synthesizer?

Sie gehören zu den Synthesizern wie die Reifen an das Auto: Modulations-Effekte. Sie haben die Entwicklung von Keyboard-Sounds entscheidend mitgeprägt. In den vielen Jahrzehnten der Popmusik lieferten sie oft stilprägende Sounds, die Musikgeschichte schrieben und sich bis heute gehalten haben. Modulations-Effekte wie Phaser, Flanger oder Rotary beleben nicht nur Gitarren, sondern auch jegliche Keyboard-Klänge, angefangen beim E-Piano bis hin zum Synthesizer. Was wäre schon ein Rhodes ohne ein sanftes Tremolo oder ein Synth-Pad ohne einen Chorus Ensemble? Nicht immer sind bei Keyboards und Synthesizern Modulations-Effekte mit an Bord. Aber zum Glück gibt es reichlich Boden-Pedale, die diesen Job gerne übernehmen. Bei dem stetig wachsenden Angebot verliert man allerdings schnell den Überblick, welches Pedal den persönlichen Bedarf am besten abdeckt. Wir führen euch durch den Dschungel der Modulations-Effekte und zeigen, worauf es ankommt und welche Geräte am besten euren Bedarf abdecken.

KAUFBERATUNG

Quick Facts: Modulation

Was bedeutet Modulation?

Modulation ist ein Vorgang, bei dem ein zu übertragendes Nutzsignal einen Träger verändert. In der Musik spricht man dabei von einer Klangveränderung, die durch ein Effektgerät erzeugt wird.

Modulation im Detail

Modulation beschreibt grundsätzlich einen Vorgang, bei welchem die Sound-Quelle durch Hinzugabe eines Effektes in ihrem Grundklang verformt und manipuliert wird. Anders als bei einem Reverb oder Delay, bei dem das Kern-Signal oft unberührt bleibt und eher verlängert wird, wirkt eine Modulation meist direkt auf den Grundsound ein. Es gibt verschiedenste Arten der Modulation, die sich wiederum in Sub-Spezies unterteilen lassen: Pitch-Modulation (Vibrato, Chorus), Lautstärke-Modulation (Tremolo, Stutter), Frequenz-Modulation (Phaser, Flanger), Filter-Modulation und noch viele mehr. In den 70er und 80er Jahren wurden vor allem die Klassiker Chorus/Phaser/Tremolo genutzt, mit Vertretern wie dem BOSS CE-1 oder dem EHX Small Stone. Durch den technischen Fortschritt hat sich spätestens seit dem Computer-Zeitalter die Diversität an Modulations-Effekten dermaßen vervielfacht, dass man heutzutage kaum noch alle verschiedenen Modulations-Arten und die entsprechenden Pedale in einem Artikel auflisten könnte. Modernere Effekte und Konzepte wie Bitcrusher, Granular-Synthese oder FM finden sich in Geräten wie dem Strymon Mobius oder dem BOSS MD-200 wieder.

Wozu braucht man Modulation?

Modulation ist grundsätzlich dazu da, Instrumenten zusätzliches Leben einzuhauchen und ihnen einen besonderen Klangcharakter zu verpassen. Ein E-Piano oder ein Moog Synth bieten zunächst einen monotonen, statischen Klang, der durch Modulations-Pedale wie beispielsweise Chorus oder Flanger in Bewegung gerät. Speziell bei Synthesizern wird Modulation häufig dazu genutzt, um die Sounds zum „Schweben“ zu bringen. Ein Tremolo empfiehlt sich beispielsweise eher für Gitarren oder Rhodes mit ausklingenden Akkorden. Gezielte Modulation kann immer dabei helfen, den Charakter eines Songs oder herauszuschälen und ihn einzigartiger zu machen. Bei extremer Nutzung und Verfremdung kann sie außerdem zur Sound-Neuschöpfung führen. 

Was sollte ich beim Kauf eines Modulationseffekts beachten?

Wollt ihr euch ein Modulations-Pedal für euer Keyboard anschaffen, steht an erster Stelle die Frage, für welche Art von Keyboard/Synthesizer das Pedal gedacht ist. Benötigt ihr eine Modulation für euren Stereo-Synth (beispielsweise Dave Smith Prophet 08 oder Korg Minilogue), entfallen tendenziell schon einmal alle Pedale, die keinen Stereo-Eingang besitzen – es sei denn, ihr wollt ohnehin nur in Mono arbeiten. Bei monophonen Synthesizern (bspw. Arp Odyssey oder Behringer K-2) ist das unabdingbar, weswegen sich hier Mono-Pedale schon eher eignen. Als nächstes solltet ihr euch überlegen, welche Art der Modulation gewünscht ist. Benötigt ihr ausschließlich einen Tremolo-Effekt für euer E-Piano, seid ihr mit dem Source Audio Vertigo Tremolo bereits fabelhaft versorgt. Wollt ihr euch hingegen breit aufstellen und eine ganze Palette an Modulations-Effekten abdecken, empfiehlt sich eher ein Multi-Modulations-Pedal wie etwa das Strymon Mobius, oder das Boss MD-200. Natürlich spielt auch immer die Frage nach dem Budget eine Rolle beim Pedal-Kauf. Wird das Modulations-Pedal bei euch eher eine untergeordnete spielen und nur subtil zum Einsatz kommen, reicht womöglich schon ein etwas preiswerteres Pedal. Wird der Bodentreter allerdings euer Go-To Live-Begleiter mit exzessivem und hörbarem Einsatz, solltet ihr schon auf ein robustes, hochwertig klingendes zurückgreifen. Je nach Umfang und Qualität variieren die Preise für Modulations-Effekte zwischen 50 und 500 €, wobei wir es unter 100 € meist mit Einzel-Effekten und ab 300 € mit Multi-Modulations-Effekten zu tun haben.

Weiter geht's zu den Tests von Einzel- und Multi-Modulations-Effekten.

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