Test
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01.07.2015

Shure PSM300 Premium K3E Test

Drahtloses In-Ear-Monitorsystem

Musiker, hört die Signale!

Hohe Signalverständlichkeit, sichere UHF-Verbindung, automatische Frequenzsynchronisation und ein am Taschenempfänger individuell regelbarer Monitormix - Shures In-Ear-Monitorsystem PSM300 3KE kann eine ganze Menge. Außerdem soll das üppig ausgestattete System aus stationärem Sender, Bodypack und Ohrhörern einfach zu bedienen sein.  

Details

Shure-typisch sind alle Komponenten supersicher im Transportkarton untergebracht. Zum Lieferumfang des Premium-Sets gehören der stationäre Sender P3T mit anschraubbarer Antenne und Netzteil, der Taschenempfänger P3RA inklusive Batteriesatz - Sender und Empfänger übrigens beide absolut bühnentauglich im Metallgehäuse verstaut -, die Ohrhörer SE215 samt Transporttasche sowie ein Rackmount-Kit. Eine Tasche zum Transport von Kleinteilen liegt als Extra bei.

Stationärer Sender P3T

Der 1 HE hohe und 9,5 Zoll breite stationäre Sender P3T erlaubt an seiner Front die Kontrolle des Eingangssignals sowie die Auswahl von Gruppen und Kanälen. Auch die Synchronisation von Sender und Empfänger nimmt man hier vor. Dabei steht dem Anwender ein Display hilfreich zur Seite.

Rückseitig wurden die Ein- und Ausgänge des Senders verstaut. Neben dem Antennen- und Netzteilanschluss gibt es zwei symmetrische Klinkenbuchsen für das Loop-Out-Signal, mit dem weitere PSM-Systeme gespeist werden können. So lassen sich mühelos zusätzliche parallele Sender-Empfänger-Kombinationen betreiben, die das einmal eingespeiste Mixer-Signal für weiter individuelle Monitor-Mixes zur Verfügung stellen. Auch die Mono-Ins der Monitorsignale sind hier zu finden. Zudem wählt man die gewünschte Konfiguration: Im Monobetrieb werden zwei summierte Kanäle verarbeitet, im Stereobetrieb ein Zweikanal-Mix. Wie für ein professionelles Gerät üblich, entscheidet ein weiterer Schalter über die Eingangsempfindlichkeit von +4 dBu bzw. -10 dBV.

Der Sender funkt zwei Audiokanäle an verbundene Taschenempfänger, die Reichweite beträgt 90 Meter. 15 kompatible Frequenzen sind pro Band nutzbar. Scan und Synchronisation freier Kanäle werden mittels einfachen Knopfdrucks umgesetzt. 

Taschenempfänger P3RA

Gegenüber der Standardvariante des PSM300-Sets kommt die Premium-Version mit dem Taschenempfänger P3RA daher. Gegenüber dem im Standard-Set enthaltenen P3R tritt der P3RA souverän im Metallgehäuse auf und bringt ein Display mit. Hierüber lassen sich verschiedene zusätzliche Funktionen über ein Menü abrufen. Dazu weiter unten mehr. Schauen wir erst noch auf das Äußere des Empfängers.

Die flexible Antenne des Taschenempfängers sitzt an der Oberseite des Geräts; der kombinierter Ein/Aus-Schalter und Lautstärkeregler sorgt im Regelbereich von -3 bis -21 dB für ungerasterte Signaldämpfung. Eine mehrfarbige LED zeigt den Batterie-/Akkustatus an, eine weitere kündet von erfolgreicher Gruppen- und Kanalabstimmung. Der Kopfhörerausgang auf der Kopfseite des P3RA ist als Miniklinkenbuchse ausgelegt.

Unterhalb des Displays sitzen zwei Navigationstaster, die im Stereobetrieb das Links/Rechts-Verhältnis der beiden Kanäle regeln. Im Mix Mode können hierüber zwei Monokanäle gemischt werden, die dann als duales Monosignal ausgegeben werden. Als Klangregelung sind ein Low-Shelf- und ein High-Shelf-Filter eingebaut, die aber leider nicht gleichzeitig, sondern nur alternativ genutzt werden dürfen. Sie setzen bei 100 Hz bzw. 10 kHz an und lassen sich in 2-dB-Schritten von -6 bis +6 dB regeln. Auch Mix Mode, Limiter, Display-Kontrast und Sperrung der Bedienelemente sowie eine programmierbare Auto-Off-Funktion sind über das Menü verfügbar.

Ohrhörer SE125

Das Kabel der Ohrhörer ist mehrfach ummantelt und somit gut gegen äußere Einflüsse geschützt. An jedem Ende befindet sich ein ebenso flexibler wie widerstandsfähiger Knickschutz. Sogar ein kleines Reinigungsstäbchen zum Säubern der Schallöffnungen liegt bei. Einzig die Farbgebung der Ohrhörer gefällt mir nicht. Hier wurde auf einen metallisch-drahtigen Transparent-Look gesetzt, der unter anderem die vergoldeten Steckkontakte von Kabel und Ohrhörern offenbart. Mir persönlich sagen eher unauffällige, hautfarbene In-Ears zu.

Pro & Contra

  • Metallgehäuse
  • Rackmount-Kit
  • Einfache Synchronisation
  • 90 m Reichweite
  • Shelf-Filter
  • Auto-Off-Funktion
  • Inklusive Ohrhörer

  • Receiver-Betriebsdauer max. 7 Std.
  • Kein True Diversity

Gehört zu dieser Serie

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