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11.12.2020

Meinl BassBoX, SnareBoX, Pickup BassBoX und Pickup SnareBoX Test

Bass- und Snareboxen mit und ohne Pickup

Cajonsound per Pedalbetrieb

Meinls Bass- und Snareboxen sind mit und ohne eingebaute Piezo-Pickups erhältlich und werden mit den Füßen gespielt, wofür lediglich noch ein herkömmliches Bassdrum-Pedal benötigt wird. Dadurch bieten sie sich unter anderem für alle diejenigen an, die sich selber etwa beim Gitarrespielen mit einfachen Rhythmuspatterns begleiten möchten. Doch auch in kleinen Percussion-Setups können sie einen festen Platz am Boden finden. Wir haben die Varianten mit und ohne Piezo-Tonabnehmer für euch ausprobiert.

Mit ihrem Aktenkoffer-, bzw. Schuhkartonformat sind die schwarzen Bodentreter ziemlich transportfreundlich und geben sich auf der Bühne optisch eher zurückhaltend. 

Details

Gemeinsamkeiten

Alle vier Boxen besitzen einen schwarz lackierten Korpus aus Baltischer Birke. Das Schichtholz der Wände und des Bodens ist bei allen Modellen neun Millimeter dick und die komplett verschraubten Schlagflächen bringen es auf gut drei Millimeter. Was darüber hinaus noch alle Kisten gemeinsam haben, sind vier Gummifüße, eine höhenverstellbare Aluminiumschiene zum Befestigen des Pedals sowie ein nach vorne gerichtetes Schalloch, das den klangvollen englischen Namen „forward projection sound port“ trägt. Bei den BassBoxen ist es rund, bei den SnareBoxen größer und elliptisch. Mit den Maßen 45 x 30 x 17 Zentimeter (B x T x H) entsprechen die BassBoxen in etwa der Größe eines Aktenkoffers und haben eine Schlagfläche, die es beinahe auf die Oberfläche eines Standard-Cajons bringt. Mit 19 x 30 x 17 Zentimetern sind die Snareboxen etwa so groß wie ein Schuhkarton. Die Schlagflächen fallen nach vorne in Richtung Resonanzloch etwas ab, so dass sich an der Vorderkante aller Boxen eine Höhe von 11 Zentimetern ergibt. Unter den Schlagflächen der BassBoxen findet sich eine verklebte Schaumstoffdämpfung, unter denen der SnareBoxen je zwei halbe Snareteppiche mit 20 Spiralen.

Elektrifiziert

Bei den beiden Modellen mit dem Pickup vor dem Namen findet sich außen am Korpus eine kleine Mulde mit einer 6,35mm-Klinkenbuchse und einem Lautstärkeregler mit einer Skala von 0 bis 10. Die passiven Piezo-Tonabnehmer sind unter der Schlagfläche verklebt und funktionieren ohne Batterien oder Phantomspeisung. Es sollte beim Anschließen ein hochohmiger Eingangskanal gewählt werden, der auch als „Hi-Z-Input“ oder „Instrument Input“ bezeichnet wird, da passive Pickups eine höhere Eingangsempfindlichkeit verlangen, um einen ausreichenden Pegel zu erreichen. Sollen die Pickup Bass- oder Snarebox beim Konzert direkt an ein Mischpult angeschlossen werden, empfiehlt sich der Einsatz einer aktiven DI-Box.

Lieferumfang und Verarbeitung

Die Bass- und Snareboxen werden mit speziellen Beatern ausgeliefert. Sie besitzen einen L-förmigen Schaft, wodurch sie waagerecht über der Schlagfläche schwingen. Ihre Köpfe bestehen bei den Bassboxen aus dickem, weichem Schaumstoff, der auch bei Meinls Cajon-Pedalen zum Einsatz kommt, und bei den Snareboxen aus einer dünneren, etwas härteren Filzscheibe. Bei einem der beiden Schlägel ist diese Filzscheibe leider nicht gut verklebt und löst sich vom Kunststoffsockel.

Davon abgesehen lässt sich an der Verarbeitung nichts beanstanden. Allerdings sollte man vorsichtig sein, wenn man in die Snareboxen hineingreift, da die Spitzen der Schrauben, die die Schlagfläche halten, bis ins Innere hineinreichen und eine Verletzungsgefahr darstellen. 

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • schöner Akustik-Sound
  • kompaktes Format
  • handfreies Spielen

  • gewöhnungsbedürftiges Spielgefühl
  • unbefriedigender Pickup-Sound
  • Filz eines SnareBoX-Beaters löst sich

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