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14.01.2020

NAMM 2020: Korg MS-20 FS Limited Edition kommt in vier Farben zur Wahl

Semi-modularer Analogsynthesizer in Neuauflage

Die immer wiederkehrende Renaissance des Korg MS-20

Korg stellt zur Winter-NAMM wieder eine MS-20 Replika vor: In 2020 ist es der MS-20 FS (Full Size) in limitierter Ausführung, der zudem in vier Farbvarianten erhältlich ist. Als Kultsynthesizer der 1970er Jahre spielt der KORG MS-20 wohl unbestritten eine wichtige Rolle in der Welt der elektronischen Klangerzeuger. Sein einzigartiger Sound und sein kompaktes Äußeres machten den MS-20 zu einer echten Legende und einer neuzeitlichen Vorlage für aktuelle Reproduktionen, die Korg selbst in 2013 mit der Version MS-20 mini vorlebte. Zwei Jahre später kommt der MS-20 Kit als Bausatz, der den MS-20 mit und ohne Tastatur in Originalgröße in die Neuzeit portiert.

2020 präsentiert Korg nun den MS-20 FS in limitierter Auflage, der montiert, in Originalgröße, und mit den analogen Schaltkreise, Sounds, und nicht zuletzt der Haptik des Ur-MS-20 ausgestattet ist. Auch verfügt der MS-20 FS über zwei auswählbare Filtertypen, die den unterschiedlichen Filtern aus der früheren und späteren Baureihe des Originals entsprechen. Dem Stand der Zeit angepasst bietet auch der MS-20 FS MIDI- und USB-Konnektivität und ist in Limited Edition in vier pulverbeschichteten Farbvarianten erhältlich: Klassisch Schwarz, Grün, Blau Metallic und Weiß.

Die wichtigsten Features im Kurzüberblick:

  • Semimodularer Analog-Synthesizer als Limited Edition in Originalgröße
  • Originalgetreue Reproduktion der analogen Schaltkreise aus den 70ern;
  • Vier verschiedene Farbvarianten mit Pulverbeschichtung: Schwarz, Weiß, Grün und Metallic Blau
  • Zwei unterschiedliche Filtertypen (frühe und spätere Modellreihe)
  • 2 x VCO, 2 x VCA, 2 x VCF, 2 x EG, 1 x LFO
  • External Signal Processor (ESP)
  • Extrem flexibles Patching-System
  • MIDI IN-Buchse und USB-Anschluss
  • Control-Rad (Center-Klick) und Control-Taster

Preise

Korg MS-20 FS Black: 1.299 €

Korg MS-20 FS White: 1.299 €

korg MS-20 FS Green: 1.299 €

Korg MS-20 FS Blue: 1.299 €

Verfügbarkeit: TBA

Weitere Informationen dazu gibt es auf der Webseite des Herstellers.

Ein bisschen Geschichte

1978

Kaum ein Synthesizer-Klassiker wurde in den letzten Jahren so oft reinkarniert wie der legendäre Korg MS-20 aus dem Jahr 1978. Der MS-20 ist ein monophoner Analogsynthesizer, der neben dem einfacher aufgebauten MS-10 ab 1978 der wichtigste Vertreter aus Korgs MS-Serie darstellte. Halb-modular aufgebaut und mit patchbaren Signalwegen ausgestattet, bietet er mit seinem 37-Tasten Keyboard (3 Oktaven) ein überaus flexibles Arbeitsfeld in der Klanggestaltung. Obendrein zeichnet sich der MS-20 durch seine geringe Größe aus, im Gegensatz zu den ein Jahr zuvor vorgestellten Modellen der Korg PS-Serie.

2013

Der MS-20 ist ein sehr beliebter Synthesizer und in Ermangelung eines würdigen Pendants, haben ihn die  gehegt wie einen Schatz, die einen hatten. Selbst auf dem Gebrauchtmarkt erzielte man mit einem gut erhaltenen und gepflegten Exemplar noch sehr gut Preise. Aber, es kommt immer anders. Mit Aufkommen der Retro-Welle brachte Korg in 2013 zunächst winzige analoge Tonerzeuger, die unter der Bezeichnung 'volca' schnell einen hohen Beliebtheitsgrad erreichten und heute eine Serie an interessanten Tonerzeugern mit innovativem Hintergrund darstellen: Die Korg Volca-Serie.

Das ist aber noch nicht alles: In 2013 bringt Korg auch eine echte Überraschung, den MS-20 mini. Eine Replik des Ur-MS-20 in einem auf 86 % der Originalgröße geschrumpften Gehäuse, ausgestattet mit 37 Tasten Miniklaviatur und einem Patchfeld, das im Miniklinkenformat arbeitet. Technisch wurde der Synthesizer von seinen ehemaligen Entwicklern Fumio Mieda und Hiroaki Nishijima mit Pendants zu heute erhältlichen Bauteilen bestückt und akribisch realisiert. Einzig ein MIDI-Eingang und USB-MIDI sind neu hinzugekommen. Der neue MS-20 klingt so, wie er muss, kleine Unterschiede lassen sich so erklären, dass der MS-20 mini so klingt wie der Ursprüngliche in seinem Neuzustand. Die Bauteile des 'mini' haben noch keinen Alterungsprozess hinter sich. In einem Video-Interview erklärt der Entwickler Fumio Mieda, wie es zum MS-20 mini kam.

Video-Interview: Die Rückkehr des legendären Korg MS-20 Synthesizers

2015

In 2015 geht es weiter: Während der NAMM 2015 werden MS-20 und MS-20M in Kit-Version (Bausatz) vorgestellt. So bietet Korg den MS-20 einmal in Originalgröße und in einer Desktop-Variante an. Die Desktop-Ausführung bietet eine Besonderheit: FM, Sync und eine Patchbuchse für die Steuerung der Pulsbreitenmodulation. Beide Typen werden in limitierter Auflage angeboten.

2019

In 2019 der nächste Coup: Uli Behringer, mittlerweile der zweite Name für Clones legendärer Synthesizer, bringt den 'K-2', eine Desktop-Version des Korg MS-20 zu einem extrem günstigen Preis.

2020 

In 2020 kommt Korg nun erneut mit einem MS-20, dem MS-20 FS (Fullsize), der sicherlich als Statement zu verstehen ist und den Wert für Korg selbst darstellt.

Aufbau

In der Basis bietet der MS-20 zwei VCOs (der MS-10 nur einen), die mit Dreieck, Sägezahn, Puls und Noise betrieben, Raum zur Klanggestaltung geben. Zusätzlich bietet ein Rauchgenerator noch weißes und rosa Rauschen. Schön ist, dass der zweite VCO via Ringmodulation mithilfe des ersten VCO moduliert werden kann. Beide VCO-Signale, die obendrein gegeneinander verstimmt werden können, laufen zunächst durch den Mixer, dann durch einen Hochpassfilter, danach in einen Tiefbassfilter.
Zwei Hüllkurven, EG1 und EG2 ergänzen den Signalfluss, wobei EG1 nach dem DAR-Prinzip (Delay, Attack, Release) genutzt, und EG2 als ADSR (Attack, Decay, Sustain, Release)- Hüllkurve mit Hold-Möglichkeit verwendet wird. 

Weiterhin bietet der MS-20 einen Modulation-Generator (MG), wohinter sich ein LFO verbirgt. Dieser moduliert die Cutoff-Frequenzen beider Filter und die Frequenz der Oszillatoren. Die Intensität der Modulation lässt sich per Poti einstellen. Neben der Geschwindigkeit lässt sich auch die Schwingungsform der Modulation stufenlos zwischen Dreieck und Sägezahn regeln. Über eine Verbindung auf dem Patchfeld kann der LFO auch mit einer Rechteckschwingung betrieben werden. Zusätzlich bietet der MS-20 noch Sample & Hold sowie einen Block, um externe Signale einzuschleifen den External Signal Processor (ESP). Damit können externe Signale durch eine separate Filtereinheit geroutet werden, um daraus Steuerspannungen und Trigger abzuleiten. Das Modulationsrad arbeitet auch mit Steuerspannungen und kann durch Patchen zur Steuerung unterschiedlichster Funktionen verwendet werden.

Das in groben Zügen zum Aufbau des Klassikers, der sich wegen seiner besonderen Klangeigenschaften einen Namen gemacht hat. Er konnte nämlich richtig aggressiv und 'dreckig' klingen, was insbesondere durch die Verschaltungsweise der Filter zustande kommt, wenn sie in Eigenresonanz versetzt werden.

Was man noch wissen sollte:

Innerhalb seiner Lebenszeit wurde der MS-20 mit zwei unterschiedlichen Filtern ausgestattet, dem Korg35 und dem OTA-Chip, wobei Letztgenannter nicht mehr so aggressiv klang.

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