Software
Test
10
15.06.2018

Praxis

Installation und Aktivierung

Nachdem man einen User Account einrichtet, werden der Installer und alle Inhalte (ca. 33 GB) übersichtlich zum Download bereitgestellt. Die Installation verlief frei von Komplikationen und die ausschließlich an Account-Daten gebundene Aktivierung und Nutzung von Studio One erfordert keine weiteren iLoks, eLicenser oder ähnlichen Anhang, was positiv zu werten ist.

Performance/Testbedingungen

Während der gesamten Testphase verhielt sich Studio One 4 Professional auf meinem MacBook Pro (2,8 GHz Intel Core i7, RAM 16 GB, macOS Sierra) absolut stressfrei, ohne bemerkenswerte Belastung der CPU, Abstürze oder sonstige Bugs.

Sound Content

Bei einer DAW sind die mitgelieferten Soundinhalte und die Qualität der Instrumente natürlich von großem Interesse. Dass die mono- und polyphonen VA-Synths sich vor der Konkurrenz nicht verstecken müssen, demonstrierte ich bereits anhand von Soundbeispielen in meinem Testbericht von Studio One 3.5 Artist und auch die enthaltenen Audio Loops sind weitestgehend inspirierend, stilistisch vielfältig und von hoher Qualität, auch wenn der Umfang nicht an die unüberschaubare Masse der Apple Loops von Logic heranreicht. Doch neben allen Innovationen muss eine DAW auch mit guten „Brot-und-Butter-Sounds“ ausgestattet sein, was u.a. die Aufgabe des Sample Players Presence XT ist. Neben vielen guten Sounds offenbart dieser aber auch Schwächen, sodass man als professioneller Anwender von Studio One in manchen Bereichen auf Sounds von Drittanbietern angewiesen ist. Aber hören wir doch einfach mal rein. Nach einem kurzen Arrangement, das ich zum Check diverser Features erstellt habe, folgen einige Hörbeispiele, die ausschließlich mit dem Presence XT entstanden sind.

 

 

Studio One in Action

Die folgenden zwei Clips zeigen Studio One im Einsatz, wobei einige der neuen Features in Studio One demonstriert werden:

Studio One 4 – neue Features, Teil 1

Studio One 4 – neue Features, Teil 2

Was gefällt?

Presonus Studio One 4 Professional ist eine DAW mit tollem Handling und vielen überzeugenden Features inklusive detaillierter und durchdachter Kleinigkeiten, die man schnell zu schätzen lernt. Neben der bereits erwähnten unkomplizierten Drag-&-Drop-Funktion existieren vielerorts nützliche Buttons sowie die konfigurierbare Macro-Leiste mit anwenderfreundlichen Befehlen, die hilfreich und auch für den kreativen Prozess inspirierend sind. Scheinbare Banalitäten, wie die flexible Farbgestaltung der Oberfläche zähle ich dazu


Was gefällt nicht?

Neben den bereits erwähnten Schwächen einiger Sounds des Presence XT – die Strings klingen teilweise dürftig – offenbart auch der Browser zur Suche von Audio Loops einige Schwachstellen. So bekommt man auf der Suche nach elektronischen Inhalten nicht selten Samples angeboten, die sich eher für eine MTV-Unplugged-Produktion eignen. Hier kann definitiv nachgebessert werden. Die fehlende Implementation zur Mischung in Surround-Formaten spielt für mich keine wirkliche Rolle, sollte hier aber nicht unerwähnt bleiben, da dies teilweise zum Funktionsumfang der direkten Konkurrenz zählt.

Pro & Contra

  • inspirierende „Drag-&-Drop“-Funktionalität
  • sinnvolle Neuerungen (Akkordspur, AAF, Sample One XT mit flexiblem Input Routing, etc.)
  • spielerischer, inspirierender Umgang mit Event FX
  • Pattern Sequencer
  • unlimitierte Anzahl an Spuren, Bussen und Hardware I/Os
  • viele gut durchdachte Details/Funktionen mit zum Teil sehr hohem Praxiswert
  • Melodyne Essential Lizenz inklusive
  • ARA-Kompatibilität

  • Verwendbarkeit einiger Presence XT-Presets mittelmäßig
  • Kategorisierung der Soundinhalte im Browser teilweise konfus
  • kein Surround

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