Test
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30.09.2015

RCF EVOX 12 Test

Zweiwege Line-Array-System

Auf die Zwölf!

Der italienische Lautsprecher-Hersteller RCF bietet ein neues aktives Zweiwege-System mit der Bezeichnung EVOX 12 an. Die Line-Array-PA hat erheblich mehr Leistung als die Vorgängermodelle EVOX 5 und 8.

Zwei eingebaute Verstärker mit einer Leistung von 1000 Watt Spitzenleistung für den Bass und 400 Watt Peak für den Hochton treiben einen 15-Zoll-Woofer und acht Vier-Zoll-Speaker an, die direkt übereinander gestackt als Array fungieren. Auf den ersten Blick ein unauffälliges und dennoch kraftvolles Beschallungssystem für Bands oder DJs. Und auf den zweiten?

Details

Der Woofer mit seinem integrierten Verstärker misst 600 x 414 x 560 Millimeter, ist wie der Hochtöner aus Birkenholz gefertigt und mit schwarzem Schutzlack überzogen. Er befeuert den 15-Zoll-Speaker mit 1000 Watt Peak respektive 500 Watt RMS. Ein wabenförmiges schwarzes Metallgitter schützt den Schallwandler auf der Vorderseite und versteckt die Bassreflexöffnung. Zwei an den Seiten eingelassene Kunststoffgriffe helfen, die 28 Kilo Lebendgewicht zu bewegen. Ein weiterer Griff mit Metallschiene, in deren vorderen Teil ein 20 Millimeter großes Gewinde eingelassen ist, befindet sich auf der Oberseite. Dort lässt sich auch eine Distanzstange, sie gehört zum Lieferumfang, für den Satelliten befestigen. Ein ausziehbarer Teleskop-Transportgriff mit drei rastenden Stellungen sorgt in Kombination mit zwei Laufrollen für problemlosen Transport. Die Verarbeitung ist sehr robust und praxisnah ausgeführt. Wer möchte, kann Schutzhüllen und Tragetaschen als optionales Zubehör erwerben.

Die Technik ist auf der Rückseite zugängig. Der gegossene Kühlkörper wurde mittig versenkt und beherbergt in seinem unteren Teil einen kräftigen Netzschalter nebst Netzkabelanschluss inklusive Sicherungshalter. Oben befindet sich eine verriegelbare XLR-Eingangsbuchse. Direkt darunter ein XLR-Ausgang zum Durchschleifen des Eingangssignals. Ein weiterer Line-Eingang (symmetrische 6,3-Millimeter-Klinkenbuchse) sitzt rechts neben dem Ausgang. Ein kleines Potentiometer darüber bestimmt die Lautstärke des gesamten Systems. Die Eingangsempfindlichkeit lässt sich über einen Schiebeschalter zwischen Mikrofon- und Line-Pegel umschalten. Ein weiterer Taster hebt in der Stellung Boost Bass- und Hochtonbereich leicht an. Ferner trifft man hier auf eine Speakon-Buchse für den Hochtöner, den ein Bi-Amp in Class-D-Technik mit 400 W Peak (200 W RMS) antreibt. Das System ist mit drei Kontroll-LEDs ausgestattet. Zwei grüne LEDs signalisieren Power-On sowie ein anliegendes Audiosignal, die rote Kollegin informiert über das Einsetzen des Limiters.

Satellit:

In einem schlanken, acht Kilogramm schweren Gehäuse, das 870 x 120 x 145 Millimeter misst, ist der Satellit untergebracht. Acht direkt übereinander angeordnete Vier-Zoll-Hochtöner sitzen unter einem wabenförmigen schwarzen Metallgitter. Die unteren beiden Lautsprecher sind etwas nach unten geneigt, um das Nahfeld besser abzudecken. Das Abstrahlverhalten wird vom Hersteller mit 90 x 30 Grad angegeben. Hinten ist eine versenkte Speakon-Buchse verbaut, unten ein 36-Millimeter-Stativflansch.

Pro & Contra

  • Druckvoller, transparenter Klang mit satten Bässen
  • Einfacher Transport dank rollbarem Woofer
  • Distanzstangen inklusive
  • Hohe Leistungsreserven
  • Mikrofoneingang

  • Kein Low-Cut-Filter für den Mikrofoneingang

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