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Workshop
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07.02.2012

Speaker-Halterungen

Viele Betreiber von Projekt-Studios versuchen sich die bestmöglichen noch bezahlbaren Monitore zu kaufen, platzieren sie dann aber auf ungeeigneten und oft wackligen Boxenständern. Allerdings ist das Podest, auf das man die Lautsprecher stellt, fast genauso wichtig wie die Lautsprecher selbst. Boxenständer haben zwei Aufgaben: Erstens sorgen sie für einen festen Stand der Lautsprecher, und zweitens verhindern sie, dass sich Schwingungen des Lautsprechergehäuses auf andere Strukturen übertragen und so das Klangbild verwischen. Es ist wichtig, dass Lautsprecher auf einem soliden Untergrund stehen, denn das physikalische Gesetz von Kraft und Gegenkraft bewirkt, dass sich das Gehäuse in die entgegengesetzte Richtung bewegen will wie die Lautsprechermembran – Ihr wollt jedoch, dass der Lautsprecher bleibt wo er ist, und sich nur die Membran bewegt. Wenn Boxen auf Ständer sollen, bevorzuge ich schwere Metallständer, die innen hohl sind, so dass man sie mit trockenem Sand befüllen kann, um Masse und Absorption zu erhöhen. Die Boxenstellfläche sollte starr mit dem Ständer verbunden sein – also keine wacklige Schraubkonstruktion – und um ein „Wandern“ des Lautsprechers zu unterbinden, legt man am besten eine Anti-Rutsch-Matte unter. Derartige Matten kann man ziemlich günstig im Baumarkt oder Küchenfachgeschäft erstehen, manchmal sogar im Supermarkt. 

Falls die Lautsprecher aus Platzgründen oder aufgrund der Geometrie unbedingt auf dem Tisch aufgestellt werden müssen, solltet Ihr zumindest feste Unterleger aus Hartschaum verwenden. Sie verhindern die Übertragung mechanischer Schwingungen vom Lautsprechergehäuse auf die Tischplatte, stabilisieren den Lautsprecher jedoch nicht so optimal wie eigentlich erforderlich. Viele im Handel erhältliche Ausführungen werden zusammen mit keilförmigen Unterlagen geliefert, so dass man die Lautsprecher so ausrichten kann, dass die Hochtöner in Richtung Hörposition zeigen. Eine bessere Wahl sind Unterleger aus Hartschaum mit einer schweren Metallplatte auf der Oberseite, da sie dem Lautsprecher mehr Masse und Stabilität verleihen. Mir gefallen die von Primacoustic (Recoil Stabilizers) sehr gut, da sehr schwere Stahlplatten verwendet werden. Es gibt auch eine etwas günstigere Alternative von einer Waliser Firma namens Silent Peaks. Falls das zu teuer ist, kauft eine einfache Schaumstoff-Ausführung und klebt eine dicke Bodenfliese zusammen mit einer Anti-Rutsch-Matte auf die Oberseite. Je schwerer die Fliese, desto besser – so was wie Granit wäre also besser als leichtes keramisches Material. Wenn ihr eure Boxenaufstellung optimiert, solltet ihr einen deutlich „tighteren“ fokussierten Bassbereich und auch eine bessere Stereoabbildung erzielen. Es lohnt sich, die Boxenständer zu optimieren – Ihr werdet überrascht sein, wieviel Unterschied das macht. 

Veröffentlicht am 07.02.2012

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