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26.05.2017

LD Systems Maui 11 G2 Test

Kompakte Säulen-PA

Neue Stäbchen braucht das Land!

LD Systems gönnt seiner Maui-Serie ein Facelifting und optimiert dabei die Technik. So sieht die neue Maui 11 G2 nicht nur schicker aus, sie beherbergt auch mehr Speaker. Das soll in höherer Lautstärke und besserem Sound resultieren, assistiert von 500 Watt RMS und dem neuen DynX-DSP. Außerdem ist ein Vierkanalmixer an Bord. Zu den weiteren Neuerungen zählen eine Bluetooth-Schnittstelle und die Möglichkeit, mit einer weiteren Maui 11 G2 eine Stereo-PA zu fahren. Der getrennt regelbare Subwoofer wurde beibehalten, ebenso der Preis von knapp 700 Euro. Ein Test muss her.

Details

Wenn der Produktname die Anzahl der verbauten Lautsprecher darstellt, müsste die neue Maui G2 eigentlich 13 heißen, da sowohl der Hochtonbereich als auch der Subwoofer um jeweils einen Lautsprecher erweitert wurde. So werkeln im schick designten Birkenmultiplexgehäuse des Subwoofers nun drei 6,5-Zoll-Speaker mit 1,5 Zoll großen Schwingspulen. Und neben den acht 3-Zoll-Mitteltönern arbeiten zwei 1-Zoll-Hochtonlautsprecher im Aluminiumgehäuse der Tonsäule. Das Design wirkt schlanker, obwohl die Maße fast identisch sind. So misst das Bassreflexgehäuse des Subwoofers 285 x 650 x 373 mm und wiegt 17,8 kg. Die Säule ist zweigeteilt und besteht aus der leeren Distanzsäule mit den Maßen 96 x 620 x 104 mm bei 2,5 kg und der Mittel/Hochtonsäule, die 96 x 730 x 104 mm bei 5,5 kg notiert. Das komplette System kommt auf eine Höhe von 2030 mm und ein Gesamtgewicht von 25,8 kg. Wie viele Maui-Modelle ist auch die Elfer in Schwarz und Weiß (Maui 11 G2W) erhältlich.

Technik

Das sechssprachige Manual erklärt die Box in knapper, aber ausreichender Form. So auch den neuen DynX-DSP: Er verwaltet die Frequenzverteilung der drei Bänder, dient als Multiband-Limiter und schützt vor Übersteuerung, Kurzschluss und thermischer Überlastung. Ein Zweck des Multiband-Limiters ist es, Spitzen im jeweiligen Frequenzband abzufedern, damit das System problemlos bei höheren Lautstärken gefahren werden kann. Der Class-D-Verstärker leistet 500 Watt RMS (2000 Watt Spitze). Das System liefert laut Hersteller einen Frequenzgang von 50 – 20.000 Hz und eine kontinuierlichen Lautstärke von 118 dB (124 dB Spitze) bei einem Abstrahlwinkel von 120 x 20 Grad.

Die Master-Regelung des Lautsprechers ist getrennt vom Mixer auf dem Subwoofer-Gehäuse bedienbar; der Subwoofer-Pegel lässt sich abhängig vom Main-Level justieren. Zu den vier Grundanzeigen gehören die Betriebsleuchte, die LED für den Signalfluss, die Limiter-LED und die rote Warnlampe der Schutzschaltung. Daneben befinden sich die Kontrollleuchten für das Setup: Entweder wird die Box als Line-Array benutzt oder die Stäbchen werden via Wandmontage (per optionalem Zubehör) oder auf Stativen getrennt vom Subwoofer betrieben. Der DSP (24 Bit, 48 kHz) reagiert darauf automatisch und optimiert die Komponenten entsprechend.

Neben dem Setup befinden sich die LEDs und der Schalter für Mono- bzw. Stereobetrieb. Standalone sollte die Maui 11 G2 mono gefahren werden, wobei anliegende Stereosignale mono summiert werden. Mit einer zweiten Maui 11 G2 lässt sich via Stereoschaltung der Signalfluss splitten, sodass diese Box nur noch den linken Stereokanal wiedergibt. Der Master-Out reicht jetzt den rechten Kanal des Stereosignals abhängig vom Main-Level weiter.

Die vier Kanäle des Mixers sind wie folgt sortiert: ein Mikrofoneingang mit XLR/Klinke-Kombobuchse, ein Line-In mit zwei Kombobuchsen und Stereo-Cinch-Pärchen, ein Hi-Z-Eingang mit 6,3-Millimeter-Klinkenbuchse und der Bluetooth-Kanal inklusive Miniklinke für externe Einspieler. Abgegriffen werden kann das Master-Signal an einer männlichen XLR-Buchse, wie oben beschrieben.

Optionales Zubehör

Zur Grundausstattung der Maui 11 G2 gehören tatsächlich nur die Boxen ohne weiteres Zubehör. Schutzhüllen und Transporttaschen etwa bietet LD Systems separat an. Ein Muss für den reisenden Anwender, um bequemes Verstauen und sicheren Transport zu gewährleisten. Ebenso optional gibt es Stative und Wandhalterungen für die alternative Säulenmontage in den passenden Farben.

Pro & Contra

  • tolles Design
  • Feedback-fest
  • übersichtlicher Vierkanalmixer
  • stereo und mono schaltbar
  • Subwoofer getrennt regelbar
  • Bluetooth-Schnittstelle störresistent
  • Monitor- und PA-tauglich

  • Eigenrauschen
  • Störgeräusche im Hi-Z-Kanal
  • hakelige Multipin-Konnektoren

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