Test
2
28.10.2018

Praxis

Fetter Sound, unkompliziertes Kaskadieren


Die allseits geschätzten ESS-Sabre32-Chips des MOTU 8Pre-es liefern auch hier wieder üppige 124 dB Dynamikumfang an den Ausgängen. Das sieht nicht nur auf dem Papier gut aus, es klingt auch so. Die Wandler lösen äußerst transparent auf und repräsentieren den Übertragungsverlauf „aalglatt“, sprich linear ohne einen Frequenzbereiche herauszustellen oder zu verschlucken. Das kennen wir aber auch bereits aus dem 1248, 624 und 828es sowie 8a. Alle fünf sind auch AVB-Interfaces, das heißt, sie lassen sich mit nur einem simplen Netzwerkkabel verknüpfen, um auch um komplexere Systemlösungen umzusetzen. 

Man kann es eben nicht oft genug sagen: Das MOTU-AVB-Konzept ist schlüssig und das Portfolio mit seinen vielen Interface-Varianten clever separiert. Das einzige was nicht clever ist, ist der Umstand, dass die Interfaces nur via Netzwerkverbindung upgedatet werden können – ich bilde mir ein, das war zwischenzeitlich mal anders gelöst. Wer übrigens noch mehr über AVB und die Anforderungen erfahren will, sollte sich auch folgenden Test zu Gemüte führen: MOTU AVB inklusive 112d, 24ao sowie AVB-Switch. 

Latenz und Performance


Die geringste Latenz erhält man mit Thunderbolt, gefolgt von USB und AVB. Die Unterschiede sind aber marginal, sodass sie praktisch keine Relevanz haben dürften. Die integrierten Effekte sind ebenfalls sehr gut – und auch wenn es eine CPU-Load-Anzeige gibt, interessieren tut die keinen, da reichlich Reserven da sind. Die Effekte sind super und fürs Monitoring vollkommen ausreichend. Auch hier empfehle ich einen meiner älteren Test, in denen ich mich ausgiebig mit den Möglichkeiten von WLAN, iPad und Co. beschäftigt habe. Um es an dieser Stelle ganz kurz zu machen: Es ist toll, dass dies alles funktioniert, in der Praxis würde ich aber keinen Mix über das DSP-Mischpult fahren.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • acht gute Preamps

  • hochwertiger Klang

  • viele gute DSP-Effekte
  • 
A/B-Speaker-Unterstützung
  • 
integriertes Talkback-Mikrofon

  • Wireless-Steuerung via WLAN/iPad
USB, Thunderbolt und AVB-Netzwerkanschluss


  • nur 63 dB Gain

  • Reihenfolge der FX nicht zu ändern
  • 
Effekte im Grafik-Mode nicht vollständig mit Maus bedienbar

Gehört zu dieser Serie

Verwandte Artikel

User Kommentare

Zum Seitenanfang
ZUR STANDARD WEB-ANSICHT X