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Test
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25.11.2013

Sennheiser HD-25 Aluminium und HD-25 C II Test

Stereo-Kopfhörer

Zwei Rampensäue im Spotlight!

Es gibt nicht viele Produkte, die sich über einen langen Zeitraum etablieren und zum Klassiker werden. Der HD-25 von Sennheiser ist ein Paradebeispiel dafür und seit mittlerweile 25 Jahren ein häufig anzutreffendes Utensil bei DJs, Tontechnikern und Musikern. Seit der Markteinführung gibt es zahlreiche Varianten, die sich in erster Linie in Ausstattungsmerkmalen wie Kabel (Art/Länge) und Stecker unterscheiden. Mit dem HD-25 Aluminium hingegen präsentiert Sennheiser eine Modellvariante, die allein optisch aus der HD-25 Familie heraussticht.

Ob dies auch klangliche Unterschiede mit sich bringt und wo sich das dynamische Duo aus HD-25 C II und HD-25 Aluminium bei unserem Testmarathon innerhalb der Mitbewerber einordnet, das wollen wir herausfinden. Und wie testet man eine solche Kopfhörer-Ikone? Ganz einfach, so voreingenommen wie jeden anderen Kopfhörer auch. Los geht’s!

Details

Bauweise

Sennheisers HD-25 Modelle sind geschlossene, dynamische Kopfhörer mit ohraufliegenden Ohrpolstern. Auffällige Merkmale sind die DJ-freundliche, abklappbare linke Ohrmuschel und der sogenannte Spreizbügel. Dieser lässt sich aufklappen, ermöglicht verschiedene Tragevarianten und im aufgeklappten Zustand den Austausch des mittig im Kopfband geführten Kabels. Praktisch!

Verarbeitung

Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten wirkt der HD-25 von seiner Materialanmutung außerordentlich schlicht und simpel. Er möchte wohl eher den Praktiker als den Poser verkörpern. Mit Ausnahme der Aluminium-Bauteile unseres einen Testkandidaten wirken die verwendeten Materialien – nun ja – „billig“. Besonders angesichts der Preisklasse, in der sich HD-25 C II und HD-25 Aluminium bewegen.

Dennoch machen beide Modelle keinen zerbrechlichen Eindruck und wirken trotz ihrer kompakten Erscheinung robust und praxisgerecht. Der HD-25 Aluminium unterscheidet sich in folgenden Punkten von seinem Test-Kompagnon: die namensgebenden Aluminiumbauteile (Ohrkappen, Abdeckung des Gelenks), die für eine edlere Optik sowie ein um 50g erhöhtes Gewicht sorgen. Das Kunstleder-artige Material der Ohrpolster und der Kopfband-Polsterung ist weicher und macht einen etwas höherwertigen Eindruck.

Mitgelieferte Kabel und Co.

Das Kabel ist mit 2 Schrauben (HD-25 C II) beziehungsweise Inbus (HD-25 Aluminium) an der rechten Ohrmuschel mittig befestigt. Von dort aus wird das nach linkem und rechtem Kanal gesplittete Kabel (teilweise freiliegend) zu den Ohrmuscheln geführt, wo es über eine proprietäre Steckverbindung arretiert wird. Die Möglichkeit, ohne großen Aufwand nahezu alle Teile des Kopfhörers selbst austauschen zu können, ist mitverantwortlich für die hohe Popularität der HD-25 Modelle.

Das austauschfreudige Kabel birgt anscheinend aber auch Konfliktpotenzial, so war der rechte Kanal des HD-25 C II beim allerersten Hörcheck tot – nach einem kurzen Rütteln an der roten Steckverbindung war die Wiederbelebung allerdings geglückt. Dieser „Wackler“ trat bis zum Schreiben dieser Worte allerdings noch einige Male auf. Laut Kollegenkreis und eigener Erfahrung in der Vergangenheit ist dies leider kein Einzelfall. Diesen Umstand finde ich nicht besonders vertrauenerweckend. Auch wenn laut diverser Foren-Autoren der HD-25 bei ihnen seit Jahren ohne die kleinsten Probleme im Profi-Einsatz „seinen Mann steht“, mir bleibt ein bitterer Beigeschmack. Vielleicht gehört das „Selber-Schrauben“ aber auch zum Produkt-Bindungsprozess.

Unsere Testobjekte sind übrigens mit folgenden Kabelvarianten ausgestattet:

  • HD-25 Aluminium: glattes Kabel, 2m
  • HD-25 CII: Spiralkabel, 1,2 bis 3m

An den jeweiligen Kabelenden befindet sich die mittlerweile obligatorischen vergoldeten, geraden 3,5mm-Klinkenstecker mit den abschraubbaren Adapter auf 6,35mm Klinke.

Weitere Infos bezüglich Kabel und technische Daten anderer HD-25 Varianten findet ihr auch hier auf der Sennheiser Homepage. Im Lieferumfang der Aluminium-Variante befindet sich außerdem eine fesche Transporttasche, der HD-25 C II hingegen muss sich mit einem einfacheren Transportsack begnügen, hat dafür aber noch zwei Austausch-Ohrenpolster mit im Gepäck.

Technik und Kennzahlen

Der Übertragungsbereich beider Kopfhörer ist mit 16 bis 22.000 Hz angegeben, beim HD-25 C II mit dem Zusatz „-3dB“. Endlich mal eine Angabe bezüglich der linearen Wiedergabe des Frequenzspektrums! Bei der Aluminium-Version konnte ich eine solche Angabe allerdings nirgends finden und vorweg: Er klingt auch anders. Der Schalldruck ist mit 120dB(Aluminium)/121dB(HD-25 C II) großzügig und prädestiniert die beiden hervorragend isolierten Kopfhörer für den Einsatz in lauten Umgebungen. Mit einer Impedanz von 70 Ohm können beide Kopfhörer an sämtlichen Zuspielern in einer mehr als ausreichenden Lautstärke betrieben werden. Die Nennbelastbarkeit ist jeweils mit 200 mW angegeben, wodurch beide Kopfhörer vor Beschädigung durch eine zu hohe Verstärkerleistung angemessen geschützt sind.

Pro & Contra

  • sehr gute Isolation
  • hohe Pegelfestigkeit
  • sehr guter Tragekomfort
  • abklappbare Ohrmuschel
  • Austauschfähigkeit der Bauteile
  • vielfältiger Einsatz (HD-25 C II)
  • gutmütiger Frequenzgang (HD-25 C II)

  • Kabel nicht einfach austauschbar
  • anfällige Verbindung zum Wandler (HD-25 C II)
  • Bassabstimmung (HD-25 Aluminium)
  • Preis (HD-25 Aluminium)

Gehört zu dieser Serie

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