Hersteller_Korg
Test
5
20.05.2010

Jawohl, das Mini-Kaoss-Pad ist zierlich – aber auch nur äußerlich. Denn in Sachen Qualität und Quantität ist der federleichte und kompakte Partybegleiter gemessen an seinem Preis ein wirklich Großer. Da kann sich mancher FX-Mixer eine Scheibe abschneiden. Die werkseitige Palette ist breit gefächert, die Klangcharakteristik von böse bis subtil. Unzuträgliche Extremwerte bilden die Ausnahme, lediglich bei den Instrumenten sollte man mit Bedacht zu Werke gehen, da sich bei deren Nutzung der Ausgangspegel kräftig erhöhen kann. Die Bedienung der Effektschleuder ist kinderleicht, hier steht der Spaßfaktor klar im Vordergrund. Das Touchpad ist vollflächig nutzbar, allerdings muss der Käufer schon etwas kräftiger drauffassen, sonst sind eventuell ungewollte Wertesprünge möglich. Beatsynchronisation, Release-FX und Hold bringen mixtechnischen Mehrwert, für besondere Einstellungen gibt es sogar zwei Speicherplätze. Gerade reiselustige Vinylisten und CD-Jockeys sollten unbedingt einen Blick riskieren, denn der Bursche passt in die Jackentasche und hält mit vier Mignonzellen beladen rund fünf Stunden durch. Am Einsatzort empfiehlt sich ein Mixer mit Effektwegen, denn das MKP hat keine Preamps für den direkten Anschluss an einem Turntable. Wer ein DVS-System besitzt, hat zwar meist ein internes Effektgeschwader, schätzt aber vielleicht die intuitive Steuerung des kleinen Kaoten und spart zudem Prozessorlast. Wenige Dinge würde ich in einer Revision gern geändert sehen: Zum einen stört der recht hohe Pegelabfall Workflow und Performance. Zum anderen wären Regler zur Anpassung der Pegel (In und Out) wünschenswert. Auch ein Batterieindikator wäre sehr hilfreich, damit man keine bösen Überraschungen erlebt. 190 Euro UVP ruft Korg für den Kampfzwerg auf. Ein äußerst verlockendes Angebot. DJs und Musiker, die auf MIDI, Sampleplayer und Mikrofon-Eingang verzichten können und stattdessen ein unkompliziertes, gut klingendes Out-of-the-Box Gerät suchen empfehle ich: `Reinhören!

  • Pro
  • Guter Klang
  • Kompakte Abmaße
  • Intuitive Steuerung
  • Gutes Preis/Leistungsverhältnis
  • Weicher Ausklang durch Release-FX
  • Touchpad vollflächig nutzbar
  • Temposynchronisation
  • Contra
  • Pegelabfall am Line-Ausgang
  • Kein Batterieindikator
  • Features
  • Kompaktes und leichtes Effektgerät
  • 1x Stereo-Cinch-In, 1x Stereo-Cinch-Out
  • 1x berührungsempfindliches Touchpad
  • 100 zum Teil BPM-synchronisierbare Effekte
  • TAP-Taster zur manuellen Tempoermittlung
  • FX RELEASE-Funktion
  • Hold-Button
  • Zwei Memorybänke
  • 3,5 mm Kopfhörernschlus mit Volume
  • Batteriespeisung
  • Optionaler Netzteilbetrieb
  • Intuitive Bedienung
  • UVP: 190 Euro

Herstellerlink: KORG

Veröffentlicht am 20.05.2010

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Guter Klang
  • Kompakte Abmaße
  • Intuitive Steuerung
  • Gutes Preis/Leistungsverhältnis
  • Weicher Ausklang durch Release-FX
  • Touchpad vollflächig nutzbar
  • Temposynchronisation

  • Pegelabfall am Line-Ausgang
  • Kein Batterieindikator

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