Test
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03.05.2016

Proel LT812A Test

Kompaktes Zweiwege-System

Schönklang aus Italien

Der italienische Hersteller Proel hat eine neue Zweiwege-PA namens LT812A im Programm. Sie besteht aus dem Subwoofer LT812SUB mit integrierten Endstufen, zwei Satelliten vom Typ LT812Top und den notwendigen Kabeln. Das System kommt auf eine Gesamtleistung von 800 Watt, liefert einen maximalen Schalldruck von 124 dB, lässt sich gut transportieren und kostet gerade mal 750 Euro. Eine lohnenswerte Investition?

Details

Eines gleich vorweg: Das Proel Lautsprechersystem lässt sich problemlos in einem geräumigen Kofferraum unterbringen und zum Gig transportieren. Unter dem aktiven Subwoofer sind vier leichtgängige Rollen montiert und die beiden Satelliten passen zum Transport liegend auf die Oberseite des Woofers, mit seinen speziell zu diesem Zweck ausgefrästen Halbbögen, deren Counterpart an den Satelliten zu finden ist. Die Fronseite ist etwas vertieft und hilft so beim sicheren Transport.

Topteil LT812SAT

Der Satellit misst 442 x 220 x 260 mm und bringt 7,5 Kilogramm auf die Waage. Das stabile Boxengehäuse hat eine leichte Trapezform und verjüngt sich nach hinten. Gefertigt ist es aus Sperrholz, es wurde mit einem schwarzen Schutzlack überzogen. Bestückt ist die Box mit einem 8-Zoll-Chassis und einem 1-Zoll-Hochtontreiber. Der Hochtöner wird über ein passives Crossover bei 2400 Hz getrennt.

Auf der Rückseite ist eine leicht versenkt angebrachte schwarze Metallplatte eingearbeitet, die mittig im unteren Drittel einen Speakon-Anschluss besitzt. Ein gut geformter Griff auf der Rückseite ermöglicht sicheres Platzieren. Ein schwarzes, leicht gebogenes Lochgitter aus Metall schützt die Lautsprecher und vier stabile Gummifüße garantieren sicheren Stand. Zwei Flansche sitzen direkt hintereinander im Gehäuse. Der hintere sorgt für eine gerade Stellung der Hochtöner, der zweite neigt die Box leicht nach vorne, um das Nahfeld besser zu beschallen.

Basswoofer LT812SUB

Der würfelförmige Sub ist mit einem 12-Zoll-Chassis bestückt und kommt dank Sperrholzgehäuse auf ein Gewicht von 34 kg. Die Front wird durch ein Lochgitter aus Metall geschützt, im unteren Teil fällt die dreifach unterteilte Bassreflexöffnung ins Auge. Auf der Oberseite findet sich der obligatorische Stativflansch, stabile Leichtlaufrollen auf der Rückseite gewährleisten bequemen Transport.

Im hinteren Teil der Oberseite sitzt eine schwarze, versenkte Metallplatte mit den Eingängen des Systems. Links und rechts stehen je eine verriegelte XLR/Klinken-Kombibuchse zur Verfügung. Zwei XLR-Ausgänge dienen zum Durchschleifen der Eingangssignale. Ein gemeinsamer Druckschalter für beide Ausgänge kann bei Brummproblemen die Masseverbindung trennen. Daneben zeigt eine grüne LED den eingeschalteten Verstärker an, eine gelb/rote LED signalisiert Übersteuerungen des Audioeingangs. Ein kleines Potentiometer neben dem Ground-Lift-Schalter regelt den Bassanteil der Box.

Das Metallblech wird über die Kante auf der Rückseite der Box weitergeführt, wo links oben die beiden Speakon-Buchsen für die Satelliten zu finden sind. Darunter sitzt ein Schiebeschalter für die Auswahl der Versorgungsspannung, gefolgt von einem Netzschalter, einem Sicherungselement und einem Netzanschluss.

Die rechte Seite der schwarzen Metallplatte ist oben und unten mit Lüftungsschlitzen versehen und in der Mitte arbeitet zusätzlich ein Ventilator. Dahinter sitzen ein 400 Watt starker Verstärker in Class-AB-Technik für die Bässe und zwei weitere Class-D-Endstufen mit je 200 Watt für die Satelliten.

Pro & Contra

  • Transparente Sound-Wiedergabe
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Kompakt und gut zu transportieren
  • Robuste Bauweise

  • Kein Master-Regler
  • Permanentes Lüftergeräusch

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