Gitarre Hersteller_Nexi_Industries
Test
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14.01.2019

Nexi Industries Wah WWA-01-UD Urban Design Test

Wah-Pedal für E-Gitarre

Integrierter Wah-Sager

Das Nexi Industries Wah WWA-01-UD Pedal des in Amsterdam beheimateten Effektpedal- und Board-Herstellers ist Teil des Effektpedal-Systems, das mit einem Red Dot Award ausgezeichnet wurde und zu dem auch das innovative "The Solution"-Bord gehört. Das clevere Effektboard erlaubt den nahtlosen Betrieb der markeneigenen Pedale ohne Signal- oder Stromkabel.

Per Adapter ist das System aber auch offen für herkömmliche Pedale und umgekehrt lassen sich die Nexi-Industries-Pedale auch auf ganz klassische Weise einzeln vor dem Verstärker oder im Einschleifweg betreiben, mit externer Stromversorgung oder sogar mit Batterie. Und auch das zum heutigen Test bereitstehende Wah-Wah muss seine Prüfung allein und ohne familiäre Unterstützung durchstehen.

Details

Wie für die Pedale der Marke üblich, erreicht mich auch das Wah in einem schlichten Karton, in dem es sicher verpackt seinen Weg aus dem Werk in China in unsere heimischen Gefilde gefunden hat. Recht lang fällt es mit 26,5 cm aus, bei 7,5 cm Breite. Ist die Wippe nach vorne gedrückt, misst die Höhe 6,4 cm, nach hinten 8,4 cm.

Das komplett in Grau lackierte Wah bringt exakt 990 Gramm auf die Waage, was sicherlich auch an dem robusten Aluminiumgehäuse liegt. Rein optisch gefällt mir das futuristisch designte Pedal sehr gut, es wirkt auf mich gleichzeitig edel und robust. Wem das Design, zumindest was die Farbgebung betrifft, etwas zu schlicht ist, kann auch zum Original- oder zum Racing-Stripes-Design greifen.

Für einen rutschfesten Stand sorgen zwei Gummiplatten, wobei die hintere den Multipin-Anschluss beherbergt, den das Nexi-Board verlangt und der das Eingangs- und Ausgangssignal leitet sowie die Stromversorgung sicherstellt. Abgedichtet ist diese Buchse mit einem Plastikstreifen. Das ist durchaus sinnvoll, denn wie schnell verteilt sich ein Getränk über das Board oder das Pedal, was sich bei ungeschützten Geräten bekanntermaßen nicht sonderlich gut mit stromführenden Teilen versteht. Offensichtlich hat das Nexi Industries Designerteam, dessen Mitglieder sich allesamt als Pedal-Freaks bezeichnen, bereits ganz ähnliche Erfahrungen gemacht und dementsprechend alle Produkte spritzwassergeschützt konstruiert.

Das analog aufgebaute Wah lässt sich auch mit einem 9-Volt-Block betreiben. Um diesen anzuschließen, müssen die Torx-Schrauben in der hinteren Gummierung gelöst werden - das passende Werkzeug sollte man allerdings zur Hand haben.

Die linke und rechte Gehäuseseite beherbergen Ein- und Ausgangs-Klinkenbuchsen, die ebenfalls jeweils mit einem Gummi verschlossen sind, ebenso die an der Stirnseite befindliche Netzteilbuchse, an die ein herkömmliches 9-Volt Gleichstromnetzteil oder eine zentrale Spannungsversorgung passt.

Zum Aktivieren des Wah-Effekts muss die mit Gummi verkleidete Wippe durchgetreten werden, was man so beispielsweise auch vom klassischen Dunlop-Cry-Baby kennt. Sobald das Pedal arbeitet, wird die vordere abgeschrägte Fläche per LED illuminiert, was, ganz nebenbei erwähnt, schon ziemlich schick aussieht und auch aus einiger Entfernung deutlich den Betriebszustand signalisiert.

Das Nexi-Wah arbeitet mit einer Zahnstange, die fest mit der Wippe verbunden ist und wie bei anderen klassischen Wah-Pedalen ein 100 kOhm Poti bewegt.

Das Pedal macht einen überaus wertigen Eindruck und bietet, was die Verarbeitung betrifft, keinerlei Anlass zur Kritik.

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Audiobeispiele

Pro & Contra

  • tadellose Verarbeitung
  • eher Vintage-angehauchter Wah-Sound
  • gut austarierter Regelweg der Wippe
  • LED-Beleuchtung

  • ruckeliger Regelweg (bei diesem Testpedal)
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