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Workshop
1
27.05.2014

Die besten Gitarrenriffs in Noten und Tabs - Jimi Hendrix - Purple Haze

Legendäre Gitarren Hit-Riffs zum Nachspielen

Die berühmtesten Gitarren Riffs in Noten und Tabs

Wenn ein Name tatsächlich für einen völlig neuen Umgang mit der Gitarre steht, dann ist es Jimi Hendrix. Und das gilt nicht nur für die Sechziger Jahre, in denen der viel zu früh in den Rock’n’Roll Himmel abberufene Gitarrenrevoluzzer die E-Gitarre fit für die Zukunft machte. Ohne ihn hätte vielen Gitarrenhelden der folgenden Jahrzehnte schlicht und ergreifend die Grundlage gefehlt, auf der sie ihre Philosophie aufbauen konnten. Der heutige Sound der Woche läutete eine neue Ära der Gitarrengeschichte ein. 

1967 erschien´Are You Experienced´, das erste Album, das Jimi Hendrix unter seinem eigenen Namen veröffentlichte. Einer der bekanntesten und auch markantesten Songs, der darauf zu finden ist, trägt den Titel Purple Haze und öffnete in puncto Gitarrensounds eine neue Dimension. Während seines Aufenthaltes in London hatte sich Hendrix zwei Marshall-Stacks besorgt und einige Pedalen trugen zusätzlich zur Erhöhung des Zerrfaktors bei. Darunter das Arbiter Fuzz Face, von dem er im Intro Gebrauch macht und das für einen leicht sägenden Zerrsound verantwortlich ist - auch heute noch das Ideal, wenn es um bestimmte Einsatzbereiche geht. Über sein Gitarrenspiel selbst braucht man keine großen Worte mehr zu verlieren…

Sound

Für den Sound unseres heutigen Riffs ist ein Fuzz-Pedal die erste Wahl, das nach verschiedenen Gesichtspunkten angeschlossen werden kann. Schaltet man es vor einen bereits verzerrten Amp, lässt sich sein Zerrgrad etwas sparsamer bemessen. Ich habe für das folgende Beispiel den anderen Weg gewählt, den Amp clean belassen und das Fuzz etwas weiter aufgedreht. Im Einsatz ist ein FZ-5 von Boss und selbstverständlich die Strat als Tongeber. An der Gitarre kommt der Steg-Pickup zum Einsatz, in Verbindung mit dem Fuzz zeigen sich die tieferen Saiten damit etwas definierter. 

Gitarre Fuzz Amp
Strat Level: 12 clean eingestellt
Steg-Pickup Mode: F Bass: 12
Volume: 10 Fuzz: 11,5 Middle: 12
Tone: 10 Treble: 12
Presence: 12

Intro  

Hier ist das komplette Intro des Songs. Es geht los mit der Viertelnote Bb, während der Bass konstant ´E´ dazu spielt. Die beiden sind also genau einen Tritonus auseinander. In der klassischen Musik wird dieses Intervall auch oft als ´Diabolus in musica´ bezeichnet - kein Wunder, dass konservativen Musikhörer damals auf die Barrikaden gingen. Ob Hendrix sich dessen bewusst war, ist nicht überliefert. Es folgt die Single-Note-Line, die mit einigen Legato-Aktionen (Slides, Hammer Ons, Bendings) gespickt ist. Achtet auf diese Feinheiten, denn sie erzeugen wie so oft den charakteristischen Klang des Riffs. Die Melodie in Takt 7 wird etwas hinter dem Beat gespielt. 

 

Viel Spaß und Erfolg mit dem „teuflischen“ Intervall und was Hendrix daraus gebastelt hat. Bis zum nächsten Hit-Gitarrenriff aus der unerschöpflichen Rock’n’Roll-Geschichte. 

Thomas Dill

Veröffentlicht am 27.05.2014

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