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Test
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12.10.2020

Spitfire Audio Symphony Complete Test

Kontakt Libraries

Orchestra in the box


Spitfire Audio ist vor allem bekannt für seine filmmusikaffinen Sample Libraries. Es geht aber auch ganz klassisch, so zum Beispiel mit den drei Symphony Libraries (Streicher, Holz und Blech) oder der Percussion Library. Diese vier Libraries, ergänzt durch Harp, Orchestral Grand Piano und Masse, bietet Spitfire nun als Kollektion an: Symphony Complete. Formal wäre das Orchester damit tatsächlich vollständig. Inwieweit diese Kollektion auch die spieltechnischen Möglichkeiten eines Orchesters abbildet und wie die Libraries klingen, wird in diesem Test genauer betrachtet.

Details

Download und Installation

Symphony Complete wird nicht als Ganzes, sondern es werden die einzelnen Libraries heruntergeladen. Glücklicherweise, denn insgesamt sind das ca. 300 GB und Spitfires Server sind nicht die schnellsten. Es dauert also ein bisschen. Runtergeladen wird über die hauseigene Spitfire-App und registrieren muss man sich, sofern noch nicht geschehen, per Native Access, und dann kann es auch schon losgehen.

Gemeinsamkeiten #1 Ordnerstruktur

Unter „Instruments“ finden sich die verschiedenen Instrumente, die die Standardartikulationen enthalten, sowie der Ordner „Advanced“. Unter diesem Ordner finden sich grob gesagt sämtliche Artikulationen in verschiedenen Sortierungen. „Extended Techniques“ enthält alle Artikulationen, aufgeteilt in „Core Techniques“ und „Decorative Techniques“. „Individual Articulations“ enthält sämtliche Artikulationen als einzelne Patches und „Legato Techniques“ die Legato-Artikulationen. Es bleibt der Ordner „Other Patches“ mit CPU-freundlichen Patch-Varianten sowie das Time Machine Patch, worin sich die Dauer der kurzen Artikulationen mit dem Werkzeug „Stretch“ gezielt anpassen lässt.

Gemeinsamkeiten #3 GUI

Das GUI der Libraries ist zwar ausgesprochen klein, dafür aber auch schlank und funktional gehalten. Das Hauptmenü bietet alles, was man sofort braucht: Artikulationen, Parametereinstellungen und einen Reverb Easymix Fader mit den Polen Far und Close.

Die editierbaren Parameter – Dynamics, Expression, Release, Tightness, Vibrato und Reverb – unterscheiden sich im Detail von Library zu Library.  Klar, bei einer Triangel ist nicht viel mit Vibrato.

In der Expertenansicht des Players lässt sich auf die einzelnen Mikrofonsignale zugreifen und so der Raumanteil genauer steuern. Hier kann man außerdem weitere Details regeln, wie zum Beispiel Controller-Zuweisungen, das RR-Verhalten, das Stereo Image und die Velocity Response Curve.

Gemeinsamkeiten #3 Mikros

Mikrofonsignale gibt es drei, nämlich Close, Tree und Ambient. Das ist auf jeden Fall ausreichend. Das Gute ist, dass alle Libraries im selben Studio aufgenommen wurden: in den Air Studios in London. Das virtuelle Orchester sitzt also tatsächlich im gleichen Raum. Das sollte einem homogenen Orchesterklang auf jeden Fall zuträglich sein.

 

 

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Sehr guter Klang
  • Mehr Instrumente als das symphonische Standardrepertoire
  • Teilweise ungewöhnliche Artikulationen
  • Übersichtlicher, schlanker Player

  • (Zu) kleines GUI
  • Manche Standardartikulationen fehlen
  • Teils unverständliches Mapping
  • Teuer

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