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Test
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18.07.2017

Peerless Guitars Gigmaster Jazz Test

Jazzgitarre

Blonde SchwESter

Mit der Peerless Gigmaster Jazz Archtop haben wir heute eine blonde Schönheit im Test, die mit zwei eingelassenen Humbuckern und einem Cutaway ihre Nähe zur ES 175 aus dem Hause Gibson nicht verleugnen kann. Allerdings ist die in Südkorea hergestellte Jazzgitarre trotz weiterer Gemeinsamkeiten, die sich bei genauerer Begutachtung ergeben, mit einem Preis von knapp unter 1000 Euro deutlich günstiger in der Anschaffung.

Peerless Guitars produzierte in der Vergangenheit für diverse namhaften Marken im Gitarrengeschäft, verschrieb sich aber vor einigen Jahren der eigenen Produktion von Jazzgitarren und Akustikgitarren unter eigenem Namen.

Details

Ins Haus geschneit kommt auch die Peerless Gigmaster Jazz in einem wertig wirkenden Koffer, der als Zubehör ein Reinigungstuch, einen Sechskantschlüssel zur Justierung des Halses sowie einen Rabattgutschein für die Gitarrenschule des britischen Fingerstyle-Jazzgitarrenmeisters Martin Taylor in petto hat.

Korpus

Die Ähnlichkeit zur Gibson ES 175 setzt sich auch in der Materialwahl des Korpus fort. So wurden sowohl Decke wie Boden und Zargen des Gigmaster Jazz Modells aus laminiertem Ahorn gefertigt. Die Hochglanz-Naturlackierung des geflammten Ahorns ist dabei ein absoluter Hingucker und wirkt auch bei näherer Betrachtung sehr gelungen. Ein zur Zarge übergehendes cremefarbenes Binding ziert die Ober- und Unterseite des Bodys. Die Decke wurde dabei zusätzlich mit einem schwarzen Streifen versehen.

In den für Jazzgitarren klassischen F-Löchern ist das Binding ebenfalls wiederzufinden. Typisch für diese Art von Gitarren ist ebenfalls das spitz zulaufende Cutaway, dass bei Soloausflügen für eine bessere Bespielbarkeit in den hohen Lagen sorgt. Etwas schlichter kommt das Pickguard daher, das, abgesehen von einem weißen Streifen an den Seiten, ganz in Schwarz gehalten ist. Der Saitenhalter aus Palisander will allerdings in meinen Augen nicht so ganz zum Rest passen, da er etwas klobig wirkt, was auch damit zu tun hat, dass auf eine Behandlung des Holzes weitestgehend verzichtet wurde.

Hals

Der Hals wurde aus Mahagoni gefertigt. Das Binding, dass es eben schon am Korpus zu entdecken gab, setzt sich am Griffbrettrand fort und umrundet sogar mehrlagig die Kopfplatte. Acryl-Einlagen schmücken das mit 20 Bünden versehene Griffbrett aus Palisander, dessen Abschluss ein 43 mm breiter Knochensattel bildet. Die Mensur beträgt übrigens 628 mm.

Elektronik/Hardware

Die Hardware dieses Modells ist verchromt. Bei den beiden eingelassenen Pickups handelt es sich um Epiphone 57 Classic Humbucker, die sich ganz traditionell über jeweils ein Volume-und ein Tone-Poti steuern lassen. Mithilfe eines Dreiwegschalters kann zudem wie gewohnt bestimmt werden, ob man die Tonabnehmer einzeln oder zusammen nutzen möchte. Die Saiten nehmen vom Tailpiece ihren Verlauf über einen Tune-O-Matic-Steg mit einer Basis aus Palisander und werden an der Kopfplatte von Glover GH109 Mechaniken in Stimmung gebracht. Ab Werk ist dieses Modell mit D'Addario EXL 116 Nickel Plated Steel Saiten mit einer Stärke von 011 - 052 bestückt.

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • schickes Design
  • guter verstärkter Sound
  • tadellose Verarbeitung
  • gute Bespielbarkeit
  • rückkopplungsfest auch in höheren Lautstärken
  • Koffer im Lieferumfang

  • Oktavreinheit nicht optimal eingestellt

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