Test
5
16.11.2016

Mixvibes Cross DJ Pro für iOS Test

DJ-App

Mixvibes gehört zu den Pionieren des Digital-DJings. Seit mehr als 15 Jahren arbeitet die französische Software-Firma nun schon an DJ-Programmen, darunter Mixvibes DVS und Cross. Die ersten DJ-Apps für Handy und Tablet kamen vor rund drei Jahren auf den Markt. Seitdem wurde stetig und mit viel Engagement und Leidenschaft am Produkt gefeilt und optimiert. Mittlerweile zählt Cross DJ für iOS mit Millionen Downloads weltweit zu den beliebtesten DJ-Apps. Das liegt unter anderem am einfachen und intuitiven Handling, dem benutzerfreundlichen und nunmehr auch gut aufgeräumten Interface und nicht zuletzt am niedrigen Preis.

Dem digitalen DJ stehen zwei virtuelle Turntables und farbige Wellenformansichten zum virtuellen Beatmatching sowie sämtliche Basiskomponenten zum Mixen inklusive Effekt- und Samplebank, Cuepoints und Loops zur Verfügung. Eines der großen neuen Features von Cross DJ Pro 3 für iOS ist Ableton Link. Damit lassen sich verschiedene Musik-Apps gleichzeitig und synchron anwenden. Nehmen wir das Ganze etwas genauer unter die Lupe.

Details

Die App erinnert vom Aufbau ein wenig an Algoriddim Djay und ist ebenso leicht zu handhaben. Das Interface-Design ermöglicht einen unmittelbaren Zugang, sodass auch Ungeübte intuitiv damit arbeiten können. Das Konfigurationsmenü für sämtliche Voreinstellungen findet sich genau in der Mitte unter den Plattentellern. Ein Klick auf das Zahnradsymbol und nach oben öffnet sich ein Menü mit den verschiedenen Optionen.

Links oben bei den Advanced Settings wird eingestellt, ob das Audiosignal zum Vorhören aufgesplittet werden soll. Dazu empfiehlt sich ein Splitterkabel. Ich benutze das Traktor DJ Splitter Cable von Native Instrument, das sich für jede iOS DJ-Software oder App mit Split-Funktion bestens eignet. Außerdem kann man auch zwei Stereosignale ans Mischpult ausgeben, wenn man ein kompatibles Interface anschließt.

Zudem werden folgende Controller unterstützt:

  • Hercules DJ Console RMX2
  • Hercules DJ Control Air
  • Hercules DJ Control Instinct
  • MixVibes U-Mix Control
  • MixVibes U-Mix Control 2
  • MixVibes U-Mix Control Pro
  • MixVibes U-Mix Control Pro 2
  • Numark iDJ Live
  • Numark iDJ Live II
  • Numark MixTrack Pro
  • Numark Mixtrack Pro 2
  • Pioneer DDJ SB
  • Pioneer WeGo
  • Pioneer WeGo 2
  • Vestax Spin 2

Weitere Einstellungen, die in diesem Menü vorgenommen werden können, sind unter anderem die Aktivierung eines Master Limiters, Auto Gain oder die Ansicht im Vinyl-Modus. Außerdem gibt es eine Keylock-Funktion, die wichtig ist, damit die Tonhöhe beim Rauf- oder Runterpitchen der Geschwindigkeit immer schön konstant bleibt. Wenn Quantize eingeschaltet wurde, könnt ihr davon ausgehen, dass sämtliche Hotcues und Loops automatisch im Takt gespielt werden.

Rechts findet ihr Automix und Record sowie die Option, Playlisten und DJ-Sets zu twittern oder auf eurem Facebook-Profil zu posten. Ein zweiter Klick auf das Zahnrad und ihr habt wieder volle Sicht auf eure Turntables.

Waveforms, Beatgrid und Cuepoints

Oberhalb der virtuellen Plattenteller gibt es zwei Wellenformen: eine für jedes Deck. Wollt ihr eher eine Ansicht wie z.B. bei Virtual DJ oder Serato DJ, klickt ihr auf das Wellenform-Symbol. Dann seht ihr die Wellen der beiden Decks übereinanderliegend. Praktisch, falls ihr zum manuellen Beatmatching noch eine visuelle Referenz benötigt. Ansonsten habt ihr ja auch noch eure Ohren. Die Hotcues sind nicht auf dem Hauptbildschirm zu finden, daher muss die Hotcue-Taste gedrückt werden, die liegt unter dem roten Aufnahmeknopf unter der Wellenform, um in diesen Ansichtsmodus zu gelangen. Die Plattenteller werden nun durch acht Pads, automatische Loop-Regler und die Slip-Taste ersetzt. Kennt man aus Serato DJ und dem Flux-Modus in Traktor. Dank des funktionierenden Beatgrids und der Quantize-Funktion laufen die beiden Tracks bei Hotcue Aktionen immer im Beat.

Sampler

Für alle, die gern beim Auflegen Sounds abfeuern, gibt es den integrierten Sampler. Cross DJ Pro verfügt über einen separaten Sampler-Bereich mit jeweils sechs Pads und zwölf eingebauten Soundpaketen (von Essentials wie Dancefloor, Scratch über Vocals und diverse Drum Sets bis hin zu Party und Happy New Year Samples). Natürlich könnt ihr auch eigene Sounds mit dem internen Mikrofon eures iPads aufnehmen und diese dann in einer eigenen Samplebank anlegen und während eines Sets abspielen.

FX & EQs

Cross DJ 3.1. für iOS verfügt über einen vollwertigen Dreiband-Mixer mit DJM EQ-Voreinstellung, der klanglich keine Wünsche offen lässt und bestens funktioniert. Im Effektmenü stehen euch 15 Effekte pro Deck zur Verfügung (Bi-Filter, Low-Pass, Hi-Pass, Delay, Echo, Phaser, Flanger, Cut, Crush, Bliss, Brake, Roll, Chopper, Jet und X-Phaser). Die Steuerung läuft manuell über ein Koordinatensystem und mit einer Feststelltaste, die den jeweiligen Effekt bei Bedarf einfriert. Mit etwas Übung ermöglicht diese Art der Effektsteuerung auch subtile Klangveränderungen. Was lediglich den einen oder anderen DJ in seiner Spielfreude bremsen könnte, ist die Tatsache, dass Effekt-Kombinationen bislang leider nicht möglich sind.

Pro & Contra

  • ansprechendes Layout
  • intuitives Handling
  • Soundcloud Integration
  • guter Klang
  • gute Performance
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

  • kein Harmonic-Mixing/Key-Sync

Gehört zu dieser Serie

Verwandte Artikel

User Kommentare

Zum Seitenanfang
ZUR STANDARD WEB-ANSICHT X