Gitarre Hersteller_PRS
Test
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14.04.2019

PRS SE Schizoid King Crimson LTD Test

E-Gitarre

Schizo-Gitarre

Die PRS SE Schizoid King Crimson LTD, das Signaturemodell des King Crimson-Gitarristen Jakko Jakszyks, erscheint zum 50. Jubiläum der Band mit dem abgefahrenen Artwork des Debütalbums. Als am 10. Oktober 1969 die LP der für die damalige Zeit völlig durchgeknallten britischen Band King Crimson veröffentlicht wurde, konnte niemand ahnen, dass es als stilprägend für den gerade aufkommenden Progressive Rock gelten würde.

Neben zappaesken, Fusion-artigen Songs bietet das Album "In the Court of the Crimson King" auch viele radiotaugliche Evergreens. Für Jakko Jakszyks bedeutet die legendäre Grafik auf seiner Gitarre auch eine Widmung an den Beginn seiner Karriere, für die das legendäre Album den Grundstein legte. Was es mit dem auf 1000 Stück limitierten Sondermodell auf sich hat, sagt euch unser Test.

Details

Der Body

Der charakteristische Korpus der PRS SE Schizoid King Crimson LTD ist aus Mahagoni gefertigt. Auf eine Ahorndecke, wie man sie bei den meisten PRS-Modellen und auch bei Les Paul Style-Gitarren vorfindet, hat man hier verzichtet. Gemeinsam mit dem abgefahrenen Artwork der Decke sind das deshalb auch schon die Besonderheiten, denn im Großen und Ganzen hat man es hier mit einer Standard PRS SE zu tun.

Die Gitarre ist mit zwei splitbaren 85/15 "S" Humbucker bestückt, die laut Hersteller in Anlehnung an die amerikanischen Pickups der Core-Linie gebaut werden. Mit einem Dreiwegschalter lassen sich die Pickups anwählen. Weitere Eingriffsmöglichkeiten bieten ein Mastervolume- und Mastertone-Regler. Letzterer schaltet beim Herausziehen jeweils eine der beiden Humbuckerspulen jedes Tonabnehmers ab, wodurch ein Singlecoil-ähnlicher Sound nachgeahmt werden soll.

Die Gitarre ist mit einem PRS Style-Tremolo ausgestattet, das leicht und verstimmungsfrei arbeitet. Von der Rückseite aus gelangt man an den Federkasten und das Elektronikfach. Beide sind mit einer Kunststoffabdeckung verschlossen. Rückseitig ist die Gitarre schwarz lackiert, wobei der weiche Übergang vom Artwork der Decke hin zur Rückseite ebenso wie die gesamte Lackierarbeit akkurat und sauber ausgeführt wurde.

Der Hals

In puncto Hals hat man es mit dem für die SE-Modelle typischen Wide Thin-Profil zu tun. Es ist im Prinzip weder zu dick noch zu dünn, allerdings einen Tacken breiter, als man es von den klassischen PRS-Gitarren gewohnt ist. Ebenso wie der Body besteht auch der Hals aus Mahagoni, der auf seiner Rückseite deckend schwarz lackiert und mit 24 perfekt eingelassenen und abgerichteten Medium-Bünden ausgestattet ist. Das Griffbrett besteht aus Palisander, das dem Ton eine helle und knackige Note gibt. Eingelassene Bird Inlays und kleine Punkte an der Halskante dienen der Orientierung auf dem Griffbrett.

Der verleimte Hals ist sauber im Korpus verankert und lässt sich bequem bis hinauf zum 24. Bund bespielen. Die Bespielbarkeit ist top und es gibt weder tote Punkte auf dem Griffbrett noch Schnarren oder Scheppern. Auch wenn die Gitarre ab Werk sehr gut eingestellt ist, musste ich die Bundreinheit nachjustieren, was aber bei einer nagelneuen Gitarre normal ist. Als Mechaniken kommen hier leider keine Locking-Tuner zum Einsatz, schade. Allerdings muss man bei diesem Kampfpreis gewisse Einschränkungen in Kauf nehmen.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • ausgeglichener Primärklang
  • gute Verarbeitung
  • gute Bespielbarkeit
  • niedriger Preis

  • Pickups betonen die oberen Mitten zu stark
  • Splitsounds klingen dünn
  • keine Locking Tuner

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