Hersteller_TREX Gitarre
Test
1
01.09.2014

Praxis

Das Shafter ist wie gesagt echt ein ziemlicher Brocken und braucht reichlich Platz auf dem Effektboard. Einmal an die Spannungsversorgung angeschlossen, macht es auf dem Board dafür aber einen extrem vertrauenswürdigen Eindruck. Die Bedienung ist durch die großen Potis und den Dreiweg-Schalter wirklich ziemlich praxistauglich.

Der Wah-Effekt lässt sich feinfühlig mit dem Fuß bedienen. Mir gefällt die Option, zwischen zwei Regelwegen wählen zu können, denn ich spiele beispielsweise sehr oft im Sitzen und da kommt mir ein kurzer, knackiger Regelweg sehr entgegen, wo hingegen die Welt im Stehen ja ganz anders aussieht und der längere Weg einfach besser zu handlen oder besser gesagt zu füßeln ist. Abgesehen von diesen rein praktischen Betrachtungen lädt das Verschieben des Hot Spots natürlich auch zu einem unterschiedlichen musikalischen Gebrauch des Wah-Effekts ein – unterm Strich also ein echter Gewinn!

So weit, so gut, es wird Zeit für ein paar Audiobeispiele. Ich spiele alle drei Wah-Modi mit dem gleichen Pattern ein, so lässt sich das Ganze meiner Meinung nach am besten vergleichen. Alle Regler befinden sich in der Mittelstellung.

Wah 1 liefert einen sehr kernigen, gut zupackenden Wah-Effekt, der sich angenehm in den Vordergrund spielt. Das hat für mich allerdings herzlich wenig mit dem weiter oben beschriebenen, zahmen Wah zu tun, gefällt mir aber trotzdem ziemlich gut.

Wah 2 hingegen klingt mehr nach Vintage. Ich muss zugeben, auch dieser Mode ist genau nach meinem Geschmack, da er sich hervorragend in den Gesamtsound einbettet und die Gitarre schön fett klingen lässt. YOYYOY ist da natürlich spezieller und klingt gutturaler, also kehliger.

Jetzt verändere ich den Boost-Regler und drehe ihn ganz nach rechts, also in die Minimalstellung. Zum Einsatz kommt zunächst Wah 1, im zweiten Beispiel dann Wah 2.

Ganz erstaunlich, was schon ein minimal ins Spiel gebrachter Boost zu leisten vermag. 

Der Sound wird ohne Boost natürlich etwas dünner, aber auch zahmer, was ihn besonders für Clean-Sounds empfiehlt. Für die kleinen Wah-Attacken in der Soul Band beispielsweise ist diese Einstellung wahrscheinlich eher zu gebrauchen als Settings mit stärker eingestelltem Boost. Beide Wah-Modes und das YOYOY haben ihren eigenen Charakter - und der kommt auch mit weniger Boost richtig gut zur Geltung.

Im nächsten Clip wollen wir die Boost-Funktion noch mal richtig rannehmen: Wah 2 und voller Boost sind angesagt. Allerdings habe ich auch den Amp etwas weiter aufgerissen, sprich, mehr Gain hinzugefügt.

Sehr amtlich, was da aus den Speakern hervorquillt! Ein sattes, saftiges Wah, das den Ton sehr schön formt und zum Solieren einlädt. Um den Wah-Effekt zu verstärken, wird auch gern ein Verzerrer VOR dem Wah platziert, so wird der Effekt verstärkt. Das ist hier nicht wirklich nötig, denn bereits „mit Bordmitteln“ des Shafter wird ein ähnlicher Sound erreicht.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Sound
  • drei verschiedenen Wah-Modi
  • Boost
  • Verarbeitung

  • Größe

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