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Test
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12.04.2018

Moog Music Inc. Minimoog Model D für iOS Test

iOS-App

Minimoog to go!

Kaum ein Synthesizer wurde so oft reproduziert wie der Minimoog Model D. Dass der Synth so beliebt ist wie kaum ein zweiter, lässt sich nicht zuletzt an seinen unzähligen Emulationen erkennen. Neben virtuellen Nachbildungen à la Arturia Mini V oder Native Instruments Monark haben die erst kürzlich erschienenen Hardware-Klone Behringer Model D und Roland SE-02 für Aufsehen gesorgt. Wenn aber Moog selbst eine Emulation des Minimoogs veröffentlicht, der vom Synth-Hersteller erst letztes Jahr noch mal als Hardware neuaufgelegt wurde, schaut man doch noch mal genauer hin. Was der iOS-Minimoog im Vergleich zum Original auf Lager hat, haben wir uns mit diesem Review genauer angeschaut. 

Details

Kompatibilität und Verfügbarkeit

Wie auch schon bei der Model-15-App nutzt Moog die Metal-Technologie von Apple,  wodurch die App nur auf 64-Bit-Geräten läuft. Unterstützt werden Inter-App Audio und Audiobus, was schon mal die Konnektivität zu weiteren Apps ermöglicht. Mit Ableton Link lässt sich der iOS-Moog zu Ableton Live am Rechner und weiteren Ableton-Link-fähigen Produkten synchronisieren. Via Bluetooth LE MIDI-Controllern kann Mini für iOS auch durch die Luft mit MIDI-Daten gefüttert werden.

Beliebtes Konzept mit Extras

Moog fügt den iOS-Emulationen gerne weitere Features hinzu. Allen voran die Besonderheit, dass der ursprüngliche Monophone Synth in der App-Variante vierstimmig  gespielt werden kann. Dieses Feature kann bei Bedarf aktiviert werden – wer möchte, spielt den Moog natürlich auch monophon. Inwieweit die Polyphonie sich auf den Ressourcenbedarf auswirkt, schauen wir uns im Praxisteil an.

Auf der Bedienoberfläche kommen folgende Module hinzu, die es beim Original nicht gibt:

  • Arpeggiator-Modul mit Note-Hold-Funktion
  • Bender-Modulationseffekt
  • Stereo-Ping-Pong-Delay
  • Echtzeit-Loop-Recorder mit Overdub

Anders als bei der Hardware kann die LFO-Wellenform in den Settings zwischen Triangle und Square umgeschaltet werden. Die Form des Contour-Parameters in der Filtersektion lässt sich zwischen Classic und Clean auswählen. Classic arbeitet wie beim Original, die Clean-Form ermöglicht Sustain-Pegel, die den gesamten Bereich der Konturform ausnutzen können. Zudem gibt es keine Übersteuerungen beim Eintreten in den VCA.

Presets und Expansions

Über 160 Presets hat der iOS-Moog an Bord, die in den Kategorien Bass, Classics, Effects, Keys, Lead, Pads und Percussion sortiert sind. Schön ist, dass der Browser nicht die eigentliche Bedienoberfläche des Synths verdeckt, was Presetwechsel on the fly erlaubt.

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Audiobeispiele

Pro & Contra

  • gewohntes Minimoog-Konzept
  • Klangqualität
  • zeitgemäße Konnektivität

  • Interface nicht frei skalierbar

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