Test
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10.12.2018

Samson G-Track Test

USB-Mikrofon mit Instrument-In

Voll auf Spur?

Ein USB-Mikrofon wie das Samson G-Track ist eine praktische Sache. Umso mehr, wenn ein paar Features implementiert sind, die man beim Homerecording benötigt. Hier hat Samson ganz offenbar richtig zugehört. Die Preisgestaltung des G-Track ist ebenfalls lobenswert, der Test muss zeigen, wie es um die gesamte Performance und die wichtigste aller Qualitäten bestellt ist: den Sound.  

Details

Großmembran-Superniere

Samsons G-Track wandelt Schall mit einer Elektret-Kondensatorkapsel in Spannung um. Diese ist durch ihre 19 Millimeter Durchmesser als Großmembrankapsel klassifizierbar, das Pickup-Pattern ist eine Superniere. Als Grenzschalldruckpegel werden in den Daten 132 dB(SPL) angegeben, allerdings ohne die zur Einordnung notwendige Angabe der dort herrschenden Verzerrungsanteile. Es ist durchaus denkbar, dass es sich um 1% THD+N statt 0,5% handelt. Dennoch sollte das für den Großteil der Anwendungen ausreichen. 

Ein Blick auf den grafischen Frequenzgang offenbart, dass es eine kleine Pegelanhebung zwischen 5 und 10 kHz gibt, die generelle Übertragung wie numerisch angegeben zwischen 20 Hertz und 16 Kilohertz liegt. Das ist für ein Mikrofon mit großer Membran absolut normal und geht völlig in Ordnung. 

Nur 16 Bit

Die Digitalwandlung ergibt eine zeitliche Auflösung der Daten in 44,1 oder 48 kHz, die Anzahl der darstellbaren Werte besitzen eine Auflösung von 16 Bit. 44,1/48 kHz sind für normale Anwendungen absolut ausreichend, 24 Bit erlauben aber mehr Spielraum, was die Aussteuerung des Signals angeht.

Besonderheit: Instrumenten-/Line-Eingang am USB-Mikrofon

Schön wertig wirkt das Samson G-Track. Korpus und natürlich Grill sind aus Metall, immerhin 600 Gramm bringt das 16 Zentimeter hohe Mikro auf die Waage. Auf der Front gibt es drei per Druck versenkbare Regler. Mit dem oberen wird die Gesamtlautstärke des Kopfhörerausgangs auf der Unterseite eingestellt. Der unterste ist für die analoge Verstärkung des Mikrofonsignals vor dem AD-Wandler zuständig. So weit, so normal. Der mittlere, „Inst“ bezeichnet, regelt aber den Pegel des Instrumenteneingangs, den man neben der USB-B-Buchse auf der Unterseite ebenfalls vorfinden kann! 

Weil das Samson am Computer als zweikanaliges Eingangsgerät auftaucht, muss angegeben werden, was der Computer „sieht“: Entweder auf einem Kanal das Mikrofonsignal und auf dem anderen das eines Instruments wie Bass oder DI, oder aber ein Stereosignal vom 3,5mm-Input. Dafür sorgt der linke Schieberegler. Der rechte hingegen wählt aus, ob das Eingangssignal für das latenzfreie Monitoring auf dem Kopfhörer stereo vorliegt oder mono zusammengemischt wird (sinnvoll bei Aufnahme von z.B. E-Gitarre und Vocals gleichzeitig), oder aber, ob ausschließlich das Signal vom Computerplayback zu hören ist.

Das Samson G-Track kommt nicht alleine, sondern mit einer ganzen Armada an Zubehör: Ein Mikrofonhalter, ein kleines Stativ und schiere Unmengen an Kabeln werden mitgeliefert, damit auch Instrumente, MP3-Player und dergleichen direkt angeschlossen werden können. 

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Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Instrument-Input klarer Mehrwert
  • viel Kabelage im Lieferumfang
  • stabile Richtcharakteristik
  • angenehme Nahbesprechung
  • günstiger Preis

  • Klang tendiert zu blecherner Kratzigkeit
  • Trittschallübertragung nicht unerheblich

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