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24.01.2018

Next Audio Lab Rekord Buddy 2 Test

DJ-Software

Library Management Tool

Um in der DJ-Branche erfolgreich zu sein und sowohl professionell als auch flexibel im Umgang mit seinen Zuhörern arbeiten zu können, ist es wichtig, seine umfangreiche Musik-Library gut zu strukturieren und gut zu organisieren. Hat man nach tagelanger Arbeit endlich seine komplette Palette an Sounds in verschiedene Kategorien unterteilt und mit Metadaten und Cue-Punkten versehen, so ist der Schock groß, wenn man wenige Tage/Stunden vor dem nächsten anstehenden Gig durch unvorhersehbare Umstände mit der Tatsache konfrontiert wird, dass man sein „normales“ Setup nicht benutzen kann und auf eine Alternative umsteigen muss. Kein Problem mit Rekord Buddy 2!

Details

Rekord Buddy 2 ist ein Tool zum Abgleich von Musikbibliotheken, Metadaten, Cue-Punkten und Beatgrid-Informationen zwischen Rekordbox, Traktor und Serato. Außerdem ist es ein wunderbares Musikorganisationsprogramm mit sehr hilfreichen Features, das es sich, um es vorab zu sagen, zu kaufen lohnt. Los geht’s! Vor der Installation – die Lizenz gilt für zwei Computer – solltet ihr prüfen, ob die Versionsnummern der verwendeten Softwares miteinander kompatibel sind und obendrein ein Backup eurer Musikbibliothek anlegen, das euch vor möglichen Datenverlusten schützt. Ebenso könnt ihr eure Master-Library, in meinem Fall Traktor, schützen, sofern ihr Änderungen in Rekord Buddy nicht auf Traktor übertragen wollt. Sollte eure präferierte DJ-Software die von Pioneer sein, muss vor dem Öffnen Rekord Buddys eine Vorbereitung in Rekordbox selbst getroffen werden, welche einen Export der Musiksammlung als XML-Datei verlangt. Im Handbuch wird dieser Schritt detailliert beschrieben, weitere Hilfestellung gibt dieser Crashkurs.

Nach Exportieren der Datei und erneutem Öffnen und Synchronisieren innerhalb von Rekord Buddy wird die Möglichkeit angeboten, Rekordbox als Master-Collection zu verwenden.

Interpretation der Ergebnisse

Nach vollzogener Synchronisation kann eine Fehlermeldung auftreten, welche aber erstmal kein Grund zur Sorge ist, da Rekord Buddy 2 auf alle nicht vorhandenen Daten vorhandener Tracks in Form einer Fehlermeldung aufmerksam machen will. Außerdem werden fehlende Musiktitel, welche in Playlists o. ä. bewegt werden, ebenfalls als Fehlermeldung nach der Synchronisation angezeigt. Problemberichte dieser Art können vom Nutzer entweder durch Ergänzen der fehlenden Informationen oder durch Löschen der Titel ohne Quelldatei behoben werden oder im Allgemeinen gar ignoriert werden. Sogenannte „Kritische Warnungen“ sind im Benutzerhandbuch nachzuschlagen, um erhebliche Fehler im System ausschließen zu können.

Features

Wer es satt hat, ständig Unmengen an Zeit in die Suche nach geeigneten Tracks für den anstehenden Gig zu investieren, sollte sich mit den nützlichen Features vertraut machen. Neue Funktionen, wie beispielsweise Tagging in Kombination mit der Nutzung intelligenter Playlisten, ermöglichen es, eine Vielzahl von Informationen und Metadaten vernetzen zu können, um sein Organisationssystems optimal zu verbessern.

Tagging

Selbstverständlich ist es möglich, jedem in der Musiksammlung vorkommenden Musikstück unterschiedliche Parameter bzw. Metadaten wie Interpret, Titel, Album, Genre, BPM etc. zuweisen zu können und nach diesen Auswahlkriterien die gewünschten Titel herauszufiltern oder zu ordnen. Rekord Buddy 2 bietet nun die Möglichkeit, zusätzliche Gruppierungen und explizite Tags (Etiketten) mit in die Metadaten des Musikstücks einzubinden, um so konkrete und komplexe Verknüpfungen im Organisationssystem herzustellen. Jeder dieser Parameter lässt sich durch das Öffnen des Fensters für Metadaten via Rechtsklick sehr leicht verändern:

Playlists

Wird nun eine der im Browser angezeigten Tag-Listen angeklickt, so werden in der Track-List alle Musikwerke mit dem bestimmten Tag angezeigt. Zusätzlich kann man die Tags auf mehreren Ebenen setzen, sodass weitere Sub-Tags eingebunden werden können. Bei der Erstellung von Playlisten kann entweder ein Playlisten-Ordner, eine Playlist oder eine intelligente Playlist angelegt werden, welche beim Klicken des „+ Buttons“ in der linken unteren Ecke des GUI angezeigt wird. Nun können die für die Playlist vorgesehenen Tracks einfach per Drag and Drop zugewiesen werden – sehr intuitiv.

Will man von Vornherein bestimmte Abläufe automatisieren, so können intelligente Playlists angelegt werden, die unter Berücksichtigung verschiedener, von euch vorgegebener Gesetzmäßigkeiten automatisch mit Musiktiteln gefüllt werden. Als Filter für die jeweilige intelligente Playlist können alle im Rekord Buddy verfügbaren Arten von Metadaten fungieren.

Die neue Funktion „Playlisten klonen“ ermöglicht es, jede beliebige Playlist zu duplizieren und ihr Organisationssystem und ihre Darstellungsmöglichkeiten unabhängig von der ursprünglichen Quelle zu verändern. Das ist sehr nützlich, wenn man sein musikalisches Konzept für den nächsten Gig plant und verschiedene Herangehensweisen ausprobieren will. Man könnte beispielsweise ausprobieren, „All Tracks“ zu klonen, diese nach Genre zu filtern und weiter z. B. nach Tags oder Comments zu katalogisieren. Tags und Comments, wie Warm-Up, Floorfilla oder Peak Time könnten hier als Information über den zeitlichen Ablauf des Gigs dienen und euch die Suche nach geeigneten Tracks beim Auflegen enorm erleichtern.

Pro & Contra

  • schlichtes, intuitives User-Interface
  • schnelle Synchronisation
  • komplexe Strukturierungsmöglichkeiten
  • große Zeitersparnis bei Musikorganisation und Vorbereitung
  • Lizenz für 2 Computer
  • kostenlose Generationsupdates
  • Preis

  • Anzeigeprobleme in der Track-View
  • Navigationsmöglichkeiten bei der Track-Auswahl
  • kleinere System-Bugs

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