Software
Test
10
06.07.2020

Praxis

Preset-Schleuder oder Sounddesign-Tool


Das Routing von Output Thermal war für mich nicht gleich durchschaubar, auch weil ein richtiges Handbuch fehlt. Im Plugin selbst gibt es zwar eine Hilfefunktion, die allerdings etwas chaotisch anmutet. Nach kurzer Eingewöhnung und ein paar Grundlagenexperimenten kommt man dennoch dahinter und kann eigene Effekte bauen – allerdings bleibt das Ganze dennoch irgendwie abstrakt. Richtig geile Ergebnisse hab ich selbst nicht gewinnen können.

Die Presets sind indes ziemlich schön und stellen eine gute Grundlage für Anpassungen dar – wobei sich die Anpassungen meist auf die „rhythmische“ Bearbeitung der Modulatoren beschränken, die an sich wirklich unkompliziert ist. Lediglich die kleinen Punkte, die die Modulationsverknüpfug symbolisieren, sind mit der Maus schwer zu erfassen. Alles in allem sind dennoch recht schnelle Ergebnisse möglich, die besonders in den extremeren Einstellungen überzeugen. 

Alternativen

Ein Tool für filigrane Mix-Saturation ist Thermal für mich nicht. Da ist Fabfilter Saturn 2 eher was für – oder mein persönlicher Favourit, der Izotope Ozone9 Exciter. Dieser Exciter hat auch einen vollwertigen Paralle-Mode bzw. handelt es sich dabei um einen „richtigen“Multi-Band-Effekt. Bei Thermal vermisse ich einen expliziten Parallel-Modus, auch wenn man den mit den seriellen Bändern durchaus faken kann – die Crossover aber händisch in jeder Stage setzen zu müssen, nervt. Dennoch, so intuitv kreativ wie Thermal sind die anderen beiden meiner Meinung auch nicht.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • kreative Distortion für lebendige Effekte

  • einfach zu bedienende Modulatoren

  • überschaubare Komplexität

  • Modulationsverknüpfungen schwer zu greifen
  • 
keine echten parallelen Bänder bzw. Multi-Band

  • hoher Preis

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