Gitarre Hersteller_PRS
Test
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15.05.2014

PRS Mark Tremonti Signature Test

E-Gitarre

Paula-Killer?

Die PRS Mark Tremonti Signature im bonedo-Test - Schon seit langem gehören die Instrumente von Paul Reed Smith zu den festen Größe im Gitarrenolymp. Nicht nur optisch heben sich die Edelgitarren von den meisten Mitbewerbern ab, auch in puncto Verarbeitung und Holzqualität haben sie sehr oft die Nase vorn.

Neben den Ur-Endorsern wie Carlos Santana oder Al DiMeola gibt es auch eine Reihe jüngerer Gitarrenhelden, denen Paul Reed Smith ein Modell auf den Leib geschneidert hat. Unter ihnen der amerikanische Gitarrist Mark Tremonti, seines Zeichens Mitbegründer der legendären Bands Creed und Alter Bridge und inzwischen auch auf Solopfaden unterwegs. Seine Mark Tremonti Signature hat es heute in unseren bonedo-Test geschafft und soll zeigen, ob sie ihren Preis von runden 3000 Euro tatsächlich wert ist.

Details

Konstruktion

Schon beim ersten Anblick ist die Verwandtschaft zur Gibson Les Paul offensichtlich. Die Korpusform mit dem charakteristischen Cutaway entspricht fast eins zu eins der des Klassikers. Allerdings hat die Gitarre eine längere Mensur, die, wie für PRS typisch, in einem Gibson-Fender-Zwischenmaß angesiedelt ist.

Das PRS-Tremolo mit rückseitigem Federkasten bringt einen weiteren Unterschied zur Les Paul, ohne den Ton zu weit in ein Fender-Territorium zu verschieben. Die Verarbeitung ist auch hier, wie bei allen amerikanischen PRS-Gitarren, über jeden Zweifel erhaben. Die exzellente Holzqualität tut ihr übrigens und macht aus der PRS Tremonti einen ernsthaften Konkurrenten für einen gut abgehangenen Gibson-Klassiker.

Der Korpus

Spätestens, nachdem ich meine Gibson Les Paul zum Vergleich ganz nah an die PRS Mark Tremonti stellte, war die Ähnlichkeit nicht mehr zu leugnen. Die Holzauswahl entspricht ebenfalls der einer Les Paul - auch hier kommt die typische Kombination von Mahagoni mit aufgeleimter Ahorndecke zum Einsatz. Anhand des geringen Gewichtes und der Ansprache der Gitarre merkt man jedoch schnell, dass sie sich hinsichtlich der Güte und der Auswahl der verwendeten Hölzer in der absoluten Premium-Klasse bewegt.

Die Gitarre bleibt trotz des fetten Korpus mit weniger als vier Kilo angenehm leicht. Sie ist mit einem PRS-Tremolo ausgestattet, und was die Qualität der hauseigenen Tremolosysteme angeht, hat sich hier in den letzten Jahren einiges getan. Die neuen Systeme arbeiten nicht nur sauber und stimmstabil, sie klingen mittlerweile wirklich hervorragend. Ich habe bei meiner alten PRS Custom 22 das Gusstremolo vor einiger Zeit gegen ein neues System mit Messingblock getauscht und damit der Gitarre einen klanglichen Schub verpasst.

Die Korpus-Rückseite ist farblich in einem dunkleren Ton gehalten, was sie noch edler erscheinen lässt. Hier befinden sich drei Kunststoffabdeckungen für das Tremolo, das Elektrofach und den Pickup-Wahlschalter.

Der Hals

Beginnen wir die Reise auf der für PRS typischen unsymmetrischen Kopfplatte. Klemmmechaniken werden in PRS-Gitarren schon immer verbaut und so finden sich auch hier entsprechende Modelle, die rückseitig offen sind. Fixiert werden die Saiten mittels Rändelschraube.

Hinter einer Kunststoffabdeckung befindet sich der Zugang zum Hals-Einstellstab. Bis auf das Palisandergriffbrett besteht die gesamte Halskonstruktion aus Mahagoni, eingelassene Bird Inlays und kleine Punkte auf der Halskante dienen der Orientierung. Die Halsrückseite ist deckend lackiert und schützt das Holz vor Feuchtigkeit und Schmutz, die 22 Jumbobünde auf dem gegenüberliegenden Griffbrett sind perfekt verarbeitet und abgerichtet. Der verleimte Hals ist sauber im Body verankert und lässt sich mühelos und bequem bis hinauf zum 22. Bund bespielen.

Ab Werk ist die Bespielbarkeit des Halses tadellos eingestellt, wobei ich der Intonation lieber noch einmal genauer auf den Zahn fühle. Das ist aber unumgänglich und kein Fehler der Endkontrolle. Je nach Saitenhersteller und verwendeter Saitenstärke kann sich die Intonation noch leicht ändern und muss nachjustiert werden. Auch die Halsform ist für meinen Geschmack optimal, das Pattern Thin Halsprofil ist weder zu dick noch zu dünn. Neben einer exzellenten Bespielbarkeit trägt der Hals auch einen großen Teil des Gesamtklanges, der sich hier sehr ausgewogenen präsentiert.

Die Schaltung

Bei der PRS Mark Tremonti ist die Schaltung vollkommen klassisch aufgebaut, ohne Extras und doppelten Boden. Wie bei Les-Paul-artigen Gitarren üblich, befinden sich im Bereich der rechten unteren Zarge vier Regler. Für jeden der beiden Humbucker stehen jeweils ein Klang- und ein Lautstärkepoti zur Verfügung, geschaltet werden sie über einen Standard Dreiweg-Kippschalter. Die Gitarre ist mit zwei Mark Tremonti Humbuckern ausgestattet, wobei nur der Halspickup eine verchromte Haube trägt.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Sound
  • Holzqualität
  • Verarbeitung
  • Bespielbarkeit

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