Hersteller_Korg
Test
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21.02.2019

Praxis

Inbetriebnahme & Klänge

Einschalten und abwarten lautet das Credo beim Krome EX: Tatsächlich dauert das Hochfahren der Workstation etwa eine Minute und ist damit genau so lange wie beim Vorgänger. Anschließend kann es aber wirklich losgehen, denn jetzt steht das Touch-Display mit seinem Menü zur Verfügung. Letzteres ist übrigens ein echtes Highlight, denn die Bedienung des Krome EX macht Spaß und ist dank des aufschlussreichen Displays sehr praktisch und intuitiv. Hören wir uns zunächst ein paar der neuen Pianosounds des Korg Krome EX an.

 

Das klingt wirklich ordentlich - die Pianos lassen sich sehr dynamisch spielen und klingen sehr realistisch. Korg hat bei den neuen Klängen großen Wert auf ausklingende Samples gelegt, damit etwaige Looping-Artefakte gar nicht erst auftreten können. Die vielen Grand-Pianos klingen dabei sehr abwechslungsreich: Von hellen Pop-Sounds bis hin zu verträumten und dumpfen Klängen ist alles dabei. Auch die Upright- Pianos klingen sehr schön und heben sich deutlich von den Flügelklängen ab. Das „Soft Upright Piano“ hat mir dabei besonders gut gefallen. Insgesamt kann man sagen, dass die akustischen Pianos sehr gut gelungen sind.

 

Auch im Bereich der E-Pianos wurde die Klangqualität des Krome EX verbessert. Die neuen E-Pianos können sich wirklich „hören“ lassen: Ich bin mir sicher, dass die Rhodes- und Wurlitzer-Sounds in dieser Preisklasse zu den besten ihrer Art gehören.

 

Weitere Klänge

Natürlich dürfen die typischen „Brot und Butter“-Sounds nicht fehlen. Im Krome EX findet man eine Menge der klassischen Sounds wie z. B. Orgeln, Streicher, Synth-Bässe oder Lead-Sounds.

 

Besonders interessant wird es in den Kategorien der Synthesizer-Klänge, denn in den vielen Unterkategorien verstecken sich jede Menge neuer Sounds. Dass sich der Krome EX dabei besonders gut für elektronische Musikproduktion eignet, das lässt sich beim Anspielen nicht verbergen. Egal ob Vocal-Samples, Synth-Pads oder Lead-Sounds: Der Krome EX zeigt hier seine Stärken. Erfreuliches Feature: Zu jedem Sound bietet der Krome EX per Knopfdruck auf den „Drum Track“ Taster einen passenden Beat und lässt im Handumdrehen sehr moderne Beats „abfeuern“. Auch Effekte, die man sonst nur aus fertigen Produktionen kennt, verstecken sich hier. So verfügt der Krome-EX auch über Sidechain-Effekte, so, wie sie z. B. bei „pumpenden“ Flächen zu hören sind. 

 

Drum-Sounds und Grooves

Die Drum-Sounds und Rhythmen sind ein echtes Highlight des Krome EX. Jedes Program verfügt bereits über einen passenden Groove, was sehr inspirierend ist und sofort zum „Jammen“ einlädt. In der Drums-Kategorie können die weiteren Drumkits angespielt werden und auch hier gibt es für jedes Set bereits vorkonfigurierte Drum-Rhythmen. Das kann sich sehen und hören lassen!

 

Combinations

Abschließend möchte ich noch ein paar Beispiele des Combination-Modus geben. Gerade hier laden diverse Presets zum Spielen und Ausprobieren ein. Neben klassischen Layer-Sounds findet man hier viele komplexe Synthesizer-Klänge und bandorientierte Arrangements. Je nach Combination stellt der Krome EX hier sein ganzes Potenzial unter Beweis. Beim Durchsteppen der verschiedenen Combinations entdeckt man jedenfalls eine Menge vielseitiger und überraschender Sounds. Für alle, die sich inspirieren lassen wollen, ist der Combination-Modus „The place to be“. 

Das Touchview-Display des Krome EX

Das Display des Krome EX ist eine wichtige Steuerzentrale der leichtgewichtigen Music Workstation. Das behrührungsempfinliche, kapazitive Touchview-Display informiert über alle relevanten Einstellungen und dient obendrein  zur Auswahl der Sounds aus unterschiedlichen Modi.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Neue, realistische Piano-Sounds
  • Neue Sounds, speziell für EDM, House, etc.
  • Erweiterter PCM-Speicher mit 4 GB an Klangdaten
  • Viele neue Drum Samples: Insgesamt 2.500

  • Kein Aftertouch

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