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Test
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16.11.2016

Praxis

Installation und DAW-Steuerung

Obwohl das LX88+ auch als gewöhnlicher MIDI-Controller funktioniert, steht die Steuerung verschiedener DAWs bei Nektar wie gewohnt im Vordergrund. Nach der Registrierung auf der Homepage des Herstellers, die erfreulich unkompliziert vonstatten geht, stehen vorkonfigurierte Templates zur Integration in 11 bekannte DAWs zum Download bereit. Die Liste der unterstützten DAWs hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht geändert, als da wären:

 

  • Apple Logic / GarageBand
  • Bitwig Studio
  • MOTU Digital Performer
  • Presonus Studio One
  • Reaper
  • Propellerheads Reason
  • Steinberg Cubase / Nuendo
  • Cakewalk Sonar
  • Fruity Loops Studio

Nach dem Installieren des Treibers – in meinem Fall für Steinberg Cubase 8.5 – wird das Impact LX88+ im Geräte-Menü als Controller angezeigt und ist einsatzbereit. Die typischen Funktionen stehen sofort zur Verfügung, ohne dass man sie erst einrichten müsste. So steuert man mit den Fadern den Mixer und schaltet mit den darunter liegenden Tastern die jeweilige Spur auf stumm. Mit dem Shift-Taster können dann feinere Einstellungen vorgenommen werden, wie etwa das Durchschalten zu weiteren Spuren. Auch die Transporttasten verrichten ihren Dienst wie erwartet.

Das Impact LX88+ bietet die drei Betriebs-Modi Mixer, Instrument und Preset. Sie werden mit den zugehörigen Tastern unterhalb des Displays aktiviert. Im Instrument Mode lassen sich Software-Instrumente mit den Fadern und Drehreglern des Keyboards steuern. So kann man beispielsweise Synthesizer mit den Potis steuern. Im Falle einer Orgel-Simulation übernehmen die Fader die Funktion der Zugriegel. Für zahlreiche beliebte Plug-ins sind vorkonfigurierte Parameter-Mappings enthalten, durch die man ohne weitere Konfiguration direkt loslegen kann. Eine Liste mit den unterstützten Plug-ins ist auf der Hersteller-Webseite zu finden.

Für manuelle Zuweisungen gibt es darüber hinaus noch den Preset-Modus, der in fünf Presets und vier Pad-Mappings die Erstellung eigener Setups erlaubt. Im Preset-Modus sendet das LX88+ gewöhnliche MIDI-CC-Daten, die individuell programmiert und angepasst werden können. Hier lohnt sich ein Blick in das mitgelieferte Handbuch, denn die Programmierung erfolgt über die Tastatur und entsprechende Shift-Befehle.  

Neue Funktionen

Für Clip-basierte DAWs gibt es jetzt die beiden Taster „Clips“ und „Scenes“, die sich rechts neben den Pads befinden und beispielsweise in der Software Bitwig 8-Track ihre Verwendung finden. Im Clip-Modus lassen sich mit den Pads Audioclips abspielen. Ähnlich verhält es sich mit den Scenes, allerdings wird die Unterstützung der Clips und Scenes bislang nur im PDF-Handbuch der Bitwig-Software erwähnt.

In diesem Zusammenhang ist es schade, dass Ableton Live – immerhin die Clip-basierte DAW schlechthin – bislang nur oberflächlich unterstützt wird. Für Live findet man auf der Hersteller-Seite keine Installer-Datei wie für die anderen DAWs, sondern lediglich einen Link zu einem Skript, das manuell in einen Ordner von Ableton (Version 8.3 oder höher) kopiert werden muss. Die Steuermöglichkeiten für Live sind leider begrenzt und reichen nicht an die tiefe Integration der anderen DAWs heran. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn Nektar hier die Bandbreite an unterstützten DAWs noch erweitern würde. Neben Ableton Live wird auch Pro Tools bisher nicht voll unterstützt. Hier darf man auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung hoffen!  

Pro & Contra

  • Unterstützung für fast alle gängigen DAWs
  • vorkonfigurierte Mappings für viele Software-Instrumente
  • erweiterte Transport-Steuerung
  • einfache Installation
  • übersichtliche Bedienoberfläche

  • Kein Aftertouch
  • Ableton Live und Pro Tools werden bisher nur unzureichend unterstützt

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