Software
Test
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06.02.2019

Native Instruments Sessions Strings II Test

Kontakt Library

Rollschuhe an, Disco, Yeah!

Native Instruments hat in Zusammenarbeit mit E-Instruments den Nachfolger der Session Strings entwickelt und in die Welt entlassen: Session Strings II. Die Session Strings waren und sind für die bemerkenswerte Eigenart bekannt, dass man mit ihnen speziell altem R'n'B und Disco frönen kann. Für diese beiden Genres bietet die Library Artikulationen, die so schnell nirgendwo anders zu finden sind. Auch die Klangästhetik geht in diese Richtung, oder jedenfalls bekommt man alle Mittel an die Hand, um diese Ästhetik herzustellen. Session Strings I war ein ausgesprochen sparsames Instrument was Einstellungsmöglichkeiten und ehrlich gesagt auch seine Klangtiefe anging. Inwieweit sich Session Strings II von seinem Vorgänger unterscheidet, wird in folgendem Test näher unter die Lupe genommen.

Details

Download und Installation

Nach Download (schlanke 8 GB) und Installation durch Native Access wartet schon die erste Überraschung der Library: Es gibt keine Kontakt-Einzelinstrumente mehr. Es lassen sich weder die Instrumente noch die Artikulationen als Einzelinstrumente laden. Das riecht nicht gerade nach Profi-Liga, aber erst mal gucken, wie es weitergeht.

Das Main Window

Der erste Blick aufs Main Window ist schon mal erfreulich; die Hintergrundgrafik ist nett und das Fenster ist übersichtlich gestaltet. In „Mode“ lässt sich zwischen Velocity Mode und Rhythm-Animator wechseln, „Sound“ liefert dutzende Klang-Presets, Smart Voice Split ordnet automatisch gespielte Töne ihrer Lage entsprechend den richtigen Instrumenten zu und für all diejenigen, die sich entweder auf dem Keyboard oder mit Satztechnik nicht ganz sicher sind, ergänzt „Smart Chord“ einzelne Töne zu vollen Akkorden. Den Abschluss bildet ein Threshold-Regler, um per Velocity zwischen verschiedenen Artikulationen zu wechseln.

Das Effects Window

Das Effects Window hält sich ziemlich streng ans Protokoll und im Protokoll stehen Attack, Release, Reverb und Delay. Kleine Ausreißer bilden die Tools Humanize und Color. Insbesondere Color könnte interessant werden. Es gibt verschiedene Kategorien, von denen manche ganz interessant klingen, z. B. Studio, Modulation und Abstract. Alle Kategorien sind mit ein paar Presets ausgestattet und die ganze Sektion mit einem Intensity-Regler.

Der Rhythm-Animator

Auf den ersten Blick würde ich vermuten, dass der Rhythm Animator einiges kann und das Herzstück der Library bildet, denn das Fenster ist randvoll. Da ist ein Browser für Rhythm Patterns und Sets, es stehen verschiedene Artikulationen, Notendauern und Animator-Schrittweiten zur Auswahl sowie Möglichkeiten, um Swing und Dynamik zu regeln. Das wirkt bereits auf den ersten Blick, als ließe sich jedem Pattern ziemlich einfach Leben einhauchen und das will man ja. Gerade wenn es um Motown und Disco geht. Inhaltlich bleibt nichts mehr zu ergründen und so wende ich mich der Praxis zu.

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Pro & Contra

  • benutzerfreundlich
  • sehr gut für R'n'B, Disco und Pad-Design
  • Rhythm Animator und Chor Split Tool

  • für das Scoring eher ungeeignet
  • limitierte Eingriffsmöglichkeiten
  • kein Zugriff auf Einzelinstrumente

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