Software
Test
2
19.03.2019

Praxis

Installation

Dank Class-Compliant-Driver brauchen die beiden Interfaces Native Instruments Komplete Audio 1 und 2 grundsätzlich keine Treiber. Anstecken und los geht es, denn ein Netzteil ist ja auch nicht notwendig. Mit einem iPhone oder iPad funktioniert das Interface allerdings nicht ohne weiteres. Unter Windows empfiehlt sich dringend die Installation der ASIO-Treiber, um auch mit einer DAW arbeiten zu können. Zum reinen Musikhören ist das aber nicht notwendig.

Die Latenzwerte sind gute Mittelklasse und beispielsweise mit denen eines Interfaces der Steinberg-UR-Familie vergleichbar, RME ist auf meinem Testsystem durchschnittlich 3 ms besser. In der Praxis dürfte das aber niemanden stören.

Bedienung

Native Instruments Komplete Audio 1 und 2 sind einfach aufgebaut und man kann sie faktisch nicht falsch bedienen. Die LEDS für die Pegelaussteuerung auf der Oberseite sind klar zu erkennen, das Aussteuern ist dank der besonders intensiv leuchtenden Clip-LED ebenfalls unkompliziert. 

Das Direct-Monitoring-Feature ist auch einfach gehalten und für die meisten Szenarien ausreichend. Zu beachten gibt es, dass die beiden Eingänge summiert werden, bevor sie auf den Kopfhörer gehen. Das ist gut, wenn man Gesang und Gitarre bei der Aufnahme vorhören möchte und deshalb nicht ein Signal links und das andere rechts auf dem Kopfhörer haben möchte. Stereo-Mikrofonierungen kann man so aber nicht beurteilen. Ein Umschalter wäre schön gewesen, ich bezweifle jedoch, dass dies bei der avisierten Käuferschicht häufig vorkommen wird.

Klang

Die Wandler spielen unaufgeregt und gut. Der Kopfhörer geht angemessen laut, unter Umständen fehlt ihm bei schwachen Signalen aber die nötige Aufholverstärkung. Für ein Bus-Power-Interface ist das Gebotene dennoch ausreichend. 

Der Klang der Preamps ist angenehm warm und schmeichelnd, damit allerdings auch nicht super detailliert, für die Preisklasse finde ich sie aber wirklich gut. Das gleich gilt für den DI. Es gibt klanglich damit nichts auszusetzen. Auch der maximale Gain von 50dB ist okay. Schade ist nur, dass die XLR-Eingänge keine Verriegelung vorzuweisen haben.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • guter, warmer Klang
  • unkomplizierte Bedienung
  • zwei Preamps (Komplete Audio 2)

  • keine Verriegelung an den XLR-Buchsen

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