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Test
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07.12.2017

KMA Audio Machines Wurm Test

Distortion-Pedal

Metal-Zerrmaschine

Das KMA Audio Machines Wurm Distortion-Pedal hatte keinen allzu langen Weg bis ins bonedo Testlabor zurückzulegen, denn seine Schöpfer sitzen im Herzen Berlins. Seit 2013 wird unter dem Markennamen KMA eine noch überschaubare, aber durchaus anspruchsvolle Serie an handgearbeiteten Effektpedalen gefertigt.

Basierend auf dem Boss HM2 MIJ Distortion, das nicht mehr hergestellt wird, hat sich zum heutigen Test das KMA Audio Machines Wurm Pedal eingefunden, das mit erweiterten Regel- und Einstellmöglichkeiten aufwarten kann. Was diese in der Praxis bewirken, soll unser heutiger Test zeigen.

Details

Optik/Verarbeitung:

Das Boss HM2 MIJ lieferte den Sound, der in den 1980er und 1990er Jahre bei schwedischen Chainsaw Metal-Bands wie Dismember und Entombed bevorzugt zum Einsatz kam. Allerdings wird dieses Pedal, wie bereits erwähnt, nicht mehr hergestellt. Diese Lücke schließen und einiges mehr möchte KMA mit dem Wurm, einem Distortion-Pedal, das neben dem legendären Sound des HM2 auch eine eigene Klangnote bieten soll. Mit diversen Regelmöglichkeiten, auch in seinem Inneren, lässt es sich dem persönlichen Geschmack anpassen.

Der Wurm Distortion wird sicher verpackt zusammen mit einer Bedienungsanleitung in einem Karton geliefert, in dem allerdings Gummifüßchen, Klettband oder ähnliches fehlt, was zur Befestigung des Pedals dienen könnte oder es vor dem Wegrutschen auf glatten Oberflächen bewahrt.

Auffälligstes Merkmal des 322 Gramm schweren und 120 mm x 101 mm x 49 mm (L x B x H) großen Distortion-Pedals ist sicherlich der grüne LED-Ring, der Teil der schwarz-weißen Lackierung ist, die einen zähnefletschenden Comic-Wurm darstellt. Vier EQ-Bänder mit Highs, High Mids, Low Mids und Lows sind an Bord, genau wie ein Volume-Regler, der die Ausgangslautstärke bestimmt, sowie ein Terror-Poti rechts daneben, das für die Zerr-Intensität verantwortlich ist. Ein Metallfußschalter aktiviert das Pedal, das im ausgeschalteten Zustand über einen True-Bypass verfügt. Der sorgt dafür, dass das eingehende Signal an den Ausgang weitergeleitet wird, ohne die Schaltung durchlaufen zu müssen.

Die Ein- und Ausgangsbuchsen befinden sich an der rechten und linken Gehäuseseite, ein 9-Volt-Gleichstrom-Netzteil mit Standardbuchse wird an der Stirnseite angeschlossen. Dieser Stromspender gehört jedoch nicht zum Lieferumfang, wird aber dringend benötigt, weil ein Batteriebetrieb nicht möglich ist. Meiner Meinung nach sollte ein Adapter bei einem Preis von deutlich über zweihundert Euro durchaus beiliegen, zumal man das Pedal ohne Netzteil nicht betreiben kann.

Will man in das Innere des Wurms gelangen, müssen vier Schrauben auf der Unterseite entfernt werden. Der Blick in das Innenleben des Pedals zeigt die bereits erwähnten erweiterten Regel- und Einstellmöglichkeiten in Form von vier kleinen Trimmpotis und zwei DIP-Schaltern.

Die vier Trimmpotis bestimmen die Center-Frequenzen der vier Klangregler auf der Oberseite, die bei Auslieferung in der 12-Uhr-Stellung folgende Werte als Ausgangsbasis haben:

Mit den beiden DIP-Switches lässt sich der Charakter der Klangregelung zwischen Boss HM2 und KMA Wurm umschalten. Schalter eins aktiviert den Wurm High Mids Mode, Schalter zwei den "Swedish Chainsaw Sound", für den das Boss HM2 bekannt ist. Stehen beide Schalter auf ON, erhält man eine Soundkombination aus Wurm und HM2. Die Verarbeitung des in Berlin hergestellten Pedals ist hochwertig, einzig die vier kleinen Potis des EQs auf der Oberseite wirken etwas fragil.

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Audiobeispiele

Video

Pro & Contra

  • tadellose Verarbeitung
  • zwei Basis-Sounds
  • flexible Klangregelung durch erweiterte Einstellmöglichkeiten

  • keins

Gehört zu dieser Serie

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