Bass Hersteller_MXR
Test
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30.10.2017

MXR M287 Sub Octave Bass Fuzz Test

Kombiniertes Octaver- und Fuzzpedal für Bass

Das Erdbeben aus der Dose!

Die Kombination von Fuzz und Octaver liefert brutalste Verzerrung für harte Genres oder fette Bass-Synthiesounds für elektronische Musikgenres und findet sich deshalb auch immer häufiger auf Pedalboards von experimentierfreudigen Tieftönern. Wer zwei separate Geräte verwendet, hat den Vorteil, dass sie jederzeit ausgewechselt und mit neuen Tretern kombiniert werden können. Für Bassisten, die nur wenige Effekte einsetzen und den Aufwand möglichst gering halten wollen, ist ein kompaktes Pedal, welches beide Effekte vereint, jedoch oftmals praktischer. Das haben sich wohl auch die Effekt-Spezialisten von MXR gedacht und bieten nun mit dem M287 ein brandneues Basspedal an, das neben den populären Effekten Oktaver und Fuzz auch einen Equalizer für das Feintuning mit an Bord hat.

Details

Für ein Pedal, das zwei Effekte und weitere Features bietet, fällt das M287 mit seinen Abmessungen von 120 x 90 x 55 mm (B x H x T) durchaus noch kompakt aus - es besitzt denselben Formfaktor, den wir von anderen MXR-Pedalen mit zwei Fußtastern kennen. Die Qualitätsanmutung ist MXR-typisch absolut super: das Gehäuse und sämtliche Regler wirken solide und die Verarbeitung ist tadellos.

Die Oberseite mit den Bedienelementen wurde im Grunde in zwei Bereiche aufgeteilt: Links finden wir die Fuzz-Abteilung und auf der rechten Seite sitzt der Octaver. Für das Fuzz steht ein Gain-Regler zur Justierung der Verzerrungsstärke und der Fuzz-Regler für die Lautstärke des Fuzz im Gesamtsignal des Pedals zur Verfügung. Darunter parken zwei kleine EQ-Regler für Bässe und Höhen, mit denen sich das Zerrsignal im Klang formen lässt.

Damit aber nicht genug, denn das M287 hat nicht nur einen Fuzz-Sound, sondern gleich zwei Fuzz-Geschmacksrichtungen unter der Haube! Mit einem kleinen Schalter oberhalb der Gain- und Fuzz-Regler wird zwischen beiden Fuzz-Typen hin- und hergeschaltet, und eine zweifarbige LED gibt zugleich optisches Feedback über die Schalterstellung.

Der Octaver wurde dagegen eher spartanisch konzipiert und hält nur einen Regler bereit, mit dem die Sub-Oktave stufenlos zum Signal gemischt werden kann. Die restlichen Regler auf der rechten Seite sind für den trockenen Signalanteil zuständig: Mit dem Dry-Regler wird das unbearbeitete Signal stufenlos zum Effektsignal gemischt, und mit dem daruntersitzenden kleinen EQ-Regler können bei Bedarf die Mitten des trockenen Signals für mehr Durchsetzungskraft geboostet werden.

Im Gehäuse sitzt zudem ein kleiner Switch für die Wahl der Mittenfrequenz zwischen 420Hz und 840Hz. Je nach gewünschtem Sound kann der Mittenregler also entweder auf die Tiefmitten oder auf die Hochmitten wirken.

Aktiviert werden das M287 und die Effekte natürlich mit den üblichen Fußtastern. Der linke Bypass-Fußtaster schaltet das komplette Pedal ein oder aus, mit dem rechten Octave-Taster wird die Sub-Oktave dazugeschaltet. "Nanu, kann der Octaver etwa immer nur mit dem Fuzz zusammen verwendet werden?", werden sich einige jetzt sicherlich fragen. Im Prinzip schon - die Lösung für den Octaver-Solobetrieb ist jedoch simpel, wenn auch etwas umständlich: Wenn der Fuzz-Lautstärkeregler komplett zugedreht wird, ist nämlich ausschließlich der Octaver zu hören.

Für die Integration in das Setup bietet das M287, wie bei Bodentretern dieser Art üblich, zwei Anschlüsse: rechts parkt ein Klinken-Eingang für den Bass, und über den Ausgang auf der gegenüberliegenden Seite wird das Signal zum Amp geleitet.

Das Netzteil (9 Volt, Minus innen) zur Stromversorgung wird an die Buchse auf der Stirnseite gesteckt. Alternativ kann die Fuzz-Octaver-Kombi von MXR aber auch mit einer normalen 9V-Batterie betrieben werden. Lobenswerterweise muss zum Einlegen des Stromspenders nicht einmal die Bodenplatte abgeschraubt werden - MXR hat nämlich auf der Unterseite ein Kunststoff-Batteriefach mit Klappdeckel angebracht: Eine wunderbare Lösung für den Turbo-Batteriewechsel im Notfall!

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • zwei unterschiedliche Fuzz-Schaltungen
  • effektiver EQ
  • sehr gutes Tracking des Octavers
  • große Klangflexibilität
  • ordentliche Verarbeitung

  • großer Lautstärkeunterschied zwischen den zwei Fuzz-Sounds
  • Batteriefachdeckel nicht bündig mit der Oberfläche, Befestigung mit Klettband deshalb umständlich

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