Gitarre Hersteller_MXR
Test
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05.05.2020

MXR Octavio Fuzz Test

Octave Fuzz

Kult-Chaot

Mit dem MXR Octavio Fuzz legt die Jim-Dunlop-Marke einen der ältesten und legendärsten Gitarrenffekte überhaupt wieder in Serie auf und huldigt mit diesem Pedal dem klassischen Octave-Fuzz-Sound der 60er und 70er Jahre. Das ursprünglich von Roger Mayer entwickelte und anfangs "Octavia" getaufte Pedal erblickte bereits 1967 das Licht der Welt und kam in seiner vorerst finalen Version drei Jahre später auf Jimi Hendrix' "Band of Gypsys"-Album zum Einsatz.
Damals hauste das Octavio noch in einem grauen Kasten in der Form einer Käseecke, mit allen Potis und Anschlüssen an der Stirnseite, und besaß weder eine LED noch einen Netzteilanschluss. Eben dieser Version nahm sich Dunlop bereits 2007 mit dem JH-OC1 an, verpasste dem Octavio wenig später mit dem JHM2 ein Standardgehäuse mit LED, legte es als JHM6 mit verändertem Design erneut auf und veröffentlichte es schließlich vor kurzem im Mini-Format als Teil der Authentic Hendrix Serie. Höchste Zeit also, dass das Kult-Pedal unter dem MXR-Label einen festen Platz im Herstellerkatalog bekommt.

Details

Das MXR Octavio sitzt in einem stabilen Metallgehäuse mit den Maßen 108 x 57 x 30 mm und wiegt 230 g. In Anlehnung an das Original wurde das Gehäuse in schlichtem Grau gehalten und besitzt nur zwei Potis, auf denen erfreulicherweise zwei Dunlop Protecting Covers sitzen. Das Output-Poti regelt die Gesamtlautstärke, die etwa ab der 15-Uhr-Stellung dem Bypass-Signal entspricht. Im Gegensatz zum klassischen Fuzz-Face hat unser Testkandidat somit noch einige Boost-Reserven auf Lager. Das Fuzz-Poti regelt den Grad der Verzerrung und gleichzeitig den Anteil der hohen Oktave im Signal. Auf der hinteren Hälfte sitzt der True-Bypass-Switch und die Ein- und Ausgangsbuchsen befinden sich an den Seiten. Die Stromzufuhr erfolgt, wie bei MXR üblich, dicht hinter der Eingangsbuchse per 9V-Netzteil oder nach Lösen der Bodenplatte per Batterie, was bei gerade mal 5 mA Stromaufnahme eine echte Option darstellt. Das Pedal ist tadellos verarbeitet und macht einen sehr soliden Eindruck. Leicht geblendet von der äußerst strahlfreudigen blauen LED kann die Zeitreise beginnen

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • authentische Sounds
  • hohe Flexibilität trotz simpler Bedienung
  • saubere und robuste Verarbeitung

  • keins

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