Software
Test
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06.03.2019

Rob Papen Vecto Test

Software Synthesizer

Der Allrounder

Rob Pape Vecto, gab es bisher nur als Rack-Extension für Propellerheads Reason, nun veröffentlicht der niederländische Synth-Guru ihn auch für alle andere Schnittstellen. Aber was genau steckt hinter dem Namen Vecto?

Details

Allgemeines

Vecto gibt es für Windows ab Vista im VST- und AAX-Format in 32 und 64 Bit und für MacOS ab Version 10.8 im AU-, VST- und AAX-Format in 64 Bit.

Nach dem Erstellen eines Accounts und dem Kauf von Vecto auf der Homepage des Herstellers lässt sich das Plugin dann freischalten. Für das Serial-/License-System ist eine Internetverbindung nötig. Nach der ordnungsgemäßen Registrierung gibt es als Belohnung eine zweite Lizenz für das Installieren auf einem zweiten Computer. 

Neues Konzept?

Vektoren sind in der Mathematik einfach ausgedrückt Verschiebungspfeile, mit deren Hilfe ein Punkt in einen anderen verschoben wird. Rob Papen hat dieses Prinzip aufgegriffen und auf einen Synthesizer übertragen. Und hier werden natürlich keine Punkte verschoben, sondern Sounds. Das Vektor-Feld in der Mitte der GUI hat vier Quadranten, die für die Sounds der vier Oszillatoren stehen. Über einen Punkt, der frei im gesamten Feld bewegbar ist, lassen sich Überblendungs- oder Morphing-Effekte zwischen den vier Hauptsounds vornehmen. Sämtliche Bewegungen können zudem aufgezeichnet und dann auf den Sound übertragen werden. 

Diese Art des Morphings kennt man schon aus dem letzten Software-Synth aus dem Hause Papen namens Go2. Auch hier gab es das Vektorfeld, auch wenn es dort XY-Pad heißt. Da Vecto chronologisch wahrscheinlich vor Go2 entwickelt wurde, wurde die Idee des Morphing-Feldes wahrscheinlich von dort auf Go2 übertragen.

Die Optik, damals und heute

Im Wesentlichen blieb die Optik aus Reason-Zeiten erhalten. Lediglich ein paar kleine Anpassungen wurden vorgenommen. Die verwendete Schrift wurde modernisiert, genau wie alle Dreh- und Schieberegler. Nur die Arpeggiator- und Preset-Sektion am oberen Rand der GUI wurden größeren Veränderungen unterworfen. Das bedeutet, dass die Funktionen auch weitestgehend gleich geblieben sein dürften.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • vier Oszillatoren
  • sehr intuitives Erstellen eigener Sounds durch Vektorfeld
  • voll ausgestatteter Synth mit zwei Filtern, zwei LFOs, Arpeggiator und Modulationsmatrix
  • mehr als 1000 Presets

  • kein Contra

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