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05.02.2020

Lady Gaga wettert gegen Musik-Piraterie – mit geklauten Bildern

Shutterstock antwortet dem unbedachten Tweet

Am vergangenen Wochenende tauchte plötzlich ein neuer Song von Lady Gaga im Internet auf und versetzte Fans der Sängerin in Aufruhr. Seit bald vier Jahren warten die Anhänger und Anhängerinnen bereits auf ein neues Solo-Album der Künstlerin. Innerhalb der vergangenen Monate gingen die Spekulationen und Fan-Theorien immer mehr durch die sozialen Netzwerke. Vor wenigen tagen folgte mit dem unverhofften Leak des Songs "Stupid Love" dann der vorläufige Höhepunkt der Gaga-Hysterie. 

Der exzentrischen Künstlerin, die zuletzt eher als Schauspielerin in Erscheinung getreten war, ging diese unatorisierte Veröffentlichung ihrer vermeidlich neuen Single natürlich gewaltig gegen den Strich. Ihr gehen so nicht nur ein Teil Einnahmen des Songs flöten, sondern vor allem der Überraschungsmoment einer Comeback-Single. Die Promo-Strategie dürfte damit ebenso hinüber sein, wie der Spannungsbogen. 

Gaga reagierte nun mit einem Bild auf Twitter und Instagram, welches aus zwei Stockfotos einer maskierten Frau beim Musikhören zeigt. Die simple Message: "can y'all stopp". Natürlich positioniert sich die Sängerin damit gegen Musik-Piraterie im Internet. 

Was Lady Gaga bei ihrem Tweet wohl nicht bedacht hat: Die verwendeten Stockfotos, die sie, anhand des Wasserzeichens offensichtlich, von dem Portal Shutterstock hat, hätte sie ebenfalls bezahlen müssen. Und so wird aus Piraterie-Kritik schnell selbst Foto-Piraterie. Shutterstock selbst reagierte recht gelassen auf Gagas Bilderklau und wies die Musikerin ebenfalls via Twitter mit einem Augenzwinkern auf die korrekten Quellen der Bilder und natürlich die Wichtigkeit einer korrekten Bezahlung der Urheber hin. 

 

 

Selbst der beklaute Fotograf Richard Nelson wurde auf die unautorisiert verwendeten Bilder aufmerksam und reagierte ebenfalls köstlich amüsiert via Twitter und stellt kurzerhand eine Wasserzeichen-freie Version seiner Bilder zu Verfügung. 

Damit es beim nächsten Mal besser läuft mit haben wir hier einen kleinen Kompass durch den Jungle der digitalen Medienrechte! 

Und falls ihr selbst mal in die Leak-Falle tappt gibt es hier nur eine kure Nachhilfe in Musik-Recht

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