Gear_DJ-Controller Hersteller_Pioneer
Test
5
27.11.2013

Fazit
(4 / 5)

Ich muss es ganz deutlich sagen: Von allen speziell für Serato entwickelten Add-On-Controllern, die ich bisher testen durfte, ist der Pioneer mit Abstand der Beste. Er bedient die Performance-Tools auf vier Decks so konsequent, dass sich innerhalb kürzester Zeit eine enorme Spielfreude einstellt. Und er macht auch vor der Serato-Library, den Layouts und dem Video-Plugin nicht halt. Dass das haptische Gefühl beim „Spielen“ mit den Kreativwerkzeugen der Software in Anbetracht eines für Pioneer typischen Qualitätsbewusstseins bei den verbauten Komponenten und der Verarbeitung für sich spricht, ist denke ich klar. Doch auch aus einem ergonomischem Betrachtungswinkel stimmt der Workflow. Die Bedienelemente sind durchdacht angeordnet und intuitiv zu handhaben, der Freiraum auf der Oberfläche ist angemessen und das visuelle Feedback, wenn ich einmal davon absehe, das Pioneer auf „Kirmesbeleuchtung“ für die unterschiedlichen Modi bedauerlicherweise verzichtet, gelungen. Effekte, Loops, Rolls, Slicer, Sampler – an alles hat die Konstruktionsabteilung gedacht – nur nicht an Play-Buttons. Schade. Auch hätte ich gern einen ungenutzten, vollständigen „MIDI-Layer-Modus“ statt nur der FX-Racks zur optionalen Eigenkonfiguration gesehen. Aus diesem Grunde und dem Fehlen einiger Funktionen, wie Loop-Shifting, die die hauseigene Controllerflotte bedienen darf sowie dem nicht zu unterschätzenden Preis von 399 Euro bleibt dem SP1 die volle Punktzahl verwehrt. Doch ich tendiere dennoch dazu, eine Kaufempfehlung auszusprechen, weil das Gerät einfach eine Menge Spaß macht und nicht zu vergessen „Plug’n’Play“ mit jeder kompatiblen Hardware läuft – egal ob zuhause oder im Club.  

Der DDJ-SP1 ist in meinen Augen ein „Must-Have“ für alle Serato-DVS-User, die eine effektuntermauerte Remix-Performance mit individueller Note anstreben und denen dafür die Tastatur, ein älterer (Scratch Live) Controller im MIDI-Modus oder eine iPad-App nicht ausreicht. Wer sich am Preis nicht stört, kann daher meiner Meinung nach zuschlagen.

  • Pro
  • Funktionsumfang
  • Bedienergonomie
  • Verarbeitungsqualität
  • Multifunktionale, anschlagdynamische Pad-Sektion
  • Für bis zu vier Decks ausgelegt
  • Umfangreicher Zugriff auf die Library und das Software-Layout
  • Schaltet weitere Funktionen für „einfache“ SDJ-Controller frei
  • Auch für Serato Video zu nutzen
  • Serato Video Lizenz im Lieferumfang
  • Contra
  • Keine mehrfarbige RGB-Beleuchtung für Pad-Modi
  • Keine Transportsektion
  • Kein frei „mappbarer“ vollständiger, alternativer MIDI-Layer
  • Etwas hoher Preis (für Besitzer von Serato Video)
  • Features
  • Vier-Deck-Steuerung
  • Autosync
  • Library-Control
  • Effektsektion
  • 16 gummierte Performance-Pads mit den Modi:
  • Hot Cue
  • Roll
  • Sample
  • Slicer
  • Auto Loop
  • Hot Loop
  • Manual Loop
  • Velocity-Modus
  • Mehr als 30 Sound-FX von iZotope in höchster Qualität
  • Acht Cue-Punkte auf jedem Deck
  • Synchronisierbare Sample-Bank mit sechs Slots
  • Slip-Modus
  • Censor
  • Serato Video Steuerung
  • MIDI vollständig zuweisbar zur Kontrolle jeder DJ-Software
  • Lässt sich auf Pioneers T-U101 X-Stand befestigen (separat erhältlich)
  • Benötigt: Serato DJ kompatiblen Mixer, Interface oder Controller
  • UVP: 399 Euro
Veröffentlicht am 27.11.2013

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Funktionsumfang
  • Bedienergonomie
  • Verarbeitungsqualität
  • Multifunktionale, anschlagdynamische Pad-Sektion
  • Für bis zu vier Decks ausgelegt
  • Umfangreicher Zugriff auf die Library und das Software-Layout
  • Schaltet weitere Funktionen für „einfache“ SDJ-Controller frei
  • Auch für Serato Video zu nutzen
  • Serato Video Lizenz im Lieferumfang

  • Keine mehrfarbige RGB-Beleuchtung für Pad-Modi
  • Keine Transportsektion
  • Kein frei „mappbarer“ vollständiger, alternativer MIDI-Layer
  • Etwas hoher Preis (für Besitzer von Serato Video)

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