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Test
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10.03.2014

Peavey HIsys H10, H12, H15, H15 Sub & H18 Sub System Test

Aktives und kompaktes PA-System

Intuitiv und flexibel – Plug & Play mit Peavey

Das HIsys Klein-PA-System von Peavey im bonedo.de-Test: Die HIsys-Reihe ist eine Eigenentwicklung dieses Herstellers, die bereits in den den Neunziger Jahren begann. Damals wie heute wurde und wird das System in Italien gefertigt.

Peavey mischt nun auch schon lange Zeit in der professionellen Audiobranche mit und wurde konkret 1965 als „One-Man-Show“ von Hartley D. Peavey gegründet. Er führte sein Unternehmen zu einem weltweit agierenden Konzern, der in mehr als 130 Ländern über 2000 Produkte vertreibt und immerhin mehr als 180 weltweite Patente angemeldet hat. Die Company vertreibt Musikinstrumente, Verstärker, Klein- und Groß-PAs, Software, Recording-Equipment, Consumer-Elektronik und eine Vielzahl an Zubehör. Den Namen „Peavey“ kenne ich noch aus meiner Jugend. Ich erinnere mich an meine ersten Konzerte als Techniker, bei denen eisenschwere, riesige Boxen aufgestapelt wurden. Das ganze wurde mit Verstärkern, die nur zu zweit getragen werden konnten und nicht unter 40 kg wogen, dafür aber „echten“ Strom lieferten, befeuert. Dieses „schwere“ Leid gehört glücklicher Weise der Vergangenheit an...  

Für die Entwicklung der HIsys war Peaveys „5P“-Strategie maßgeblich: Powered, Portable, Professional, Plug & Play. Eine Box also, die so einfach wie möglich zu bedienen ist und mit der somit zunächst auch nicht so viel falsch gemacht werden kann. Ziel war es, eine möglichst praxisgerechte Lösung zu finden, die den Ansprüchen von Musikern und Technikern gleichmaßen gerecht wird. Darüber hinaus sollten die Topteile auch als Monitorwedge einsetzbar sein. Resultat der Arbeit ist also die neue HIsys-Serie. Es stehen drei verschiedene Tops mit den Woofergrößen 10, 12 und 15 Zoll zur Verfügung. Für das passende Tiefenfundament sorgen zwei passende Subs mit 15- und 18-Zoll Treibern.  

Ich werde im Folgenden unseren Testkandidaten dahingehend auf den Zahn fühlen, ob die „5Ps“ sich auch wirklich in der Serie wiederfinden lassen und wie es um die Kombinationsmöglichkeiten konkrekt bestellt ist. Dann mal auf zum HIsys-Systemtest...

Details

In meinem Lieferumfang, der ziemlich üppig war, befanden sich die drei Tops: H10, H12 und H15 sowie die beiden Subs H15 und H18. Dazu gab es noch ein Hochstativ und eine M20 Hochstativstange. Eine Bedienungsanleitung habe ich allerdings nicht vorgefunden.  

Beim Auspacken wurde sofort klar, dass es sich hier um keine Billig-PA handelt. Keine scharfen Kanten oder Ecken, die Gehäuse machen zudem einen sehr robusten Eindruck. Das Design der Tops ist für meinen Geschmack durch die spitz nach hinten zulaufenden Rückwände gut gelungen. Abgerundet wird das Ganze durch das ebenfalls sich dieser Form anpassende dicke, glatte rückseitige Kühlblech, das die Verstärkerelektronik vor Überhitzung bewahren soll. Peavey ist es gelungen, schlichte Eleganz mit funktionellem Industriedesign zu kombinieren. Diese schlichte Linie wird auch bei den Subs fortgeführt. Hier findet man lediglich die Tragegriffe an den Seiten und ein großes, sattes Alublech auf der Rückseite vor, die das Netzteil und den Amp beheimatet.

Es scheint für die Entwicklung wohl noch eine weitere Maxime gegeben zu haben, von der in den 5Ps nichts stand: So wenig Knöpfe und Bedienelemente wie möglich! Von derartigen Konzepten bin ich ein großer Fan, wenn die wenigen integrierten Features auch das bieten, was benötigt wird und sie zudem das tun, was sie versprechen. Nicht umsonst sind z.B. bei vielen Kollegen gewisse Kompressoren sehr beliebt, die nur zwei Knöpfe haben. „Wo wenig ist, kann auch wenig kaputt gehen“, hat mal ein meiner Ansicht nach sehr versierter VW Käfer-Schrauber zu mir gesagt. Doch was mir noch viel wichtiger erscheint, ist die Tatsache, dass man dadurch auch viel weniger falsch machen kann. Das Einfachste kann auch gern einmal das Beste sein. So, genug der Philosophie...Optisch passen diese Komponenten jedenfalls sehr gut zueinander!  

Mein erster Eindruck war, dass die drei Tops exakt gleich aussehen und sich nur hinsichtlich ihrer Gehäusegröße und ihres Gewichts unterscheiden. Das Gleiche gilt für die Subs - der 18er ist einfach ein Stück voluminöser und schwerer als der 15er. Sollte vielleicht sogar die gleiche Elektronik verwendet worden sein? Ein Blick in ein beigefügtes Datenblatt bestätigt die Vermutung: Die Topteile haben alle die gleichen Elektronikmodule unter der Haube. Ebenso verhält es sich bei den Woofern - hier wurden gleiche Verstärker und Netzteile verbaut, was den Systemtest etwas unkomplizierter werden lässt. Ich werde demnach also im folgenden bei den Tops und Subs nur auf je ein Verstärker- und Netzteil-Modul eingehen müssen. Interessanter und vielseitiger wird es dann sicherlich, wenn wir die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten ins Auge fassen. Aber bevor es in den Praxistest geht, noch ein paar Details.  

Der Sub

Beide Subwoofer der Serie, ein 15er und ein 18er stehen mir hier zur Verfügung. Gar nicht so einfach, die „Wuchtbrummen“ zu bewegen. Der 15-Zöller wiegt 32,8 kg und der 18er 43,8 kg. Gute Unterstützung beim „Wuchten“ erfährt man von den wirklich perfekt ausbalancierten seitlichen Tragegriffen. Da hat sich auf jeden Fall jemand Gedanken gemacht... Für viele mobile Einsätze befinden sich auf der Rückseite vier Rollenaufnahmen mit je vier Schrauben. Die Aufnahmen sind hinsichtlich der Dimensionen so gewählt, dass man Rollen aus jedem Baumarkt dort anbringen kann und nicht auf ein spezielles Zusatzset zurückgreifen muss. Sehr praktisch, wenn mal eine Rolle das Zeitliche segnet, denn dann gibt es keine Beschaffungsnot.  

Die schwarzen, aus Birkensperrholz gefertigten Chassis sind mit einem extra strapazierfähigen Epoxidharz-Lack überzogen. Die Treiber sind durch ein schwarzes, stabiles Metallgitter vor äußeren Einwirkungen geschützt, während ein dahinter liegender Akustikschaumstoff den Einzug von Staub ins Innere der Box verhindert. Beide Subs verfügen über vier fest angebrachte Gummifüße, die das Gehäuse vom Boden entkoppeln sollen. Wer mehr als einen Sub verwenden und diese stapeln möchte, nutzt hierfür die vier Aussparungen an der Oberseite. So kann sich der Turm in sich nicht verschieben oder verkanten. Das klingt einfach und ist auch absolut sinnvoll, aber leider bei einigen anderen Herstellern nicht selbstverständlich. Die Kisten können natürlich auch geflogen werden - realisiert wird das mit Hilfe der vier Flugpunktaufnahmen auf der Oberseite des Gehäuses. Beim Betrieb mit einem darüber installierten Topteil hilft ein mittig eingelassenes M20-Gewinde, in das die Stativstange geschraubt wird.  

Auf der Rückseite befindet sich die leicht nach innen versetzte Schaltzentrale mit Netzteil und Verstärkerelektronik. Schalter und Poti können so beim Transport nicht so leicht beschädigt werden. Peavey hat für das Netzteil extra keine Powercon-Verbindungen gewählt, um mit den gängigeren Schuko-Anschlüssen flexibler zu bleiben. Die Bezeichnung „Schaltzentrale“ ist zwar ein wenig übertrieben, aber immerhin findet man hier zwei symmetrische Kombibuchsen (XLR/Klinke 6,3 mm), die eine Eingangsempfindlichkeit von +4 dBu aufweisen, die mit „Input Left“ and „Input Right“ eindeutig beschriftet sind. Daneben liegen auch gleich die symmetrischen Thru-Ausgänge, die als XLR ausgeführt wurden. In der Mitte ist ein Ground-Lift Schalter platziert, um eventuelle Brummschleifen auszuschließen. Nun, was braucht man noch für ein sparsames Gesamtwerk? Klar, ein Gain-Regler für die Eingänge, der links oben installiert ist, und ein darunter arrangiertes analoges Tiefpassfilter, dessen Grenzfrequenz zwischen 80 Hz und 125 Hz variieren kann. Zu guter Letzt haben die Entwickler dem Sub noch einen 180-Grad Phasenschalter spendiert, der direkt neben dem Trennfrequenz-Switch seinen Platz gefunden hat. Eine LED signalisiert die Betriebsbereitschaft und eine weitere den Einsatz des Limiters. Und das war es auch schon! Was braucht man mehr zum Glücklichsein...?

Wenn man dem Datenblatt trauen darf, geht es unter der schlichten Fassade ganz ordentlich zur Sache. Das Leistungsvermögen der Endstufen gibt der Hersteller mit 2000 Watt Peak und 1000 Watt RMS an. Da kann man sich denken, warum das glatte, lange Kühlblech so großflächig ist, zumal es ja auch keine Ventilatoren gibt, die die Elektronik kühlen. Das kann sehr nützlich sein, gerade bei Anwendungen, wo es zwischendurch gerne mal leise sein soll, wie z.B. bei Beschallungen zu Hochzeiten, womöglich in der Kirche oder auch bei Tagungen.

An möglichem Schalldruckpegel wird hier allerdings nicht gespart. Der 15er soll 133 dB max. SPL bei einem Frequenzgang von 45 Hz - 120 Hz schaffen (ohne Angaben von Abweichungen). Der große Bruder kann noch ein wenig mehr - laut Hersteller ermöglicht der 18er einen Pegel von maximal 135 dB(SPL) bei einem Übertragunsgbereich von 41 Hz – 120 Hz (auch hier keine Angabe von Abweichungen). Auf dem Papier bedeutet das ordentlich Dampf. Ihre Betriebsspannung erhalten die Woofer aus SMPS-Netzteilen (Switch-Mode-Power-Supply), zu deutsch „Schaltnetzteile“. Diese haben bekanntermaßen einen deutlich höheren Wirkungsgrad als Trafo- oder Längsspannungsreglernetzteile, wodurch die maximale Leistungsaufnahme auch nur bei 350 VA liegt.

Der größte Unterschied zischen dem H15- und dem H18-Sub liegt in erster Linie natürlich in der Größe des Treibers begründet. Im H15 wurde ein 15 Zoll großer Ferrite Speaker mit einer 3 Zoll großen Schwingspule der zweiten Generation verbaut. Der H18 Sub hingegen beherbergt einen 18-Zöller mit einer 4-Zoll-Schwingspule. Mit der „zweiten Generation“ weist Peavey darauf hin, dass die nun verwendeten Treiber bei gleicher Leistung deutlich leichter als die der ersten Generation sind, was man als geneigter PA-Mensch erst mal freudig zur Kenntnis nimmt.

Die Tops

Mir wurden für diesen Test die H10, H12 und H15 Topteile zur Verfügung gestellt, sprich alle. Das schlichte und elegante Design der Subs setzt sich hier konsequent fort. Die Gehäuse aus Birkensperrholz mit ihrer graphit-schwarzen und strapazierfähigen Lackierung passen natürlich rein optisch wunderbar zu den Basswürfeln. Auch hier wurde wieder das 1,6 Millimeter starke Metallfrontgitter mit dahinter liegendem Akustikschaumstoff verwendet. Die Tops haben ebenso wie die Subs Gummifüße zur Entkopplung vom Boden spendiert bekommen, die so angebracht sind, dass sie im liegenden Monitorbetrieb nicht verrutschen können. Auch hier finden sich Aussparungen auf der Oberseite wieder, sodass sich die Tops ebenso gut „stacken“ lassen wie die Bässe. Die Gehäuseform ist derart gewählt, dass es im Monitorbetrieb möglich ist, den Hochtöner auf der rechten oder auf der linken Seite zu positionieren, was sich als sehr praktisch bei der Verwendung von zwei Monitorwedges für einen Sänger erweist. So kann man einen effektiven Stereobetrieb oder ein symmetrisches Abstrahlverhalten im Doppelmonobetrieb realisieren. Der Winkel, der hier mit 40 Grad gewählt wurde, ist meiner Ansicht nach perfekt für eine Monitorbox. Es gibt sicherlich Anwendungen, bei denen größere oder kleinere Winkel ein wenig angemessener sein mögen, aber bei den meisten Verwendungszwecken liegt man hier goldrichtig. Zudem war den Entwicklern eine clevere Positionierung der Anschlüsse wichtig, sodass die Kabel, Schalter und Potis weder im Monitor- noch im Standbox-Betrieb Gefahr laufen, abzuknicken oder abzubrechen. „Fluginteressierten“ offerieren Peaveys Topteile jede Menge Optionen, denn die Chassis verfügen über insgesamt neun Aufnahmen! Man findet je zwei auf der Ober- und Unterseite, dazu rechts und links jeweils zwei und zuguterletzt eine auf der Rückseite. Die Tragegriffe sind allerdings je nach Modell woanders zu finden. Die H10 und H12 haben je einen Griff auf der Oberseite, die große H15 dagegen hat jeweils links und rechts einen Transportgriff mitbekommen. Für meinen Geschmack gibt es da doch ein wenig Luft nach oben. Ich war schon immer ein großer Freund von Seitengriffen und Griffen auf der Oberseite, denn man weiß nicht immer, was einen vor Ort erwartet. Entweder sind die Gegebenheiten anders als angeündigt oder einer der Hands meldet sich kurzfristig krank... Auf der Unterseite befindet sich noch eine 35-Millimeter-Stativaufnahme, die leicht konisch zuläuft, damit das unerfreuliche Wackeln oder Drehen der Topteile ausbleibt.  

Innenleben

Außer hinsichtlich der Griffe unterscheiden sich die drei Tops natürlich in ihrer Speakerbestückung. Die H10 trägt einen 10-Zoll Ferrite Treiber mit einer 2-Zoll Schwingspule und einen 1-Zoll Polyester Diaphragm Compressions Hochton-Treiber in sich. Das Horn ist drehbar und der Hornwinkel beträgt 90 x 70 Grad, bei den beiden Brüdern H12 und H15 hingegen misst dieser 90 x 40 Grad. Die H12 kommt mit einem 12 Zoll großen Basstreiber und einem 1-Zoll-Hochtontreiber mit einer 2,5-Zoll-Schwingspule daher. Die H15 beherbergt standesgemäß einen Basslautsprecher im 15-Zoll-Format, die Hochtonabteilung ist die gleiche wie die des kleinen Bruders. Was das Gewicht angeht, gilt auch leider in diesem Fall: Je größer, desto schwerer. Die H10 wiegt 13,9 kg, die H12 gute 17,6 kg und die H15 bringt stolze 22,3 kg auf die Waage. In alle drei Tops sind, wie auch in den Subs, Ferrite-Treiber der zweiten Generation verbaut, was sie im Vergleich zu ihren Vorgängermodellen hinsichtlich des „Schleppgewichts“ besser aussehen lässt.  

Elektronik

Netzteil und Verstärker sitzen auf der Rückseite der Box. Das große, glatte, abgewinkelte Alublech ist der Kühlkörper der Elektronikeinheit und passt sich den spitz nach hinten zulaufenden Rückwänden perfekt an. Es ist mit insgesamt 14 Schrauben fixiert und kann relativ leicht herausgenommen werden. Die Demontage der Platine erweist sich ebenfalls als problemlos. Ein paar Multistecker von der Platine abgezogen, und man ist im Schadensfall nach wenigen Minuten bereit, ein Austauschmodul einzusetzen. Hier macht es sich bezahlt, dass alle drei Tops die gleiche Elektronik verbaut haben. Wenn man als flexibel agierender Dienstleister alle Modelle im Rüstwagen hat, braucht man nur ein Austauschmodul mitzuführen, welches dann für alle Speaker passt. Wie auch bei den Low-Frequency-Vertretern findet hier das Prinzip der Konvektionskühlung Anwendung, was bedeutet, dass keine Verwirbelungsgeräusche durch Lüfter entstehen und sich die H10/12/15 bestens für Veranstaltungen eignen, bei denen ab und zu absolute Ruhe herrschen soll.  

Wie bereits erwähnt, ist in den drei Tops die gleiche Verstärker- und Regelelektronik verbaut. Die potenten Bassverstärker liefern 1000 Watt Peak und 500 Watt RMS und die Amps der Hochtöner 200 Watt Peak sowie 100 Watt RMS. Den Strom für die Endstufen liefern auch hier Schaltnetzteile mit einem maximalen Stromverbrauch von 200 VA. Bei der Wahl der Stromkabel wurde auf das überall erhältliche Schukokabel zurückgegriffen.  

Sparsamkeit und Beschränkung auf das Nötigste waren auch hier wieder die Prämissen der Entwickler. Im Zentrum des Backpanels befindet sich die symmetrische XLR/Klinken-Kombibuchse, links daneben gleich der symmetrische Thru-Ausgang, ebenfalls als XLR ausgeführt. Rechts neben dem Eingang fand noch der Ground Lift-Schalter Platz, und darüber hat sich der Input-Regler niedergelassen. Der Eingang kann per Schalter hinsichtlich der Empfindlichkeit zwischen Mic (+34 dBu) und Line (+4 dBu) umgeschaltet werden. Das interessanteste Feature, ein vierstufiger Drehschalter, mit dessen Hilfe man die Box in vier verschiedene Betriebsmodi versetzt, hat sich in der linken oberen Ecke niedergelassen. Die vier Programme werden von einem DSP bereitgestellt, der intern mit 96 kHz und 40 Bit Floating Point werkelt. Das erste Preset ist das so genannte Standard-Preset, welches für Full Range-Anwendungen und einfache Plug&Play-Situationen konzipiert ist. Hiermit soll man kleinere oder spontane PA-Einsätze meistern können. Preset 2  nennt sich „Indoor“ und ähnelt der Funktionsweise eines Loudness-Schalters. Bässe und Höhen werden angehoben, und man hat das Gefühl, dass alles fetter und präsenter klingt. Dieses Setting ist für kleine Indoor-Beschallungen gedacht, bei denen eine eher geringere Lautstärke gefahren wird. Das dritte Preset trägt den Namen „Low Cut“ und ist für den Betrieb mit einem der Subwoofer angedacht. Der vierte und letzte Modus verbirgt sich hinter dem Setting „Monitor“, bei dem die typischen Feedbackfrequenzen im Bass-, hohen Mitten- und Hochtonbereich abgesenkt sind. Eine LED fungiert als „Power On“-Anzeige, eine weitere gibt Auskunft über den Einsatz des Limiters bzw. Multibandkompression. Der Vertrieb teilte mir mit, dass in der neueren Version die LED erst rot leuchtet, wenn der Limiter aktiv wird. Die alte Variante signalisierte mit rot schon den Einsatz des Multibandkompressors. Dieses nützliche Komprimierungs-Tool erlaubt es, die Box sehr laut zu fahren, ohne dass die sonst üblichen Verzerrungen oder krasse Pumpeffekte wegen zu frühem Limiting auftreten. Apropos Lautstärke, die Topteile können wirklich was. Die H10 liefert 129 dB bei einem Frequenzgang von 59 Hz – 19 kHz, die H12 bereits 131 dB bei 54 Hz – 19 kHz und die H15 soll sage und schreibe ganze 133 dB Schalldruckpegel bei einem Übertragungsbereich von 49 Hz – 19 kHz erzeugen, wobei keine Angaben über die Bedingungen der Messungen seitens des Herstellers gemacht werden.

Pro & Contra

  • Verhältnismäßig geringes Gewicht
  • Relativ große Leistungsreserven der Endstufen
  • Hoher möglicher Schalldruck
  • Monitorbox von beiden Seiten verwendbar

  • Keine Tragegriffe auf der Oberseite des H15 Top
  • Keine Seitengriffe an den H10 und H12 Tops

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