Mikrofon Hersteller_Rode
Test
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20.10.2017

Røde VideoMic Pro+ Test

Videomikrofon

Das Mikrofon mit dem Plus

Bereits seit den frühen 2000er-Jahren, lange bevor digitale Spiegelreflexkameras (DSLRs) Videos aufzeichnen konnten, bietet die australische Firma Røde professionelle Mikrofone zum Aufstecken auf der Kamera an. Das VideoMic Pro+ ist der neueste Vertreter dieser Gattung und unterscheidet sich in einigen Punkten von seinen Vorgängern.

Details

Das Røde VideoMic Pro+ macht schon beim Auspacken einen guten Eindruck. Das Gehäuse ist zwar komplett aus schwarzem Kunststoff gefertigt, wirkt aber stabil und hochwertig.

Das VideoMic Pro+ kann entweder direkt auf dem Blitz- oder Zubehörschuh der Kamera montiert werden oder (mithilfe des 3/8"-Gewindes im Fuß des VideoMic Pro+) auf einem handelsüblichen Mikrofonstativ.

Zur Dämpfung der Bediengeräusche, welche sich über die Verbindung der Kamera mit dem Mikrofon auf dieses übertragen würden, hat Røde wieder das bewährte Rycote-Lyre-System gewählt.

Das Røde VideoMic Pro+ unterscheidet sich von seinem direkten Vorgänger VideoMic Pro nicht nur äußerlich, sondern auch in den Anpassungsmöglichkeiten und im Frequenzgang. Während dieser beim VideoMic Pro unten bis 40 Hz ging, erreicht das VideoMic Pro+ 20 Hz.

Ganz neu hinzugekommen sind ein Hochpassfilter, das bei 75 Hz oder 150 Hz einsetzt, eine zuschaltbare Höhenanhebung von 5 dB oberhalb von 7 kHz, ein schaltbarer Sicherheitskanal, der den rechten Kanal des Dual-Mono-Signals um 10 dB absenkt und eine automatische Ein- oder Abschaltung des Mikrofons zusammen mit Kamera oder Recorder. Zu guter Letzt wurde dem VideoMic Pro+ noch eine komplett neue flexible Stromversorgung inklusive neu entwickeltem Lithium-Ionen-Akku spendiert. Geblieben ist die Anpassung des Ausgangspegels mit 0 dB, -10 dB oder +20 dB.

Lieferumfang

Das VideoMic Pro+ wird mit aufgestecktem Schaumgummi-Windschutz, dem neu entwickelten Akku LB-1, einem circa 35 cm langen 3,5mm-Klinkenkabel sowie einem Micro-USB-Kabel geliefert.

Darüber hinaus befindet sich noch eine kleine, aber ausreichende mehrsprachige Gebrauchsanleitung im Karton. Vom Hersteller wird in Zukunft noch ein passender Fell-Windschutz (Dead Cat) als optionales Zubehör angeboten werden. Zum jetzigen Zeitpunkt steht noch nicht fest, wann dieser verfügbar sein wird.

Bedienelemente und Anschlüsse

Alle Bedienelemente und Anzeigen des VideoMic Pro+ befinden sich auf der Rückseite, so hat der Kameramann diese immer unter Kontrolle. Die größte Taste ist für das Ein- und Ausschalten zuständig. Sie besitzt eine LED, welche mit verschiedenen Farben Auskunft über die Spannungsversorgung gibt.

Darunter sind die Tasten des Hochpassfilters (links) und für die Anpassung des Ausgangspegels (rechts) mit jeweils zwei LEDs sowie mittig die LEDs für den Sicherheitskanal und die Höhenanhebung.

Ebenfalls auf der Rückseite befindet sich der analoge Audioausgang in Form einer vergoldeten 3,5mm-Klinkengewindebuchse. Der Anschluss ist, vom Kameramann aus gesehen, auf der linken Seite. Hierbei handelt es sich um einen Micro-USB-Anschluss, der nur zur Stromversorgung oder zum Aufladen des mitgelieferten Akkus im VideoMic Pro+ dient.

Stromversorgung

Das VideoMic Pro+ zeigt sich bei der Versorgung mit Strom sehr flexibel. Zum einen kann es diesen vom mitgelieferten Lithium-Ionen-Akku LB-1 beziehen. Dieser reicht, laut Herstellerangaben, vollgeladen für mehr als 100 Stunden Dauerbetrieb aus. Aufgeladen wird der Akku im VideoMic Pro+ über den USB-Anschluss. Außerdem kann das VideoMic Pro+ mit zwei handelsüblichen AA-Batterien versorgt werden. Damit hat man auch auf Reisen eine preisgünstige und schnell verfügbare Alternative, wenn es keine Möglichkeit zum Aufladen des Akkus gibt. Darüber hinaus kann auch der USB-Anschluss das VideoMic Pro+ mit Strom beliefern.

Informationen über die Stromversorgung erhält der Kameramann über die in der Ein-/Austaste integrierte LED. Leuchtet diese grün, wird das VideoMic Pro+ gerade von zwei AA-Batterien mit Strom versorgt. Leuchtet sie blau, ist der Lithium-Ionen-Akku LB-1 eingesetzt. Wenn die LED rot leuchtet, geht der Strom in circa zehn Stunden zur Neige. Blinkt sie langsam rot, dann reicht es noch für ungefähr zwei Stunden. Schnelles, rotes Blinken signalisiert, dass der Strom nur noch für 30 Minuten reicht. Bei der Versorgung über USB blinkt diese LED grün. Blinkt sie blau, wird der Akku LB-1 gerade aufgeladen.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • guter Klang
  • Höhenanhebung kann zugeschaltet werden
  • zweistufiger Hochpass
  • dreistufige Pegelanpassung
  • rechte Spur kann als Sicherheitskanal verwendet werden
  • gute Dämpfung von Bediengeräuschen durch flexible Aufhängung
  • geringer Stromverbrauch

  • keins

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