Hersteller_Orange
Test
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02.05.2011

Praxis

Die beiden Würfel werden nun in der Praxis auf Klang und Schalldruck geprüft. Dazu habe ich auf das Verwenden eines Netzteils verzichtet und beide Amps im Batteriebetrieb laufen lassen. Nach einem Dauerbetrieb von vier Stunden hatte keiner der Probanden Müdigkeitserscheinungen, daher ist mit guten Alkaline-Batterien auch ein längerer Lagerfeuer- oder Straßenmusik-Gig realisierbar.

Micro Crush Stereo
Zuerst ist der Große an der Reihe und als Einstieg habe ich die mittlere Einstellung von Gain und Tone gewählt, um zu hören, in welchem Zerrstadium er sich dabei befindet.

Gitarre Gain Tone Volume
Strat 12 12 15

Hier ist der Ton noch völlig unverzerrt, und erst beim Volume-Regler auf 15 Uhr ist eine moderate Zimmerlautstärke erreicht. Die Bässe erscheinen etwas unterbelichtet, aber das ist bei zwei 4“ Lautsprechern auch nicht anders zu erwarten.

Erst bei Gain-Einstellungen nach 15 Uhr setzt - mit einer Single-Coil Gitarre betrieben - eine leichte Zerre ein, die im letzten Viertel des Regelwegs schnell zunimmt.

Gitarre Gain Tone Volume
Strat 15 12 12

Deshalb heißt es, nach 15 Uhr mit dem Gain-Regler vorsichtig umzugehen, denn hier geht ganz schnell die Post ab und der Amp wird schon bei kleinen Potibewegungen fast doppelt so laut. Für eine ähnliche Lautstärke wie beim Cleansound, nur eben mit etwas mehr Verzerrung, muss ich den Master um ein Viertel zurückdrehen. Jedenfalls hat das kleine Kästchen eine Wahnsinnslautstärke! Für kleine Bandproben könnte man ihn theoretisch mitnehmen, nur blökt er etwas stark - Hörgenuss ist dabei nicht immer gewährleistet. Trotzdem finde ich diese Leistung bei 6 Watt schon enorm. Beim Freiluftgig kann man also mit einem Cajonspieler locker mithalten, vorausgesetzt, es ist kein Cleansound angesagt. Und so klingt’s dann mit der Strat bei vollem Gain.

Gitarre Gain Tone Volume
Strat 17 12 9

Selbstverständlich kann man mit einer Humbuckergitarre ein noch heftigeres Brett aus dem Crush Stereo herauskitzeln.

Gitarre Gain Tone Volume
Strat 15 11 12

Bei höheren Volume-Einstellungen ist ein kleines Extra an Verzerrung möglich, aber generell liegt das Ganze im Mid-Gain-Bereich, bestens für den Standard-Rock-Einsatz geeignet. Wer mehr Gain benötigt, der kann zusätzlich ein deftiges Distortionpedal vor den Amp schalten. Anpassungsprobleme gibt es dabei keine. Die typische Interaktion zwischen Amp und Gitarre ist auch hier vorhanden – so lässt sich zum Beispiel der Verzerrungsgrad sehr gut über den Lautstärkeregler der Gitarre steuern. Hier ein Beispiel mit der Les Paul. Das Volume-Poti ist zuerst auf 3, dann voll aufgedreht.

Gitarre Gain Tone Volume
Strat 15 11 12


Mono Crush

Jetzt kommen wir zum kleinen Bruder. Der ist mit seinen 3 Watt selbstverständlich wesentlich leiser und beginnt auch viel früher zu zerren. Für Zerre und Lautstärke steht nur ein Volume-Regler zur Verfügung, weshalb ein Cleansound nur bei relativ geringem Pegel möglich ist, den ich mal als „Schlafzimmerlautstärke“ bezeichnen würde.

Gitarre Overdrive Tone Volume
Strat Off 12 9,5

Bei Volume auf 12 generiert eine Humbuckergitarre in normaler Zimmerlautstärke schon etwas mehr Brett.

Gitarre Overdrive Tone Volume
SG Off 12 12

Im Gegensatz zum großen Bruder gibt es beim Crush Pix 3 einen zusätzlichen Schalter für den Overdrive-Sound, der dann der kleinen Kiste einen Mini-Rockton entlockt.

Gitarre Overdrive Tone Volume
SG On 12 12

Mit dem Tone-Regler kann man den Klang von „muffig“ bis „extrem kratzig“ einstellen. Ab 12 Uhr wird es sehr grell, aber von einem Amp für weniger als 50 Euro und einem 4“ Lautsprecher sollte man fairerweise auch keine klanglichen Wunder erwarten. Hier sind drei Positionen des Tone-Reglers bei maximalem Volume mit Overdrive.

Gitarre Overdrive Tone Volume
SG On 7-12-17 17

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Verarbeitung
  • Optik
  • Tuner
  • regelbarer Aux In (Micro Crush Stereo)

  • Zerrt schon bei geringer Lautstärke (wie man’s nimmt...) (Micro Crush)
  • lässt sich nur mit einem 18-V-Netzteil betreiben (Micro Crush Stereo)

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