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28.01.2016

Pioneer DJ RMX-1000 App für iOS Test

Effektor-App

Pioneer-FX für Tablet und Smartphone

Pioneers RMX-1000 fürs iPad ist eine Effektor-App, mit der sich ein Audiosignal, beispielsweise ein Musikstück aus der iTunes-Bibliothek, durch den Effektwolf drehen lässt. Dabei darf auf vier Effektkategorien zugegriffen werden, nämlich Isolate-FX, Scene-FX, Release-FX und X-Pad-FX, über die Einstellungsseiten nach euren Wünschen parametrisierbar. Ein Sample-Player ist ebenfalls an Bord. Die App orientiert sich an der Pioneer RMX-1000-Hardware und verlangt zwingend nach einem aktuellen iPad Air oder iPad mini 3. Schauen wir uns im Folgenden an, wie es um Sound, Handling und Performance bestellt ist.

Details

Nach einem Ausflug in den App Store und einer Investition von knapp 20 Euro gelangt das Programm auf mein Test-Tablet, ein iPad Air 2, bestückt mit einem Dreikern-Prozessor (1,5 GHz) und 2 GB RAM. Genau genommen ist die RMX-1000-App Effektor und Sample-Schleuder in Personalunion, wobei erstgenannter Funktionalität das Hauptaugenmerk zuteil wird. Die Handhabung spielt sich auf einer einzelnen Seite ab; dort kann der DJ dem Signal so richtig auf die Pelle rücken. Der Aufbau entspricht weitestgehend dem analogen Vorbild, sogar die Ein-und Ausgänge am Backpanel des Geräts wurden stilisiert. Umso bedauerlicher ist es, dass kein integriertes Input/Output-Routing erfolgen kann, aber immerhin ist der Effektor kompatibel mit Inter App Audio und Audiobus. Das Tool kann folglich mit weiteren Inputs/Apps sowie iTunes zusammenarbeiten, das prozessierte Signal wird über den Kopfhörerausgang oder ein angeschlossenes Interface ausgegeben.

RMX 1000 für iPad

Der Effektor beginnt links oben mit den elfschrittigen Pegelmetern für das Ein- und Ausgabesignal, gefolgt vom BPM-Block mit der dreistelligen, auf Ganzzahlen gerundeten Tempoanzeige, wahlweise automatisch ermittelt oder per Tap-Button eingeklopft. „Nudge“ schubst das Tempo an oder bremst kurzzeitig ab, „Quantize“ kümmert sich um das Timing bei Benutzereingaben.

Über allem thront der simpel gehaltene Audioplayer mit seinen iTunes und Play/Pause-Buttons und einer Scrubbing-Fortschrittsanzeige. Via Customize-Button klappen diverse Optionen aus, der ansonsten zentral angeordneten RMX-1000 verweilt dann im oberen Teil des Bildschirms. Es folgen die vier Effektsektionen, beginnend mit den an den DJM-2000 angelehnten Isolator-EQs und frequenzselektiven Beat-FX, namentlich Cut/Add, Trans/Roll und Gate/Drive. Bevor ich detailliert auf die Klangveredler eingehe, möchte ich meine Skepsis angesichts des Tablets und der Bedienelemente kundtun, denn ohne haptische Regler virtuelle Knöpfe zu tweaken, kann ganz schön fummelig werden. Ist dies auch hier der Fall? Der Praxislauf wird es zeigen.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Reichhaltiges, parametrisierbares Effektangebot
  • User Mode
  • Quantize-Funktion
  • Sample-Player mit Mini-Sequenzer
  • Gelungenes visuelles Feedback
  • Audiobus und Inter App Audio Unterstützung

  • Kein integriertes Audiorouting
  • Samples nicht austauschbar
  • Kein MIDI-Mapping

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