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Test
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16.11.2016

Nektar Impact LX88+ Test

USB/MIDI Controller Keyboard

DAW-Steuerung jetzt mit Farbe

Der kalifornische Hersteller Nektar hat seine Impact LX Controller Keyboards aufgefrischt und durch die neue Impact LX+ Serie ersetzt. Wo liegen die Unterschiede zur Vorgängerversion? Wir haben das Nektar Impact LX88+ im Test.

Eine Besonderheit der Nektar-Controller ist die schnelle und einfache Integration in verschiedene DAWs. Für die gängigen DAWs hat der Hersteller eigene Steuerprotokolle entwickelt, was einen Betrieb nach dem Motto „plug and play“ ermöglicht. Wie die bisherigen Impact LX Controller ist die neue Impact LX+ Serie weiterhin in vier Ausführungen erhältlich: neben 25, 49 und 61 Tasten gibt es das Impact LX+ auch in einer 88-Tasten-Version. Wir haben mit dem Impact LX88+ den Nachfolger des LX88 getestet und überprüft, was sich bei den Controllern getan hat. Am grundlegenden Konzept der Keyboards hat sich nicht viel geändert, weshalb sich auch ein Blick in unseren Testbericht zum Vorgängermodell Impact LX88 lohnt.

Details

Optik und Bedienfeld

Rein optisch gesehen ist der Unterschied zum Vorgänger recht gering. Das anthrazitfarbene Gehäuse und die Anordnung der Controller ist gleich geblieben, wie auch das Gewicht von 8,2 kg. Schaut man etwas genauer hin, dann fallen drei neue Taster auf, die das bisherige Impact LX88 noch nicht hatte. Für die Drehregler gibt es nun einen Page-Taster zum Umschalten zwischen der Default-Konfiguration und einer User-Belegung, und rechts von den Pads sind zwei neue Taster für „Clips“ und „Scenes“ zu finden, die bei der Steuerung von Clip-basierten DAWs zum Einsatz kommen.

In punkto Beleuchtung und Farbe hat Nektar beim Impact LX88+ kräftig nachgerüstet: Die acht anschlagdynamischen Pads sowie die Taster unterhalb der Fader leuchten jetzt je nach Verwendung in vier Farben (grün, orange, gelb und rot) und verhelfen dem Controllerkeyboard zu einem moderneren Look und mehr Übersicht bei der Bedienung. Auch die Beschriftung wurde leicht geändert und lässt erahnen, dass das Bedienkonzept weiterentwickelt wurde. Etwas schade ist allerdings die Tatsache, dass das schon beim LX88 etwas altbacken wirkende 7-Segment-Display auch noch im LX88+ wiederzufinden ist.

Der Lieferumfang des Nektar Impact LX88+ enthält neben einem Handbuch und einem USB-Kabel eine Seriennummer zum Installieren der Software Bitwig 8-Track, einer Einsteiger-DAW, die sich natürlich mit dem Impact LX88+ steuern lässt.

Tastatur

Wie der Vorgänger verfügt das Nektar Impact LX88+ über eine leicht gewichtete Tastatur. Anders als bei einigen anderen Masterkeyboards mit 88 Tasten wird hier also keine Klavier-ähnliche Hammermechanik verbaut, sondern eine leichtgängigere Tastatur zur Arbeit mit vielen verschiedenen Sounds. Durch die leichte Gewichtung lassen sich sowohl Pianosounds als auch Synthesizer ausdrucksvoll spielen. Die Tastatur bietet dabei trotzdem eine gewisse „Griffigkeit“ und fühlt sich keinesfalls billig an. Leider verfügen die Tasten aber nicht über Aftertouch.

Anschlüsse

Die Anschlüsse des Controllerkeyboards umfassen je einen USB-, MIDI- und Sustainpedal-Anschluss. Obwohl sich das Impact LX88+ über die USB-Buchse mit Strom versorgen lässt, bietet es als einziges Modell aus der LX+ Serie auch eine Anschlussmöglichkeit für ein externes 9V-Netzteil, das allerdings nicht mitgeliefert wird. Einer Verwendung ohne Computer als reines MIDI-Keyboard (z.B. auf der Bühne) steht also nichts im Weg. Übrigens bleibt neben dem Netzteil-Anschluss auch die MIDI-Buchse dem großen LX88+ vorbehalten, die kleineren Modelle der Serie bieten diese Möglichkeit nicht.

Pro & Contra

  • Unterstützung für fast alle gängigen DAWs
  • vorkonfigurierte Mappings für viele Software-Instrumente
  • erweiterte Transport-Steuerung
  • einfache Installation
  • übersichtliche Bedienoberfläche

  • Kein Aftertouch
  • Ableton Live und Pro Tools werden bisher nur unzureichend unterstützt

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