Test
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13.05.2019

Tascam DR-40X Test

Tragbarer Vierspur-Audiorecorder

Der große Bruder

Über einfache Diktiergeräte bis hin zu digitalen Weiterentwicklungen des Handheld-Recorders hat sich Tascam seit Jahrzehnten einen festen Platz im mobilen Recordingmarkt gesichert. Angesichts der wachsenden Konkurrenz von Marken wie Zoom und Olympus hat Tascam nun eine ganze Baureihe mit mobilen Recordinglösungen herausgebracht, die mit verschiedenen Merkmalen aufwarten, um unterschiedlichste Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen. Was dabei der größte Handheld-Recorder der DR-X-Reihe zu bieten hat, wollen wir im folgenden Testbericht herausfinden.

Details

Der Aufbau

Da das Konzept der Handheld-Recorder aus Tascams DR-X-Reihe die einhändige Bedienung ist, sind alle drei Geräte sehr ähnlich aufgebaut: Das in der Mitte liegende, runde Bedienfeld mit seinen insgesamt neun Tasten stellt die zentrale Steuereinheit des Recorders dar, mit der man sich durch das in zehn Sprachen angebotene Menü navigiert. Das darüber liegende hintergrundbeleuchtete LED-Display hat dieselbe Größe wie die anderen beiden Geräte der Baureihe und bietet bei seinem vermeintlich kleinen Umfang viel Information.

Länge und Breite sind auch vergleichbar mit den kleineren Handheld-Recordern dieser Serie, der Tascam DR-40X ist jedoch deutlich dicker und schwerer, was die eingangs beschriebene Bedienung über eine Hand immer noch erlaubt, aber schwieriger macht. Unterhalb des Displays sind bei diesem Gerät allerdings sechs weitere Taster.

Über dem runden, zentralen Bedienfeld befinden sich drei Tasten, wobei die linke Taste mehrfach belegt ist. Diese Taste ist zum Ein- und Ausschalten, dient aber gleichzeitig auch als Home-Taster, wenn man sich im Menü bewegt und zusätzlich als Stop-Taste. Der mittlere Taster ist der Play-Button, der rechte zum Starten der Aufnahme. Auch hier wurde an die einhändige und blinde Bedienbarkeit gedacht, weshalb die Aufnahmetaste im Gegensatz zu den anderen beiden oval ist und sich so direkt erfühlen lässt.

Direkt unter dem Display befinden sich drei Tasten, mit denen man den Aufnahmemodus ändern, Spur eins und zwei solo hören kann – und natürlich auch Spur drei und vier. Links neben dem Display gibt es noch drei LED-Statusanzeigen für Dual-Modus (dazu später mehr), 4CH (also vier Kanäle) und Overdub. Die LED rechts neben dem Display ist eine Peakanzeige, die bei zu hohen Pegeln aufblinkt.

Die an der Oberseite eingebauten Elektret-Kondensatormikros mit Nierencharakteristik lassen sich wie beim DR-07X von der AB- zur XY-Position schwenken und sind mit einem schützenden Metallrahmen umgeben. An der Unterseite befinden sich zwei hochwertige Kombibuchsen von Neutrik. An diese Buchsen lassen sich weitere Mikrofone und Instrumente über XLR oder Klinke anschließen und sogar mit 48V-Phantomspeisung bedienen. Dazwischen ist ein Miniklinkeneingang, der für eine Fernsteuerung vorgesehen ist. Diese ist im Lieferumfang allerdings nicht enthalten.

Viel dran, viel drin

Von großem Vorteil erweist sich der Hold-Schieberegler auf der linken Seite des DR-40X, eine Tastensperre, die verhindert, dass man ungewollt Aufnahmen startet oder beendet. Neben diesem Schieberegler befinden sich noch weitere Taster: rechts zwei, mit denen man den Input Level lauter oder leiser regeln kann. Ganz links befindet sich ein Schieberegler, mit dem man die externe Eingangsquelle auswählt: Linesignal, Mikrofon oder Mikrofon mit 48V-Phantompeisung stehen zur Auswahl. Der obligatorische Kopfhörerausgang für Miniklinke ist auch hier platziert.

Auf der rechten Seite befindet sich der USB-B-Anschluss, mit dem der DR-40X zum Datentransfer an einen Computer angeschlossen werden kann. Möchte man nicht auf die bis zu 128 GB fassende SD-Karte aufnehmen, lässt sich der Tascam DR-40X als Audiointerface benutzen. In diesem Fall wird der Audiorecorder über USB mit Strom versorgt.

Mitgeliefert werden beim DR-40X drei AA-Batterien, jedoch kein Speichermedium, Etui oder Windschutz. Diesen kann man extra bestellen, genau wie zwei Arten von Fernbedienungen, einen Battery Pack oder eine externe Stromversorgung. Die Batterielaufzeit wird vom Hersteller mit bis zu 18 Stunden angegeben. Leider ist der Stativadapter an der Unterseite des Geräts wie auch bei den anderen beiden Modellen der DR-X-Reihe 1/4 Zoll groß – und damit für Kamerastative geeignet, nicht aber für gängige Mikrostative. Der eingebaute Lautsprecher ist auch hier ein winziger Speaker, der mehr zur allgemeinen Kontrolle dient. Zum Abhören der Qualität ist ein Kopfhörer unumgänglich.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • guter Sound
  • XLR-Eingang mit Phantomspeisung
  • viele Features

  • Anfälligkeit für Einstreuungen

Gehört zu dieser Serie

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