Bass Hersteller_MXR
Test
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18.06.2019

MXR Dyna Comp Bass Compressor M282 Test

Mini-Kompressorpedal für E-Bass

Klassischer Sound mit modernen Features!

MXR haben in ihrer langen Firmengeschichte bereits einige Effektklassiker auf den Weg gebracht. Als solchen kann man ohne Zweifel auch den Dyna Comp bezeichnen. Das legendäre Kompressor-Pedal erblickte 1972 das Licht der Welt und hat sich in kürzester Zeit auf den Pedalboards von Weltstars wie Bonnie Raitt, Andy Summers oder David Gilmour etabliert. Kein Wunder, zeichnet sich der Dyna Comp doch durch einen speziellen, sehr musikalischen Sound aus. Tieftönern, die nicht gerne mit Bodentretern für Gitarristen experimentieren, blieb der tolle Dyna-Comp-Sound bisher leider verwehrt. Doch das ändert sich nun erfreulicherweise, denn MXR haben ihren Klassiker endlich für die Verwendung mit dem E-Bass optimiert. Und das Beste ist: Der brandneue Dyna Comp für Bass kommt sogar im Mini-Format, so dass wohl jeder noch ein Plätzchen auf dem Pedalboard für den optimierten Klassiker finden wird!


Details

Der Dyna Comp Bass Compressor wurde, genau wie der klassische Dyna Comp von 1972, um den sogenannten "metal can" CA3080-Operationverstärker konstruiert. Laut MXR zeichnet sich der CA3080 durch einen sehr transparenten Ton, wenig Nebengeräusche und einen erweiterten Dynamikumfang aus - auch bei der Bassversion sollten sich also diese positiven Tugenden bemerkbar machen.

Wie oben bereits erwähnt, kommt der Dyna Comp Bass Compressor in einem MXR-typischen Mini-Gehäuse, das die Abmessungen von 90 x 40 x 55 mm besitzt. Das Mini-Pedal wirkt insgesamt sehr stabil, und an der Verarbeitung gibt es absolut nichts auszusetzen - tolle MXR-Qualität eben!

Zum Betrieb benötigt der Kompressor eine Spannung von 9 Volt. Der Anschluss für ein Netzteil befindet sich an der Stirnseite des Gehäuses. MXR legt erfreulicherweise gleich ein passendes Netzgerät mit in den Karton, denn der Betrieb mit Batterien ist aufgrund des sehr kleinen Gehäuseformats selbstverständlich nicht möglich. An der rechten Seitenfläche finden wir die Klinkenbuchse für die Verbindung mit dem Bass und direkt gegenüber parkt die Klinkenbuchse zur Weiterleitung des Signals an den Amp.

Die Parameter des Pedals werden mit insgesamt vier Reglern und einem kleinen Taster auf der Gehäusefront eingestellt. Der Taster mit der Bezeichnung "Attack" erlaubt den Zugriff auf zwei unterschiedliche Attack-Zeiten: Im Slow-Modus, der beim Einschalten aktiv ist, setzt die Kompression relativ spät ein, so dass die Transienten der Töne weitgehend erhalten bleiben. Wenn man den Taster betätigt, wird die schnellere Attack-Zeit aktiviert, und der Kompressor kappt in der Folge auch die Anschläge der Töne. Mit dem Clean-Regler kann das trockene Signal stufenlos zum komprimierten Sound beigemischt werden. Das Fundament des Basses bleibt damit stets intakt und auch subtilere Kompressionen sind mit diesem Feature problemlos möglich.

Rechts daneben finden wir den Sensitivity-Regler, der für die Kompressionsstärke und das Sustain zuständig ist. Die Lautstärke des Effektsounds wird mit dem Output-Regler justiert und "last but not least" bietet der Dyna Comp Bass Compressor noch einen Tone-Regler, mit welchem der Klang des komprimierten Signals beeinflusst werden kann. Hinter dem Tone-Regler steckt ein einfacher Cut-and-Boost-EQ, der bei 1kHz greift.

Aktiviert wird das Pedal wie üblich mit einem Fußtaster (True Bypass), und auch an eine LED für die Anzeige des Betriebszustandes des Dyna Comp Bass ist natürlich mit an Board.

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • organisch klingende Kompressionen
  • Parallel-Kompression durch Clean-Regler möglich
  • gut abgestimmter EQ-Regler
  • moderate Nebengeräusche
  • 1a Verarbeitung
  • fairer Preis

  • -/-

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