Test
4
10.02.2020

Praxis

Die Crashes sprechen schnell an und sind gut abgestimmt

Den ersten Durchlauf mache ich mit beiden Crashbecken-Sets. Die vier Thin-Modelle sprechen blitzschnell an und gehen direkt und voll auf. Nach dem Attack, der bei allen Modellen recht hell und mit einer ausgeprägt glockigen Note erklingt, folgt ein dunkler, aber nicht zu komplex klingender Ausklang. Bei den drei Medium-Modellen, die ebenfalls tonal sehr gut abgestimmt sind, macht sich die höhere Grundspannung auch klanglich bemerkbar, denn sie haben etwas mehr Körper im Gesamtsound. Zudem sind die Mediums auch etwas lauter, was sie für klassische Rock-Einsätze und größere Bühnen prädestiniert. Beide 20er Crashes sind mit ihrer abgesetzt klingenden Glocke auch sehr gut als leichte Rides einsetzbar. Zur besseren Vergleichbarkeit habe ich euch die Modelle in 16“, 18“ und 20“ im direkten Zusammenhang aufgenommen. 

Die Hi-Hats fügen sich nahtlos ein

Beide Hi-Hats machen es dem Spieler wirklich leicht: Die Gewichtsabstimmung begünstigt eine zügige und direkte Ansprache, trotzdem haben sie genug Cut, um sich auch in etwas lauteren Umgebungen durchzusetzen. Der Klang ist eher klassisch, auch sie haben den glockig-dunklen HHX-Charakter. Beide Modelle sind aber keine Hi-Hat Becken, die ich als besonders organisch oder gar experimentell vom Klangcharakter beschreiben würde. Tonal würde ich der 15“ Hi-Hat  aufgrund des tieferen Grundtons den Vorzug geben, die 14“ Hi-Hat spielt sich dafür noch etwas schneller und hat einen ausgeprägteren Chicksound. 

Das 20er Medium ist ein leichter Allrounder - das 21“ Thin Ride eher Geschmacksache

Beim 20“ Medium Ride wurden die Hausaufgaben gründlich erledigt, denn es vereint alles, was man von einem Oberklassemodell dieser Riege und Gewichtsklasse erwarten kann. Es hat einen Flächenklang mit einem gut definierten Ping, wobei es durch das stets präsente, leichte Grundrauschen Becken noch genug Lebendigkeit entwickelt und nicht steril klingt. Zudem hat es eine präzise klingende und klar abgesetzte Bell und einen gut crashbaren Rand. Beim 21“ Thin Ride ist mir der glockige Flächenklang, der in den Obertönen moduliert, etwas zuviel des Guten. Dafür ist es im Vergleich zum 20“ Medium Ride noch besser crashbar, und auch die Bell setzt sich stark und gut hörbar ab.

Da unsere Testriege ausschließlich im Brillant Finish vorlag, es aber alle HHX Thin- und Medium-Modelle auch als Regular Finish zu kaufen gibt, möchte ich anmerken, dass die HHX Regular Modelle nach meiner Erfahrung über etwas weniger Obertöne verfügen, der glockige Charakter sollte also schwächer ausgeprägt sein, was insbesondere bei Ride- und Hi-Hat Becken von Vorteil sind kann. Außerdem sind die Regular-Modelle auch weniger empfänglich für Fingerabdrücke. 

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • sehr gute Verarbeitung
  • schnelle Ansprache
  • hohe Dynamik
  • gelungene klangliche Abstimmung

  • modulierender Klang des 21“ Thin Ride ist Geschmacksache

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